UNTERRICHT: Methoden- und Energizer-Sammlung

Zugegeben: Es gibt Methoden und Energizer wie Sand am Meer. Diese kleine unvollständige Liste ist eine Zusammenstellung aus meiner Zeit als Referendar. Die meisten Methoden haben sich im Unterricht bewährt. Die meisten sind wahrscheinlich bekannt, aber manchmal hilft es ja bekanntlich, wieder daran erinnert zu werden.

Gibt es noch weitere „Basics“, die jeder wissen sollte?

Die Methoden sind in die Bereiche „Pädagogik“, „Deutsch“ und „Englisch“ eingeteilt.

 

Pädagogik:

Obstsalat- Spiel: Standkreis, ein S steht in der Mitte und sagt: „es tauschen alle den Platz, die ….(eine Brille tragen)“, alle entsprechenden S tauschen den Platz, aber keine nebeneinanderstehenden. Ein S bleibt übrig und muss in die Mitte und ein neues Kommando geben. Bei Kommando „Obstsalat“ müssen alle S den Platz tauschen.

Namen Lernen mit Paper Ball: Die S stehen im Kreis und werfen sich einen Ball (Paper Ball) zu und müssen den Empfänger immer mit Namen ansprechen. Varianten: feste Reihenfolge einhalten, nach und nach Tempo erhöhen, indem mehr Bälle ins Spiel kommen.

Gegenstände tauschen: jeder S nimmt einen persönlichen Gegenstand. Herumlaufen und tauschen der Gegenstände („Hallo, ich bin xy und das ist die Uhr von xy). So sprechen die Schüler mit einer Vielzahl von Mitschülern und lernen deren Namen.-

Kennenlernspiel

Gruppenpuzzle: Stammgruppen, diese zersetzen sich in Expertengruppen. Jede Expertengruppe behandelt spezielles Unterthema. Anschließend Austausch der einzelnen Ergebnisse in der Stammgruppe.

Bsp: Stammgruppe( A,B,C,D,E)-> Expertengruppe (A,A,A,A,A)-> zurück in Stammgruppe (A,B,C,D,E)

Sicherung könnte z.B durch AB erfolgen

Murmelrunde: kurzer Austausch mit dem Partner

Deutsch:

Postkarten- Methode: Postkarten liegen aus. S sollen sich eine Postkarte heraussuchen, die sie mit einem bestimmten Thema verbinden (Vorerfahrung in einem gewissen Bereich o.ä.)

-> körperliche Aktivierung, fördert Assoziationsfähigkeit, Reflexion von Erfahrungen, kommunikative u. soziale Kompetenz

-> anwendbar z.B. bei Personencharakterisierungen, Lyrik oder Analyse von Beziehungskonstellationen

Schreibstafette: als PA oder GA möglich, jede Gruppe bekommt ein Thema und schreibt Assoziation auf. Dies geschieht in einem bestimmten Zeitlimit. Danach Weitergabe. Nächste Gruppe muss auch wieder unter Zeitdruck das bereits geschriebene kommentieren oder neue Assoziationen hinzufügen.

  • Schnelle Assoziation gefordert
  • Förderung der Lesekompetenz, Abstraktionsfähigkeit, Sach- /Fachwissen wird aktiviert
  • Anwendbar z.B. bei Charakterisierungen o. 1. Eindruck von Personen

Kriterienblume: Kriterien einer bestimmten Schreibform (Bsp. Tagebucheintrag) auf Blütenblätter gesammelt und an die Tafel als Blume.

  • Visualisierung
  • Kann immer wieder als Erinnerungsstütze verwendet werden

Bücherwurm:Jeder S produziert ein Glied des Bücherwurms indem er auf ein Stück Pappe den Namen und den Titel seines Lieblingsbuches oder aktuellen Buches schreibt und kurze Zusammenfassung des Buches aufschreibt.

  • Anregungen z.B. durch Gespräche in Kleingruppen
  • Als Langzeit HA für „Bücherphobiker“

Buchkiste: Ein Schuhkarton wird mit einem Steckbrief zum Buch versehen(Titel, Autor, Charaktere, kurze Inhaltsangabe…). Ebenso werden Gegenstände, die mit dem Buch assoziiert werden in die Kiste gelegt und dieser Zusammenhang mit Hilfe von Karteikarten erklärt.

  • Vorstellung der Buchkiste, regt ggf auch Mitschüler zum Lesen dieses Buches an

Lesetagebuch: Kinder lesen ein Buch und sollen zu bestimmten Kapiteln Aufgaben erfüllen, reflektieren, zeichnen, Steckbriefe für Personen entwerfen etc)

Lesebiographie:S sollen ihre bisherigen Leseerfahrungen reflektieren

  • Abklopfen von Vorwissen
  • Lehrer kann Interessen der S oder evtl. Lesestopps nachvollziehen

Englisch:

Find someonewho…: Fragen auf einem Zettel, S sollen durch die Klasse gehen und jemanden finden, auf den diese auf dem Fragezettel genannte Eigenschaft zutrifft oder der ihnen diese Frage beantworten kann.

  • Sprechanlass
  • HA Überprüfung
  • Fördert Klassengemeinschaft: Angstfreies Sprechen

First name- adjecticecircle: jeder S tritt in die Mitte des Stehkreises und nennt seinen Namen und ein mit dem gleichen Buchstaben beginnendes Adjektiv

  • Hilft S einzuschätzen: Körperhaltung

Appointmentcard: S bekommen einen Zettel mit verschiedenen Uhrzeiten und sie müssen mit Mitschülern Verabredungen treffen.

èMöglichkeit der Gruppeneinteilung für Partnerarbeit: Nach der Aktivität sollen sich die S zusammentun, die das 3 Uhr Treffen verabredet haben und eine bestimmte Aufgabe lösen.

  • Körperliche Aktivierung

Galgenmännchen oder Anagramme: Möglichkeit der Vokabelabfrage

Geburtstagsquiz:AB mit Rätseln z.B. zum Thema Geburtstag. („ Pete isolderthan Helen; Kate istheoldest). Verschiedene Lösungsvorgaben, die zugeordnet warden müssen.

  • Z.B. bei comparison of adjectives anwendbar
  • Spricht verschiedene Lerntypen an z.B. logisch- mathematischer Lerntyp

Mimingmessages: vorgegebene Begriffe oder Aktivitäten werden in PA dargestellt ohne verbale Kommunikation. Partner muss erraten, dann Wechsel.

Rollenspiele:ein Thema vorgeben. S. sollen sich eine kurze Szene überlegen

  • Evtl. weiterschreiben lassen
  • Perspektivenwechsel möglich
  • Eigenverantwortung

Message in a bottle: Flasche mit Arbeitsaufträgen. S, der stört bekommt Flasche, Flasche wird von Störer zu Störer weitergegeben, wer sie am Ende der Std. hat muss einen Arbeitsauftrag ziehen und als „Strafe“ bearbeiten

  • Auch anwendbar als Sanktion, wenn im FU deutsch gesprochen wird

Paper Ball:Ball wird in Stehkreis geworfen jeder S muss etwas zu einer Aufgabe sagen oder Statement abgeben

  • Hohe Aufmerksamkeit: man weiß nie wann man drankommt
  • Kurzzeitiger Sprechanlass, aber irgendwann Wiederholungen des bereits gesagten

Hot Seat: ein S sitzt auf Stuhl in der Mitte, bekommt Fragen gestellt

  • Sprechanlass
  • Perspektivenwechsel, S. kann als Charakter aus einem Buch auftreten
  • Aber: S braucht Vorbereitungszeit

Goodangel/badangel: Arbeitsauftrag: die positiven+negativen Seiten von etwas zu beleuchten. 3 S sitzen vor der Klasse. Einer übernimmt die Rolle des badangel, einer die des goodangel. Beide versuchen mit ihren Argumenten den in der Mitte sitzenden neutralen S zu überzeugen.

  • Ermöglicht Analyse einen hin und her gerissenen Charakters (Bsp. Macbeth)

Kugellager:S sitzen in einem innere und einem äußeren Kreis und tauschen sich über bestimmtes Thema aus. Nach bestimmter Zeit Wechsel. Dann erneuter Austasch (vll. anderes Unterthema). Kann auch als Linie aufgebaut werden

  • Einstieg in neues Thema. Aktivierung von Vorwissen
  • HA Besprechung

Runningdictation: S legen ihr Buch im Klassenraum aus. Satz wird eingeprägt und am Platz auswendig ins Heft aufgeschrieben. Dann wieder Aufstehen und zum Buch gehen, um nächsten Satz einzuprägen. Sicherung z.B. durch Folie

Think-pair-share: S bearbeiten in Einzelarbeit Aufgabe, dann Austausch mit Partner, gegenseitige Korrektur oder erneuter Austausch in größerer Gruppe möglich

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2 Kommentare zu UNTERRICHT: Methoden- und Energizer-Sammlung

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