Der November ist zu Ende, Zeit also, die Blogparade „Zeitgemäßes Lernen konkret“ auszuwerten. Das war jedenfalls der Plan. Denn dieser Beitrag wird keine langatmige Nachlese, sondern höchstens ein in sich gekehrter Jubelschrei und ein Aufruf zum kritischen Denken. Er ist in erster Linie ein Dank an alle, die mitgemacht haben. 

27 Artikel, 27 verschiedene Sichtweisen auf das, was manche „zeitgemäßes Lernen„, manche „zeitgemäße Bildung“ oder eben „digitale Bildung“ nennen. Diese Blogparade hat für mich wieder einmal gezeigt, was das Netzwerk kann. Die Beiträge sind stark verschieden, manche sind doch eher abstrakt, manche kritisch, manche gar aus einer Außenperspektive. Aber die Diskussionen, die mittlerweile von der Kommentarsektion auf Social-Media gewandert sind, zeigten vor allem eines:

Dass Redebedarf besteht.

Und dieser wurde wahrgenommen. Und zwar so gut, dass schon vorweggenommen worden ist, was ich eigentlich in der Nachlese vorhatte. So zeigt Tim Ka., dass die Blogparade und die Reaktion darauf genau das ist: Eine Form zeitgemäßen Lernens. Indem wir miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen, kommunizieren und kollaborieren entstehen neue Gedanken, neue Zusammenhänge und neue Verknüpfungen. Genau das zeigt auch Armin Hanisch, dessen Blogbeitrag die zweite Form der Nachlese ist, die ich angegangen wäre: Das beste aller Welten. 

Und auch der Beitrag von Adriano Montefusco ist mehr als ein einfacher Beitrag, mehr als eine Teilnahme. Der Beitrag ist auch eine Bestandsaufnahme – aus der Sicht von jemandem, der Lehrerinnen und Lehrer ausbildet.

Die Blogparade ist für mich deshalb eine so gelungene Sammlung, weil sie Menschen ermöglichte zu erfahren, wie wunderbar eine aktive Teilnahme an der Diskussion sein kann. Ob es die Studentin Studentin Julia Kruse ist, die über den Kollegialen Austausch schreibt, oder aus der Perspektive der Schulleitung: Wirtschaft- und Rechtslehrer sowie Schulleiter der EDK, Beat Grub oder die Sammlung von Matthias Förtsch sind hier zu nennen.  

Zeitgemäßes Lernen, so erscheint es, ist auch und vor allem integrativ. Jeder kann mitmachen!

Insofern hat es mich insbesondere gefreut, dass neben Blogneuligen wie dem von einem Lehramtsanwärter, der lieben Anna Fröhlich, der geschätzten Martina Grosty, oder Jakob Huber, der nach eigenen Angaben das Bloggen wieder entdeckte, auch ganz alte Hasen dabei waren: Maik Rieken, der aus Frust Twitter verlassen hat, Herr Rau, Blogger der ersten Stunde, Jan-Martin Klinge oder Herr Mess. 

Natürlich war das #twitterlehrerzimmer auch in Form weiteren Teilnehmer*innen vertreten: Jens Lindström und Michael Graf nutzten die Gelegenheit der „negativen Kritik“, wie sie jemand auf Twitter genannt hat. Und auch Appikur und Katha schreiben Beiträge, die sehr lesenswert sind. 

So richtig konkret wurde es natürlich auch. Ob bei Hauptschulblues oder bei dem Team von ZUM. Und um die Aufzählung voll zu machen: Der Beitrag von einem Lehramtsanwärter und von Sabine Omarow haben gezeigt, dass die Lernparade nicht nur innerhalb des #twitterlehrerzimmers aufgenommen worden ist. Mehr noch: Manche starteten sogar genau deswegen einen eigenen Blog. Dies zeigt doch einmal mehr, welche Impulse von einer solchen gemeinsamen Aktion ausgehen können.

Ja, es zeigte sich in der Tat, dass Redebedarf besteht. Und dass es viele Menschen gibt, die diese Möglichkeit genutzt haben. Das freut mich ungemein.

Fazit

Das war geil! Die Blogparade war genau das, was ich erhofft habe. Eine neue Welle der Inspiration, ein Quell des Austauschs, eine digitale Zusammenkunft. Ich denke, dass jeder Einzelne wieder vieles dazu gelernt, neue Ansichten geformt hat und auf neue Ideen gekommen ist. Das war nur möglich, weil wir nochmals von Null angefangen haben.

Wie immer kann ich am Ende nur sagen, dass ich für Rückfragen, Kritik und Impulse offen stehe.

Einen wunderschönen Tag!

P.S. Hier ein Vorschlag zu zeitgemäßem Schreiben – ganz konkret 😉

5 KOMMENTARE

  1. „Wie immer kann ich am Ende nur sagen, dass ich für Rückfragen, Kritik und Impulse offen stehe. Übrigens: Ich meine das auch so. Bei mir ist es nicht nur eine Pose, die in Wirklichkeit bedeutet, dass alle Kritik einstecken müssen außer ich selbst.“

    Nein, das meinen Sie nicht so.Sie haben meinen Blogbeitrag nicht übernommen.
    Freundliche Grüsse, Beat Rüedi

    • Ehrlich gesagt: Ich hätte ihn in der Tat übernommen, aber es wurden mir weder Pingbacks noch Erwähnungen angezeigt. Das mag aber daran liegen, dass ich Sie auf Social-Media blockiert habe. Dennoch: Sie nicht zu übernehmen, war keine Absicht. Das können Sie mir nun glauben oder es lassen.

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