Padlets – also jene digitalen Leinwände, die sehr individuell gestaltet werden können – erlauben zahlreiche Möglichkeiten, den (digitalen Fern-)Unterricht zu gestalten. An dieser Stelle sollen einige (weitere) Erkenntnisse im Umgang mit dieser Lernumgebung erläutert und in einem weiteren Teil konkretisiert werden. 

Anmerkung

Wie bei allem (neuen) digitalen Tools zeigt sich auch bei Padlets, dass die Reflexion erst mit dem Gebrauch kommt (Philippe Wampfler spricht in diesem Zusammenhang von „experimenteller Medienkompetenz“, Digitales Schreiben, 2020). Das mag banal sein, zeigt aber, dass das Verständnis von Prozessen erst durch geduldiges Arbeiten geschehen kann. Erst dann kommt es zu Fragen, zu Antworten und zu Erkenntnissen, die manchmal auch erst langsam durchsickern. An dieser Stelle also zunächst einige allgemeine Erkenntnisse. Im Anschluss erfolgt eine generelle Einordnung verschiedener Padlet-Typen und sodann 10 konkrete Beispiele für die Nutzung im Unterricht.

1.Transparenz schafft Nachvollziehbarkeit

Transparenz schafft Nachvollziehbarkeit. Die digitalen Leinwände sind offen für alle, die einen Einladungslink haben oder eingeladen worden sind. Auf diese Weise können alle sehen, was sie getan haben, wie weit sie gekommen sind und wo es Probleme gab. Das erfordert Vertrauen. Aber in der „Präsenzschule“ ist eine solche Einsicht gar nicht erst möglich. Und auch das Peer-to-Peer-Feedback, das dadurch möglich ist, wäre in einer Präsenzsituation, die mit physischen Materialien arbeitet, so nicht möglich.

Eine Schlussfolgerung dieser Erkenntnis ist dann aber auch zweierlei: Die gestallten Aufgaben sollten so gestellt sein, dass die Transparenz der Aufgabenstellung (und eben nicht nur der Antworten) auch diese Nachvollziehbarkeit bietet. Eine zweite Schlussfolgerung: Nicht alle Aufgaben eignen sich für eine solche Transparenz. Wenn Schüler*innen einen geschützten Raum brauchen, sollte dieser ihnen zugestanden werden.

2. Transparenz erzeugt visualisierte Unterrichtsstrukturen

Diese Erkenntnis kam (sehr) spät. Normalerweise plant jeder Unterricht anders. In einem ersten Schritt erklärte ich über die letzten Monate aber Kolleg*innen, dass sie ihren Unterricht digital – z.B. über OneNote planen könnten, da sie diesen so besser in digitale Lernmanagementsysteme übertragen könnten. Das ist ja auch richtig: Alles, was gesehen werden soll, kann also in ein LSM übertragen werden. Oder eben ins Padlet. Aber was soll überhaupt nicht gesehen werden?

In der traditionellen Unterrichtsplanung gibt es Phasen, die für alle sichtbar sind. Beispielsweise ein Bild bei einem Bildimpuls. Die Aufgabenstellung wiederum wird durch die Lehrperson artikuliert, ist also auch „sichtbar“. Lernziele, Arbeitsschritte, Prozesse etc. sind meistens nicht sichtbar, da sie Teil einer Struktur sind, die nur die Lehrperson sieht. Vor einigen Jahren, etwa 2014, versuchte ich in einem ersten Schritt, alles, was wir als Klasse taten, zu visualisieren (Abschnitt „Beispiele). 

Dies hatte zur Folge, dass der Unterrichtsfluss deutlich geschmeidiger wurde, da immer klar war, was als nächstes kommen würde. Genau jene visualisierte Strukturierung ist gerade mit Padlets auch möglich (ich hörte von einer Kollegin, die in der Grundschule auch Pausen in die Unterrichtsschritte einbaute, in der die Schüler*innen Musik hören oder einer Hörgeschichte lauschen konnten).

Als ich aber begann, direkt über das Padlet zu planen und die visualisierten Schritte zu screenshoten, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: In einer für alle sichtbaren Struktur ist die „geheime Planung“ redundant. Alle sind dabei, alle können teilhaben, alle können alles einsehen. Ein Argument für die Aufnahme dieser Strukturen bleibt die in der persönlichen Struktur sortierte Strukturierung. Dennoch stellt dies die Planungen auf den Kopf.

3. Digitalität heißt Rekombinierbarkeit

Dass Digitalität vor allem dadurch auszeichnet, dass Produkte einfacher zu kombinieren sind, ist in der letzten Zeit mehrfach betont worden (Unter anderem Stalder oder Nassehi). Diese Kombinierbarkeit liegt natürlich vor allem in der untersten Ebene des diskreten Codes.

Die Kombinierbarkeit von Padlets wiederum zeigt die Möglichkeit von Verbindungen auf der Ebene der Visualisierung (die Lernrallye ist ein Beispiel für diese Kombinierbarkeit). Das bedeutet, dass ich für unterschiedliche Aufgabenformate unterschiedliche Padlets erstellen und diese in einer Ebene höher verlinken kann. Es entsteht eine Art Baumstruktur, die beispielsweise ein Übersichtspadlet aller Klassen in der ersten, ein Klassenpadlet in der zweiten, ein Themenpadlet in der dritten und unterschiedlichste Padlets zu Aufgaben in der vierten Stufe hat.

Laien und User, die zunächst beginnen, mögen sich fragen, ob dies die Dinge nicht erschwert und verkompliziert anstatt sie zu erleichtern. Die Antwort liegt in Betrachtung der unterschiedlichen Ebenen. Während Übersichts- und Klassenpadlets Verwaltungswerkzeuge sind, die zunächst den Unterricht gar nicht verändern (müssen) und die nur dann sinnvoll sind, wenn genügend Menschen einer Organisation das Padlet nutzen, sind die beiden unteren Ebenen Lernumgebungen. Das Themenpadlet ist die Visualisierung des Unterrichtsverlaufs zu einem Thema über eine längere Zeit. Die Unterpadlets können vieles sein: Themenräume, Diskussionsforen, Pinnwände, Fragerunden, Videoräume und vieles mehr.

Durch die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Padlets bedeutet dies, dass anders als bei gewöhnlichen LMS nicht alles auf einmal an einem Punkt liegt (was natürlich den Vorteil hat, dass man es schnell abrufen kann), sondern dass die digitale Oberfläche flexibel der Aufgabe angeglichen werden kann.

Fazit: Auf dieser Grundlage bieten Padlets genau jenen Lernraum, der die Möglichkeiten des Digitalen als Erweiterung des (digitalen) Handlungsspielraums ermöglicht.

Allgemeine Betrachtung unterschiedlicher Padlets

Bevor konkrete Padlets gezeigt werden, möchte ich an dieser Stelle eine unvollständige Liste der Standardpadlets zeigen und verdeutlichen, zu welcher Ebene diese zugeordnet werden könnten und welche Vorteile sie für den Unterricht bieten. Diese Anmerkungen sind natürlich als unvollständige Impulse zu verstehen, die auch erweitert, kritisiert oder verworfen werden können. Die Liste ordne ich nach eigener Priorität. Andere Fächer könnten selbstverständlich unterschiedliche Gewichtungen haben.

1. Regal

Ich beginne mit dem Regal, weil die Anordnung der Posts von links nach rechts am besten Strukturen abbilden kann. Über eine solche Regalwand kann man am besten Wochenpläne oder Fächerpläne zur Verfügung stellen (letzteres bedeutet: Alle Fächer sind vertreten, die Aufgaben der Woche werden mit Datum versehen). Aber auch für Schüler*innen bietet ein solches Padlet den Vorteil der Übersicht, wenn beispielsweise ein digitales Produkt (Lesejournal, siehe weiter unten) erstellt werden kann.

„Regal“-Padlet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schwerpunkt: Verwaltung, Vorteil: Übersicht, Struktur 

2. Timeline

Die Zeitleiste bietet viel mehr Möglichkeiten als der Name suggeriert. Grundsätzlich erlaubt die Anordnung die Visualisierung einer Chronologien Struktur, egal ob es sich dabei um tatsächliche Jahreszahlen, Buchseiten oder Videos- bzw. Hördateien geht. Das heißt, dass Schüler*innen auf diese Weise nicht nur in die Lage versetzt werden, sehr strukturiert etwas abzuarbeiten, sondern eben selbst (und zwar kollaborativ) an solcherlei Strukturen zu arbeiten. Die Frage nach der Anordnung ist dabei gleichsam der Anspruch, mit dem ein Lerneffekt erzielt werden kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schwerpunkt: Darstellung, Vorteil: Chronologie 

3. Leinwand

Mit der Leinwand können Beziehungen zueinander verdeutlicht werden. Das bedeutet, dass diese zwar auch organisatorisch genutzt werden kann, um beispielsweise Aufgaben nacheinander anzuordnen (siehe Erkenntnis 3), sondern auch, dass alles, was zueinander in Beziehung steht (Figuren, Substanzen, Atome etc.) visualisiert werden kann. Auch bietet die Leinwand so den Vorteil, sprachliche Besonderheiten visualisieren zu können, beispielsweise in einer Dialoganalyse (siehe unten).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schwerpunkt: Beziehungen, Vorteil: Visualisierung von Verbindungen

4. Liste

Die Liste bietet sich immer dann an, wenn auf verschiedene Produkte fokussiert werden soll. Das kann beispielsweise bei einem Stundenprotokoll, einer Liste oder Sammlung von Unterrichtsprodukten oder weiteren ähnlichen Aufgaben sein, in denen es darum gehen kann, Antworten nach und nach zu besprechen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schwerpunkt: Chronologie, Vorteil: Fokus 

5. Weitere Padlets

Die Bezeichnung „Weitere Padlets“ zeig schon, dass ich diese eher weniger nutze, was aber nicht bedeutet, dass sie nutzlos sind. Es handelt sich dabei um die „Unterhaltung“, das „Storyboard“ und die „Karte“. Während ich die Karte bisher noch gar nicht genutzt habe, mit den Nutzen in jedweden Fächern, die mit Landeskunde oder ähnlichem zu tun haben, aber gut vorstellen kann, nutze ich die Unterhaltung tatsächlich mehr. Denn hier kann beispielsweise ein Gespräch (zwischen Charakteren, Figuren oder als Argumentation) nicht nur visualisiert, sondern eben auch archiviert werden. Das Storyboard ist dem Regal ähnlich, kann aber neu angeordnet werden. Bisher hatte ich dazu auch weniger Verwendung, wenngleich ich denke, dass genau dies ein Vorteil sein kann.

Schwerpunkte: Unkategorisierte Darstellung, Chronologie, Ortbezogenheit, Vorteile: Neuanordnungen, Visualisierung von Gesprächen, lokaler Bezug. 

Fazit der allgemeinen Betrachtung

Bei all den verschiedenen Padletvariaten sei angemerkt, dass sie nicht nur durch Kombination, sondern auch mit dem Zusatz des Kommentars oder der Bewertung zusätzlich an Dimensionen gewinnen. Beispielsweise sorgt eine Kommentarfunktion bei einer Timeline, in der Schüler*innen schon gemeinsam gearbeitet haben, dazu, dass man genau isolieren kann, zu welchem Punkt genau ein Feedback passt. Das wird in einem sehr vollen „Regal“ eher unübersichtlich. Die Bewertungsmöglichkeiten bieten sich vor allem dann an, wenn es um externe Gegenstände geht. Also beispielsweise um die Frage, wie gut etwas in einem Video erklärt wurde, wie ein Vorschlag des Lehrers/ der Lehrerin ankommt etc. Schüler*innen sich gegenseitig bewerten zu lassen bietet sich nur dann an, wenn die Klasse sich gut kennt.

Einige konkrete Impulse

An dieser Stelle soll keine genaue didaktische Analyse bzw. ein Entwurf stehen, der für die verschiedenen Padlets eine Einordnung in den Unterrichtszusammenhang erlaubt. Vielmehr sind die nun folgenden Beispiele als erweiterbare Impulse zu verstehen, die sich, auch das klang schoneinmal an, erweitern lassen oder verworfen werden können.

  1. Padlet als Themenpadlet

Neue Themen werden eingefügt, innerhalb des Padlets kann nachgefragt werden. Unterpadlets zu verschiedenen Teilbereichen können in neuen Spalten integriert werden.

Themenpadlet, 10.Klasse

2. Padlet als eigenständiges Erarbeitungsinstrument

Das Leinwandpadlet wird so aufgebaut, dass Schüler*innen auch zeitunabhängig damit arbeiten können. In diesem Fall Texterörterung.

Selbstlernrallye im Leinwandpadlet

 

Diese Art von Padlets sind auch für Sprachen interessant, wenn es darum geht, dass verschiedene Dateitypen (Audio, Video) eingebettet werden können.

Multimediales Padlet, Englischunterricht

 

3. Dialoganalyse

Ein gemeinsam zu bearbeitendes Padlet als Visualisierung eines Dialogs

Dialoganalyse, Jugend ohne Gott

 

4. Gegenüberstellung

In einem Regalpadlet werden positive und negative Eigenschaften gegenübergestellt.

Charakterisierung einer Figur, Jugend ohne Gott

 

5.Zusammenfassungen

In einem Padlet können Schüler*innen über die Timeline Zusammenfassungen gestalten.

Zusammenfassung, Hüter der Erinnerung, Schülerarbeit

 

6. Zeitleiste

Gruppen arbeiten aus einem Text eine Zeitleiste heraus. Der Hintergrund kann entsprechend „sprechend“ sein.

8.Klasse Geschichte, Weg zum deutschen Reich

 

7. Stundenprotokolle

In der Oberstufe werden wichtige Informationen aus Gesprächen festgehalten.

Padlet „Liste“ für Stundenprotokolle, hier Deutsch, Steppenwolf

 

8. Digitales Lesejournal

Regal-Padlet als vollständiges digitales Produkt, das Schüler*innen erarbeiten.

Lesejournal, 7.Klasse, Hüter der Erinnerung

 

9. Kollaborative Texterarbeitung im Englischunterricht

Englisch, 8.Klasse, amerikanische Landeskunde

 

10. Fragensammlung

Die Fragensammlung aus dem Deutschunterricht ist vor der Stunde geschehen, in der wir Rezo im Unterricht interviewen konnten. Selbstverständlich können so auch andere Fragen gesammelt werden, beispielsweise an einen (eigenen) Gegenstand.

Fragensammlung, Storyboard-Padlet

Fazit

Es gäbe noch zahlreiche weitere Beispiele, aber ich denke, dass diese verdeutlichen, wie Unterricht mit Padlets schülerorientiert gestaltet werden kann.

Obwohl Padlet in unserer Schule als Übergangslösung galt (und vielleicht gilt) bieten Padlets für mich eben jene Form der Kombinierbarkeit, die digitalen (Fern-)Unterricht so interessant, abwechslungsreich uns spannend machen kann. Aus diesem Grund werde ich diese digitalem Multitasker auch nach dem Fernunterricht sicherlich immer wieder einsetzen.

Weitere erprobte Praxisbeispiele gibt es beim Kollegen Hauke Pöhlert. 

8 KOMMENTARE

  1. Hallo Bob!

    Jetzt muss ich doch mal einen kurzen Kommentar da lassen:

    Wie hast du es gemacht, dass die Punkte in der Timeline oben und unten sind. Bei mir sind die immer oben. Ersteres fände ich besser…

    Vielen Dank und viele Grüße,

    Daniel

    • Hallo, das kann man leider nicht festlegen, so viel ich weiß. Die von einem selbst sind oben (oder unten) und die von anderen sind einer anderen Stelle. Damit wird markiert, von wem welche Punkte sind. LG

  2. Ahhhhh!

    Super, vielen herzlichen Dank für die zügige Antwort.

    Hab deinen Artikel bezüglich Videokonferenzen mal eben auch an eine Mutter weitergeleitet. Super geschrieben!

    Wobei ja bei uns und unserer Schulform auch die Probleme leider doch viel grundlegender sind: Ich musste heute drei Kinder wecken und einem anderen Kind erklären, dass Frühstück vor dem Unterricht stattfinden soll, nicht wenn wir unsere Begrüßungskonferenz haben. Oder gerne auch hinterher.

    Aber man ist ja schon froh, wenn mal jemanden telefonisch erreicht und nicht den Jugendpolizisten vorbei schicken muss um nach dem Rechten zu schauen…

  3. Vielen Dank für den interessanten Artikel.
    Wir diskutieren an der Schule gerade viel über denn Sinn von Padlets. Seit wir den Fernunterricht über Moodle halten sehe ich in Padlets keine Sinn mehr (Account umsonst gekauft), weil sie ein zusätzliches Tool darstellen und die Schüler verwirren, aber keine Mehrwert haben den Moodle nicht auch hat (ok, sie sehen besser aus, Moodle ist ja ziemlich sperrig). Außerdem können die S. bei Moodle kollaborativ direkt im Material arbeiten und selbstständig Ergebnisse usw hochladen. Dafür ist bei Padlets ja m.W. immer der Lehrer oder ein weiteres Tool (ZumPads z.B.) notwendig.

    • Hallo, sehr gerne. Ich würde Ihnen widersprechen. Zunächst einmal sind Schüler*innen so fit mit all dem, was sie nutzen WOLLEN, dass sie eigentlich nicht damit überfordert sein sollten, etwas zu nutzen, mit dem sie arbeiten SOLLEN. Also dieses Überforderungsargument sehe ich nicht. Außerdem bin ich nicht der Auffassung, dass Moodle alles bietet. Beispielsweise sind Schülerpadlets als eigenständige digitale Produkte etwas ganz anderes, als wenn Schüler einfach einen Text hochladen. Aus meiner Sicht spricht überhaupt nichts gegen ein freies Kombinieren, beispielsweise einer Aufgabenstellung über Moodle, die zu einem Padlet leitet etc. Wir müssen uns klar machen, dass alles, was digital kompetent genutzt wird, ja auch für später einen Kompetenzzuwachs bedeutet. Das ist ein wenig wie mit verschiedenen Autos zu fahren. Langer Rede kurzer Sinn: Super, dass Sie Moodle so gut nutzen. Padlet bleibt aus meiner Sicht aber eine schöne Alternative, um Produkte zu erstellen, alternative Angebote zu machen und das LMS zu öffnen. Liebe Grüße

  4. Danke für diese praktischen Beispiele! Ich selbst profitiere enorm von best practice-Beispielen mit tatsächlichen erlebten Stunden/ Padlets etc.. Einige davon probiere ich gerne bald mal aus! 🙂

    Ich selber habe schon öfters Padlet benutzt, bin aber nicht ganz so enthusiastisch wie du. Zeitleisten, Schreibdiskussionen und Gruppenprojekte haben bei mir schon gut funktioniert, aber bei einfachen Aufgaben wie listening sehe ich nicht so sehr den Sinn darin, die Ergebnisse auf einem Padlet eintragen zu lassen. Zum Einen ist das für SuS (gerade jüngere wie in der 7. Klasse) schon immer etwas fummelig in der Handhabung, zum Anderen sehe ich nicht so sehr den Mehrwert (verzeih, ich weiß, schwieriger Begriff), 20 Kommentare mit der gleichen/ähnlichen Lösung zu einer geschlossenen oder halb-offenen Frage zu lesen. Padlets stehen bei einer solcher Art von Aufgabe immer ein wenig im Konflikt mit „klassischen“ Heften, die SuS (und wahrscheinlich noch mehr ihre Eltern) gerne haptisch führen und auch die ihnen zur Vorbereitung für Klassenarbeiten und Archivierung ihrer Ergebnisse dienen. Padlets sind erstmal irgendwo im Internet und für einen Siebtklässler später im Zweifelsfall „weg“ bzw. nicht zugänglich (auch wenn sie es theoretisch sind).
    Für einfache tabellarische Gegenüberstellungen/Raster und andere Formen der inhaltlichen Ergebnissammlung nutze ich gerne einfache Online-Dokumente, die gemeinsam/arbeitsteilig ausgefüllt werden.Die kann ich noch genauer vorstrukturieren und auch leichter in bestehende Systeme (LMS, Mappen/Ordner der SuS (da leicht ausdruckbar), meine eigene digitale Dateistruktur) einbinden.
    Ich glaube meine Quintessenz ist für mich: je komplexer die Aufgabe, je mehr Interaktion/Kollaboration sie erfordert und auch je „Produkt-haftiger“ sie ist, desto eher würde ich ein Padlet nutzen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here