Der SPIEGEL und zahlreiche andere Zeitungen haben die Meta-Analyse von Caroline Marker, Timo Gnambs und Markus Appel zusammenfassend kommentiert. Das (für viele überraschende) Ergebnis: Social-Media hat keine Effekte auf die Noten von Schülerinnen und Schülern. Hier kann die Studie als PDF heruntergeladen werden. 

Eigentlich sind die Ergebnisse eine bloße Bestätigung dessen, wovon die digitale Gemeinschaft sowieso ausgeht: Social Media ist nicht nur nicht schädlich, sondern kann Schulleistungen sogar stärken.

Dies ist vor allem dann plausibel, wenn man bedenkt, dass viele Schülerinnen und Schüler über die sozialen Netzwerke lernen und sich austauschen.

Um die Ergebnisse genauer anschauen zu können, habe ich einen der Studienherausgeber, Markus Appel, gebeten, mir die Studie zukommen zu lassen. Diese kann nun hier als PDF eingesehen werden.

Marker Gnambs Appel in press EPR

1 KOMMENTAR

  1. Lieber Bob,
    vielen Dank, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, den Forscher anzuschreiben. Blöderweise hat Markus Appel quasi nix rausgefunden. Es gibt keine aussagekräftigen Zusammenhänge, der Parameter Noten ist – mit Verlaub – total subjektiv (also ungeeignet), und die Liste der Aussage-Limitierungen, die die Autoren aufzählen, ist bald länger als die Ergebnisdebatte. Ich frage mich, warum die Publikation angenommen wurde.

    Das alles kann ich natürlich nur sagen, weil Du uns dankenswerterweise die Studie geholt hast. Für mich stellt sich die Grundfrage: sollte man Medienkommunikationsforscher über Medien forschen lassen? Ich meine, Nein. Ihr Erkenntnisinteresse ist fast immer schon vorher klar und sehr durchsichtig. (Soziale Medien sind voll cool, ey.) Wenn Sie dann aber nix herausfinden, interpretieren sie sich ihre Daten freifliegend zurecht, dass man den Glauben an die Wissenschaft verliert.

    Was ich spannend fände, wäre es, qualitative und Beobachtungsstudien zu versuchen, inwieweit die Nutzung sozialer Medien die kollaborative und kritische (ich meine: tiefergehende) Arbeit an (Haus-) Aufgaben erhöht. Ich habe da ein – zugegeben kleines – Sample an Probanden zuhause, das keine hoffnungsvollen Erwartungen zulässt. 😉 „Ich bitte meine Kumpels, mir die Lösungen zu schicken“

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