In einer vollen Barcamp-Session auf der #excitingedu habe ich den Gestaltungsprozess eines pädagogischen Tages besprochen. Da viele Teilnehmer*innen sich wünschten, dass ich einige Gedanken zum Nachlesen auf den Blog stelle, schreibe ich diesen Artikel als Nachlese. Er bleibt allerdings insofern skizzenhaft, dass ich keine spezifischen Prozesse der eigenen Schule beschreiben kann als auch weiterführende Links einbaue, um auf Redundanzen zu verzichten. 

Bei der Erstellung eines pädagogischen Tages spielen in dem Prozess, wie ich ihn versuche anzustoßen, verschiedene Aspekte eine Rolle. Drei Leitlinien spielen dabei eine besondere Rolle:

  1. Eine nachvollziehbare Grundlange (Die Frage nach dem Warum?)
  2. Die Einbindung des Kollegiums
  3. Die Transparenzmachung des Prozesses

Hier ein paar von den Erkenntnissen, die während des Barcamps zu diesen Aspekten eine Rolle spielten.

Grundlage

Die Planung eines Prozesses, der nachhaltig sein soll, setzt voraus, dass alle wissen, warum etwas gemacht wird. Dabei geht es nicht um eine endlose Diskussion von Begriffen, sondern um einen nachvollziehbaren Rahmen. Dieser ist in unserem Prozess durch den Begriff des „reflektierten Lernens“ gewährleistet, der als Resultat aus meinen Überlegungen zu „zeitgemäßem Lernen“ entstanden ist. Der Kerngedanke ist: Die Kolleginnen und Kollegen leisten sehr gute fachliche Arbeit, die sowieso Reflexionprozesse anstoßen soll. Zusammen erweitert man diese im Hinblick auf die „Kultur der Digitalität“.

Die hier zu sehenden Säulen, die meinem Kollegium am Anfang des Prozesses erläutert wurden, verdeutlichen die verschiedenen Anknüpfungspunkte, die es  zu bedenken gilt. Die Punkte sind selbsterklärend, jedoch ist hervorzuheben, dass es nicht um Revolution, sondern um Evolution geht. Die meisten Kolleginnen und Kollegen leisten sowieso schon sehr viel. Sie möchten funktionale Methoden und Techniken, kein Theater, das kurz inspiriert, dann aber nicht anzureden ist.

Der wichtigste Punkt ist deshalb die Einbindung des Kollegiums.

2. Einbindung des Kollegiums

Sehr kurz gesagt könnte man sagen, es geht um Hilfe zur Selbsthilfe. Externe Referenten sind oft weit und inspirierend, aber ein Feuerwerk erlöscht schnell und der Alltag holt alle ein. Nachhaltiger ist es, Kollegen zum Beispiel durch Mikrofortbildungen dazu zu ermächtigen, bei einem pädagogischen Tag selbst Workshops geben zu können. Dadurch machen sie deutlich, dass es um Methoden und Techniken geht, die tatsächlich im Alltag angewendet werden können.

3. Transparentmachung des Prozesses

Der dritte Baustein ist quasi ein Meta-Baustein. So wie dieser Artikel versucht, skizzenhaft und holzschnittartig einige Aspekte des Prozesses sichtbar zu machen, sollte eine Planung, die zu einem pädagogischen Tag führt, transparent sein, damit alle wissen, worauf sie sich einstellen können. Keiner möchte gerne vor bereits gefällten Entscheidungen stehen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, die einzelnen Schritte abzustimmen und dafür zu sorgen, dass die Kolleginnen und Kollegen auch wünsche äußern können, was am pädagogischen Tag eine Rolle spielen sollte.

Fazit

Im Barcamp habe ich darüber gesprochen, dass der pädagogische Tag eben als ein solches Format – als Barcamp – gestaltet werden wird. Das bedeutet nicht, dass alle Sessions ad-hoc erstellt werden. Es bedeutet schlicht, dass die Workshops hands-on sind, dass man also selbst ausprobieren soll und kann, dass man aber auch zu einem anderen Workshop gehen kann, sobald man das Gefühl hat, alles verstanden zu haben.

Ist nichts mehr für einen übrig, kann man in das „Lernlabor“ gehen und sich dort mittels verschiedener Literatur und Redeimpulsen austauschen. Wie in einem Barcamp sollen die Erkenntnisse gesammelt werden, so dass später auf sie zugegriffen werden kann. Das ist beispielsweise mit einem Padlet möglich.

Dies sind, wie gesagt, nur die wichtigsten Aspekte eines größeren Rahmens, der selbstverständlich aus weiteren Punkten besteht. Wenn Bedarf besteht, können dazu gerne Fragen gestellt werden. Im Folgenden „nur“ noch die Folie dazu, was noch zu beachten ist.

Herzlichen Dank allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den Austausch.

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