Es gibt verschiedene Ansichten darüber, was diejenigen, die kurz vor dem Referendariat stehen, tun sollten. Die eine ist jene derer, die kurz davor stehen. Die andere ist jene derer, die es nicht mehr tun. 

Was jene, die kurz vorm Referendariat stehen, denken tun zu müssen

Zunächst einmal gibt es gleich zwei Gründe Panik zu haben. Zum einen den, dass es bald losgeht. Und zum anderen den, dass es bald losgeht, aber man noch keine Panik hat. Also hat man Panik, weil man noch keine Panik hat. Vor lauter Panik beginnt man daran zu denken, was man machen muss und was alle anderen schon machen und fragt auf Facebook, um noch mehr Panik zu bekommen. Wenn man ein Mindestmaß an Panik erlangt hat, kann man Unterricht vorbereiten (den man nicht hält), Bücher kaufen (die man nicht liest), und sich mit all den Dingen eindecken, von denen man entdeckt, dass alle Referendare der Schule sie haben. Da man wahrscheinlich immer nicht nicht zufrieden mit all der Panik ist, kann man sich noch Foren durchlesen und noch panischer werden.

Wenn der Zenit der Panik erreicht ist, ist es dann meist endlich soweit, dass alle mit maximaler Panik ins Referendariat starten und sich alle gegenseitig stressen können. Aber immerhin: Man hat Material gekauft.

Was jene, die kurz vorm Referendariat stehen, tun sollten

Nichts.

Am liebsten hätte ich nur dieses Wort da stehen lassen, aber es ist zu unbefriedigend. Ist schon klar, nichts zu tun ist genauso schwierig oder vielleicht unmöglich wie als werdende Eltern „nochmal richtig auszuschlafen“, bevor das Baby kommt. Aber in der Tat! Tut was für die Erinnerung an den gewählten Müßiggang! Macht ruhig was. Aber dann auch wieder nichts.

Freut euch auf das Neue, aber lasst es euch nicht kaputt reden. Redet überhaupt nicht mit zu vielen. Die eine Hälfte hatte eine zu gute, die andere eine zu schlechte Zeit. Ist alles Quatsch. Es wird super.

Freut euch (ich weiß, ich habe es schon gesagt). Nehmt ein Bad, schaut eine Staffel eurer Lieblingsserie, telefoniert stundenlang (gut, das werdet ihr später vielleicht auch tun). Geht ins Kino! Singt! Spielt ein Instrument!

Freut euch! Darauf, dass ihr einen der besten Jobs der Welt machen werdet! Und geht nicht zu viel online, um nachzulesen, was man alles tun und lassen soll. Überhaupt: Lest ganz viel, das nichts mit Schule zu tun hat. Und vor allem tut:

Nichts.

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