Grenzen überwinden – 99 Tipps: Social Media

Rezension

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Auch dem letzten müsste mittlerweile klar sein: Wir leben in einem digitalen Zeitalter. Vor allem die Jugendlichen sind jeden Tag ihres Lebens und zu jeder Tag und auch manchmal Nachtzeit mit Kommunikation und Informationsaustausch beschäftigt. Immer mehr Schulen stellen sich darauf ein, indem sie versuchen, Kompetenzen sowie Bewusstmachung hinsichtlich der „Neuen Medien“ zu fördern. Aber wo anfangen? Ist es nicht zu spät, sich nun mit einem solchen Thema zu befassen?

Grundlagen für Neulinge

Genau bei diesen Fragen setzt das Cornelsen-Buch „99 Tipps: Social Media“ von Gregory Grund und Barbara Kettl-Römer an.

Das kleine, an die 150 Seiten umfassende Werk, ist in verschiedene Kapitel unterteilt, die auch unabhängig voneinander gelesen werden können. Gerade für Neulinge, denen Begrifflichkeiten und Zusammenhänge auf sehr anschauliche Weise präsentiert werden, kann es aber von Vorteil sein, das Büchlein in einem zu lesen. Man wird mit Sicherheit zunächst nicht alles, was dort vorgeschlagen ist, umsetzen können. Aber ein jeder Interessierter wird doch ein Gefühl dafür bekommen, inwieweit die Medien im Bereich Schule nicht nur als Selbstzweck, sondern als Hilfe und weiterführende Methodik genutzt werden können.

Struktur

Dabei ist jedoch zu sagen, dass der Bereich, in dem es um die tatsächliche Nutzung medialer Möglichkeiten innerhalb des Unterrichts geht, im Vergleich zum Rest des Büchleins eher klein ist. So bieten die kurzen Abschnitte über Youtube-Nutzung, „Flipped Classroom“ oder Etherpads allenfalls einen kurzen Einblick in ein weites Feld. Dies ist jedoch insofern nicht schlecht, als dass die Leser so langsam an das Thema herangeführt werden, ohne direkt erschlagen zu werden.

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Die Themen sind übersichtlich präsentiert

Der weitaus größere Teil des Ratgebers wird dafür verwendet, die Lehrpersonen (und Eltern) für den bewussten Umgang mit dem Internet zu sensibilisieren. Das reicht von der Präsentation der eigenen Person in öffentlichen sozialen Netzwerken bis hin zu konkreten Schritten und Maßnahmen bei Gefahren und Problemen im Netz. Dabei geht es vor allem darum, sorgfältig und interessiert die Schülerinnen und Schüler auf ihren Wegen im Netz zu begleiten.

Die einzelnen Kapitel sowie die Tipps bauen nicht zwangsläufig aufeinander auf, sodass man zum einen nachschlagen kann, was gerade aktuell ist. Zum anderen sind linkähnliche Pfeile am Rand des Textes, die auf weiterführende Tipps verweisen.

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Verbindungen mit anderen Tipps aus dem Buch

Aktualität

Besonders hervorzuheben ist, dass die Beispiele, die sich hier finden lassen sehr aktuell sind und zumeist keine kommerziellen Seiten beinhalten, sondern Blogs von Lehrern, die selbst über Medien im Unterricht schreiben. Zu jedem Thema gibt es eine Linksammlung, bei der auch erfahrene Medien-Lehrer noch das eine oder andere Thema für sich entdecken können.

Sehr schön ist auch, dass es zu jedem Thema eigene Rubriken gibt, bei denen in kurzen Sätzen aus spezielle Fälle aufmerksam gemacht wird. Bei einem „Achtung!“ oder „Um die Ecke gedacht“ lässt sich so schnell eine konkrete Situation nachvollziehen.

Fazit

Für diejenigen, die sich schon seit geraumer Zeit in den sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook, Google + und den üblichen Verdächtigen tummeln und die durch #edchats und Blogs ihr eigenes Wissen über den Umgang mit dem Web 2.0 stetig erweitern, wird das Buch „99 Tipps: Social Media“ nicht viel Neues bieten.

Für Eltern, Lehrer oder sogar Schüler, die sich darüber informieren wollen, welche Möglichkeiten für den produktiven Gebrauch im Unterricht und zuhause es bei den sozialen Netzwerken und mobilen Endgeräten gibt, ist dies aber ein sehr gutes Einstiegswerk und somit sehr zu empfehlen.

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