Leistungsbeurteilungen sind sowohl mündlich als auch schriftlich ein wichtiger Teil des Lehrerberufs. An dieser Stelle sollen die Nachteile dieser Bezifferung nicht besprochen werden. Stattdessen möchte ich ein Blatt zur Verfügung stellen, das für eine Zweitüberprüfung von Leistungen in Aufsätzen im Abitur angewendet werden kann. 

Das Blatt stützt sich auf das holistische Verfahren, ist also nicht als ein Kriterienkatalog gedacht, wie es sie auch gibt. Es geht explizit nicht darum, einzelne Punkte abzuhandeln, sondern um eine Gesamtschau der Ergebnisse. Insofern ist es zwar möglich, den Schülern das Blatt zur Verfügung zu stellen, es dient aber nicht als 1-zu-1-Bogen für die Überprüfung der eigenen Note. Das Blatt ersetzt also auch keinen inhaltlichen Erwartungshorizont.

Die Anmerkungen und Farben sind vor allem für die Zweitüberprüfung gedacht, für die Phase also, in denen man einige Arbeiten noch einmal anschaut, um sicherzustellen, dass man nicht nur äußere Umstände beeinflusst worden ist (zum Beispiel dass eine eigentlich befriedigende Arbeit auf eine hervorragende Arbeit folgt und dadurch schlechter bewertet wird).

Vielleicht kann der eine oder die andere etwas damit anfangen. Ihr könnt gerne kommentieren, wie ihr diesen schwierigen Teil des Berufs durchführt.

Korrekturblatt_Interpretation

 

2 KOMMENTARE

  1. Im Grundsatz eine gute Idee. Allerdings müsste ich bei vielen Aufsätzen, die ich so lese, innerhalb der Punktstufen / Farben Streichungen vornehmen, weil ganz unterschiedliche Kompetenzen genannt werden.
    Die können bei ein und demselben Schüler unterschiedlich bewältigt werden.
    Beispiel: sprachlich befriedigend, keine Deutungen, wenig Struktur. Oder: strukturierte Vorgehensweise, sprachlich wenig überzeugend.
    Aber als Verfahren jenseits aufgesplitteter Einzelpunkte in Kriterienkatalogen könnte das die Zweitdurchsicht vielleicht beschleunigen und die Formulierung von Verbalkommentaren erleichtern.

    Bei den Formulierungen auf dem Blatt stolpere ich über „ganze“ Ausführungen (ist da ‚vollständige‘ gemeint?) und „Ausführungen nicht als solche aufgebaut“. Was bedeutet das denn?

    • Hey. Danke für den Kommentar. Zunächst einmal: Ja, klar, das erfasst nicht immer alles. Deshalb ist es auch holistisch und muss mit einem Erwartungshorizont gegen geprüft werden. Was die Formulierungen angeht, finde ich deine Anregung sehr schön. Ich werde sie beizeiten einbauen (Ja, es war vollständige gemeint). Liebe Grüße

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