Digitaler Dogmatismus und analoge Demenz

Wie wir durch unnötige Grenzziehungen die Entwicklung der Bildung aufhalten

Digitaler Dogmatismus Kopie

Vortrag von Bob Blume bei den #edudays der Donau-Universität Krems

„Welch ein Trommelfeuer von bisher ungeahnten Ungeheuerlichkeiten prasselt seit einem Jahrzehnt auf unsere Nerven nieder! Trotz sicherlich erhöhter Reizbarkeit sind durch diese täglichen Sensationen unsere Nerven trainiert und abgehärtet wie die Muskulatur eines Boxers gegen die schärfsten Schläge.“

„(…) welche Mengen von Lärm, Erregungen, Anregungen heute jeder Durchschnittsmensch täglich sich durchzukämpfen hat (…)“

„tausendfache Geräusche und Aufmerksamkeitsablenkungen.“

„Wie ungeheuer hat sich der Bewusstseinskreis jedes Einzelnen erweitert durch die Erschließung der Erdoberfläche (…)“

„Was haben wir noch zu erwarten, zu erleben? Vermögen wir uns noch zu wundern?“ (Pinthus, zitiert nach Luft, 1965)

 

Was glauben Sie: Welche Zeitschrift oder Zeitung brachte diese dynamische Kritik der Gegenwart heraus? Wer schrieb sie? Und wann?

Da wir uns ja bei einer Tagung befinden, die den Chancen und Möglichkeiten der digitalen Zeit nachspürt, mögen viele schon erkannt haben, dass ich Sie hinters Licht führen möchte.

Das angesprochene Zitat ist aus dem Jahre 1925, geäußert von Kurt Pinthus, einem Vorreiter des Expressionismus.

Das Zitat verdeutlicht, dass die Kritik, Aufnahme und Reaktion auf die umgebende Welt, die zumeist als singulär wahrgenommen wird, doch Wiederholungen unterliegt. Dies im Hinterkopf zu behalten ist essentiell um zu einer gemeinsamen Grundlage zu kommen, wenn es um die Nutzung und Bewertung von digitalen Medien in der Schule geht.

Als die Schülerin eines Kölner Gymnasiums Ende des letzten Jahres einen Tweet in den Äther setzte, hätte wohl keiner mit der massiven medialen Resonanz gerechnet, die die 137 Zeichen lange Kurzmitteilung auslöste.

Zunächst folgte eine Welle der kollektiven Goutierung durch vor allem Gleichaltrige, die damit, dass sie den Tweet favorisierten und retweeteten – wie weiterleiten in der Sprache des Mikro-Blogging Portals heißt – eine Kettenreaktion auslösten, die erst aufhörte, als der Tweet die Marke der 20.000 überschritten hatte.

Die bis dahin unbekannte Schülerin, die eine beachtliche, aber im Vergleich zu dem, was kommen sollte, bescheidene Anzahl von etwa 3000 Followern hatte, wurde quasi über Nacht zu einer der wohl am schnellsten zu Bekanntheit gekommenen Schülerinnen Deutschlands. Nicht nur folgten ihr nach wenigen Tagen etwa 20.000 Menschen, die nun begannen, in ihren alten Nachrichten herumzuwühlen, sondern es folgten Einladungen in bekannten deutsche TV-Shows und ein Gespräch mit der nordrheinwestfälischen Bildungsministerin.

Keine Zeitung, die nicht einen Kommentar zu den paar zweifellos kunstvoll aneinander gereihten Wörtern tätigte. Die Kommentare variierten zwischen dem, was sich inhaltlich herauslesen ließ und einer allgemeinen Kritik am deutschen Bildungssystem, das es eben nicht verstünde, die Kinder auf das wirklich Wichtige vorzubereiten. Es folgen Reaktionen und Gegenreaktionen der Kulturapologeten und der Fürsprecher für eine weitere Ökonomisierung des Schulwesens, ja, der Bildung insgesamt.

In den sozialen Netzwerken tobte mittlerweile der Mob, der es als erwiesen ansah, dass eine Schülerin, die ein S zwischen „Gedicht“ und „Analyse“ schreibe, schon zeige, dass sie nicht wisse, wovon sie rede. Dass sie generell überheblich und arrogant sei. Keine Ahnung habe. Das Übliche.

Das, was in der Sprache der Sozialen Netzwerke die „Hater“ sind, also die Kritiker eines öffentlichen Menschen, die auch vor unflätigen Beschimpfungen keinen Halt machen, führte dazu, dass Naina ihren Twitteraccount auf Eis legte.

Nachdem sie es ein weiteres Mal versuchte, wurde ihr der Druck, der aus allen Richtungen auf sie einprasselte zu stark und sie schaltete ihren Account und alle weiteren Online-Präsenzen ab. Dies muss zweifellos eine Überwindung gewesen sein, sind Follower doch das Zeichen für eine gelungene Netz-Identität, die mit schlauen, humorvollen oder intelligenten Mitteilungen ihre Verfolger zum Schmunzeln oder sogar zum Nachdenken bringt und sich mit ihnen vernetzt.

Dass Nainas Tweet noch immer und trotz des Abschaltens als Referenzpunkt für die Kritik am deutschen Bildungswesen in nahezu jeder öffentlichen Zeitung genutzt wird, um entweder auf eine notwendige Veränderung hinzuweisen oder diese ex negativo abzulehnen, zeigt, dass der von Deutschlands wohl größtem Kritiker digitaler Medien, Manfred Spitzer, mit Genuss zitierte Wortlaut Noam Chomskys eben nur teilweise richtig ist. Demnach könne man in einem Tweet nicht viel sagen. „Das führt mit Notwendigkeit zu mehr Oberflächlichkeit.“[1]

Natürlich lassen sich 140 Zeichen nicht mit hunderten Buchseiten aufwiegen.

Aber eine Nachricht, die sich viral verbreitet, sei sie noch so kurz, kann eben einen Diskurs einleiten oder neu befeuern, der in seinem weiteren Verlauf auch jene profitieren lässt, die seinen Ursprung kritisieren.

Der Urheber muss sich rechtfertigen, urteilen, abwägen.

Das vermeintliche Gegenteil der analogen Realität schwappt in das reale Leben herüber. So zumindest könnte eine Auslegung lauten.

Denn ein Verständnis, dass in der digitalen Sphäre eine Antithese der „guten alten“ Realität sieht, verkennt ihre Wirklichkeit. Und dies führt zwangsläufig zu der Schlussfolgerung, dass das eine vor dem anderen geschützt werden müsse.

Die so aufgestellte Norm schadet sich aber selbst, weil sie einen Diskurs gar nicht erst zulässt. Diese Art von normativem Denken gibt es aber längst auf der anderen Seite. Der digitale Dogmatismus der vorpreschenden Medienpädagogen, die kein Verständnis für jede Art der Medienkritik aufbringen, verfestigt Grenzen, die es eigentlich nicht geben müsste, wenn sich beide Seiten ein wenig mehr zuhören und aufeinander eingehen würden.

Die einen, indem sie verstünden, dass das Einlassen auf neuartige Kommunikationsformen immer ein so starker Bruch mit eigenen Wertevorstellungen ist, dass es eine große Überwindung, Zeit und Aufwand benötigt, um sich dem zu stellen. Indem sie ihre Vorstellungen von einer scheinbar radikal veränderten Lernkultur nicht absolut setzen.

Und die anderen, indem sie sich auf einen Austausch über die Potentiale des Digitalen einließen, um zu erkennen, dass es nicht um ein Entweder-oder, sondern um eine Ausdehnung, eine Öffnung der Bildung geht, wie sie noch nie zuvor möglich gewesen ist. Indem sie sich eben darauf verständigten, die digitalen Medien als das zu nutzen, was sie für das Individuum – den User – schon außerhalb der Bildungsinstitutionen sind:

Eine Erweiterung der eigenen Identität, des eigenen Sozialnetzes und somit auch des Lernraums.

In diesem Vortrag möchte ich beleuchten, wie der digitale Dogmatismus sich selbst die Tür versperrt und wie auf der anderen Seite das falsche Verständnis einer „totalen Zwangsdigitalisierung“ ein fataler Irrtum ist, der zu vergessen scheint, dass Medienkritik als historischer Präzedenzfall einem sich wiederholenden Muster folgt. Ist eine Annäherung an die heutige Lebensrealität der Menschen innerhalb der Bildungsinstitutionen erstrebenswert, muss es das Ziel sein, den Graben zwischen digitalem Dogmatismus und analoger Demenz zu schließen.

Nur so können die digitalen Medien gewinnbringend und mit einem Mehrnutzen integriert und ihr Potential ausgenutzt werden. Und nur so kann eine Sensibilisierung und Bewusstmachung für die Gefahren und Grauzonen digitaler Werkzeuge gelingen.

Schon bei der Definition der Nutzerschicht digitaler Medien kommen sich Diskutierende zunehmend in die Quere.

Während die einen von den sogenannten „digital Natives“ sprechen und die anderen sich auf die Verballhornung „digital Naives“ geeinigt haben, versuchen andere den Generationenbegriff der Generation Y auf die täglichen Nutzer anzuwenden. Jeder dieser definitorischen Versuche birgt jedoch die Problematik der Abgrenzung. Denn wie man auf Barcamps und Lernlabs, in denen digitale Formen des Lernens erprobt und besprochen werden, sehen kann, ist eine Grenzziehung, die auf Alter oder Generation beruht schwierig.

Noch problematischer wird es da, wo die verschiedenen Interessengruppen versuchen, ihren eigenen Bereich als die Wurzel von Medienkompetenz zu stilisieren. So ist der stete Versuch der Informatiker, ihr Fach als einzelnes Fach neben den Hauptfächern zu implementieren (ein Versuch, der gerade deshalb ins Leere läuft, weil die aktuell politische Ausrichtung hin zu einer integrativen Struktur zwischen Medienpädagogik, Medienethik und Informatik ist), auch der Versuch, die Begriffe „digital Native“ für sich zu besetzen.

Demnach wäre nur der ein digitaler Einwohner, der nicht nur versteht, wie das Internet und seine „Bewohner“ funktionieren, sondern welche programmatischen Ströme unterhalb der Benutzerebene laufen.

Es zeigt sich also, dass schon der Kampf um die Deutungshoheit über die sprachliche Festlegung von Nutzergruppen Grabenkämpfe auslöst.

Dabei ist die Realität der Nutzer mindestens genau so schwierig beschreibbar wie deren Beurteilung der Teilnehmer und Teilgeber.

Gerade durch einen steten Austausch zwischen den Lehrkräften aus anderen Bundesländern, aber auch dem europäischen Ausland (zudem auch weltweit), kann man erkennen, wie weit sowohl die Lehrkräfte als auch die SchülerInnen voneinander entfernt sind, und zwar nicht nur, was einen schon erkannten digital devide betrifft, der sich vornehmlich auf monetäre Ursachen zurückzuführen lässt (also: Mehr Geld ist mehr Teilhabe durch digitale Endgeräte), sondern auch, was den produktiven Gebrauch betrifft.

Und dies ist ein Betätigungsfeld der Schule, zumindest dann, wenn man Bildung nicht nur als Wissenserwerbstätigkeit versteht, sondern als Bildung einer Identität, die Wertehaltungen und Mitbestimmung ausbildet und einfordert.

Während der wohl bekannteste Lehrer für digitale Medien in Deutschland, André J. Spang (auf Twitter unter @tastenspieler zu finden), der zusammen mit Torsten Larbig den deutschen Twitterchat (#edchatde) nach amerikanischem Vorbild ins Leben rief, ganze iPad-Klassen betreut, die mithilfe von Aufzeichnefunktionen biblische Geschichten in Youtube-Filme überführt oder eigene Musikstücke gegen Mobbing aufnimmt, sieht es in Restdeutschland düsterer aus.

Im Nordschwarzwald gibt es Schulen, die einen eigens ausgerichteten Handyraum haben, in den die Geräte gesperrt werden, solange Unterricht ist. In anderen Schulen ist der Gebrauch in einer Grauzone. Man kann es dabei haben, aber es muss ausgeschaltet sein. Oder der Lehrer kann entscheiden, ob es genutzt wird, was meistens kein Problem ist, da die digitale Infrastruktur sowieso nicht ausreichen würde, vernünftig zu arbeiten.

Ich habe das große Glück durch meine Schulleitung unterstützt zu werden und so die Chancen, Risiken und Nebenwirkungen digitalen Arbeitens zumindest am Rande ausloten zu können und mit dem eigenen Lernnetzwerk (#PLN also Personal Learning Environment) über Twitter teilen und besprechen zu können. Die Frage, inwiefern digitales Arbeiten aber möglich ist oder sogar gefördert wird, ist zunächst zweitrangig; denn konzeptionelle Überlegungen, die zwangsläufig eine Rolle spielen müssen, um keinen puren Aktionismus zu betreiben, können erst angestrebt werden, wenn die Beteiligten sich zuhören. Und das ist leider nicht immer der Fall.

Schauen wir zunächst auf den status quo. Den meisten sind die Ergebnisse der Jim-Studie bekannt, wonach der Fernseher zwar die mobilen Geräte mehrheitlich noch nicht komplett überholt hat, diese aber immer näher dahin kommen, die Medien der 80er und 90er Generationen zu überholen. Quantitative Statistiken sagen jedoch sehr wenig über einen wirklichen Gebrauch der Jugendlichen. Dieser lässt sich meist nur über vertrauensvolle Gespräche nachvollziehen.

Gespräche, die es nicht nur zwischen digitalen Enthusiasten und Kritikern, sondern vor allem zwischen allen an der Erziehung Beteiligten und den Kindern und Jugendlichen braucht.

Was tun die Kinder und Jugendliche mit ihren mobilen Computern?

Dazu zunächst drei Mal ein Obwohl.

Obwohl es zutrifft, dass sehr viele Jugendliche eine oberflächliche Bedienkompetenz haben (also zum Beispiel nur noch WhatsApp auf ihrem Handy haben aber nicht verstehen, dass dies daran liegt, weil sie mit Fotos und Videos sämtlichen Speicherplatz verbraucht haben).

Es also an Bedienkompetenz mangelt.

Und obwohl es oftmals zutrifft, dass Überprüfung von Inhalten, vor allem gegenüber einfachem Content versprechenden Internetseiten für schulische Zwecke, nicht sehr ausgeprägt ist.

Es also an allgemeiner und digitaler Literacy fehlt.

Und obwohl von vielen Kindern und Jugendlichen unterschätzt wird, inwiefern ihre Idole und Stars, die durch Antworten auf einzelne in ihren millionenfach geklickten Youtube-Videos das Gefühl von Nähe suggerieren, während sie geschickt Produkte und Ansichten platzieren.

Es also an Beurteilungskompetenz mangelt. 

Trotz dieser drei Einsprüche ist es doch erstaunlich, mit welchem Feuereifer Jugendliche in der Lage sind, die digitalen Möglichkeiten zu nutzen. Das, was zwischen dem gewinnbringenden Nutzen und der passiven Ignoranz liegt, ist meist einfache Motivation zum Erreichen bestimmter Ziele.

Dazu ein Beispiel:

Wenn das neue FIFA-Spiel für die Playstation, die X-Box oder diverse andere Geräte herauskommt, wird die Reaktion von Vielspielern wie folgt aussehen:

Die Spieler werden das Spiel erproben und sich so lange messen, wie sie denken, dass sie weiterkommen. Dies werden sie allein oder zu mehreren, im Internet und als Kampagne tun. Ist der Moment erreicht, wo man allein nicht mehr weiterkommt, ist es spätestens so weit, dass man seine Community zu Rate zieht. Man wird also zunächst über WhatsApp nachfragen, ob es einen Trick gibt, den man übersehen hat. Dann wird man (natürlich auch parallel) über Youtube Tutorial-Videos anschauen, bewerten und kommentieren und versuchen, die Tricks, die es dort gibt, auf das eigene Spiel zu übertragen. Als nächstes wird man vielleicht selbst etwas erkennen, was man zuvor noch nicht gesehen hat. Dann wird man es der Community erklären. Im besten Falle erstellt man sogar selbst ein Video und erfreut sich über die Reaktionen, den anderen geholfen zu haben. Mit anderen Worten:

Man hat gelernt.

Digitale Dogmatiker und „analog Demente“ reagieren auf diese Art der Realität (und ich muss hervorherben: Dies ist natürlich holzschnittartig dargestellt, aber es ist eine nicht von der Hand zu weisende Realität) auf sehr unterschiedliche Art und Weise, die nicht unbedingt hilft, die Jugendlichen zu unterstützen.

Und das ist es, was Aufgabe einer Lehrperson sein sollte: Die Jugendlichen dort abholen, wo sie sind und sie nach bestem Wissen und Gewissen so unterstützen, dass sie verantwortlich in der Welt handeln können.

Interessanter Weise sagt genau dies auch der von Medienpädagogen viel gescholtene und mit größtmöglicher Ablehnung bedachte Manfred Spitzer in seinem Bestseller, indem er hervorhebt:

„(…) das selbstbestimmte Handeln aufgeklärter kritikfähiger Menschen zu fördern und sich für diejenigen einzusetzen, die das noch nicht können (…)“ (Spitzer, 2014)

Freilich meint er damit nicht den Umgang mit den für ihn ausschließlich schädlichen digitalen Medien. Indem er die Auslegung seiner Forschungsergebnisse stark verkürzend absolut setzt, appelliert er am Ende seines Buches dafür, die digitalen Medien komplett aus dem Leben zu verbannen:

„Meiden Sie die digitalen Medien. Sie machen (…) tatsächlich dick, dumm, aggressiv, einsam, krank und unglücklich.“ (Ebd.)

Obwohl ich für mich tatsächlich feststellen kann, zu wenig Sport zu machen, kann ich diese Beurteilung als starke Pauschalisierung auffassen, die mit dafür verantwortlich ist, warum wir uns im Augenblick so schwer damit tun, vernünftig miteinander über die digitale Medien zu unterhalten. Das Hauptproblem der größten Kritiker digitaler Entwicklung ist nämlich, dass sie in einer Form der Conformation Bias (also der Verstärkung der eigenen Meinung, wie man es auch aus den Filterblasen im WWW kennt) ihre Annahmen und Schlussfolgerungen absolut sehen und ausgehend von diesen Prämissen Argumentieren.

Das beste Beispiel für eine solche Form der Argumentation bietet Josef Kraus, der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, der sich kürzlich in einem Interview mit dem „Deutschlandradio Kultur“ sehr kritisch zum Thema „Digitalisierung des Unterrichts“ geäußert hat.

„Natürlich müsse die Schule mit der Zeit gehen, aber eine „Computerisierung des Klassenzimmers“ wäre eine negative Entwicklung – eine „totale Zwangsdigitalisierung“ des Unterrichts bringe „eine Reihe an möglichen Kollateralschäden“: Die Ausdauer, das Durchhaltevermögen, das Konzentrationsvermögen der Schüler würden leiden.“

„Beim Thema Sicherheit im Internet / Mediennutzungs-Kompetenz: Es sei schon sinnvoll, dass die Schule Schüler über Gefahren im Internet aufkläre, aber nicht im Rahmen von regulären Unterrichtsstunden, sondern ein Projekttag oder eine Projektwoche dazu sei völlig ausreichend.“ (Wissen in Bewegung, 2014)

Der Blog „Wissen in Bewegung“ lässt mehrere ausgewiesene Experten auf dem Gebiet des digitalen Lernens, unter anderem Prof. Gunter Dueck oder Dr. Martin Lindner zu Wort kommen, die hervorheben, dass eine „totale Zwangsdigitalisierung“ in der Tat schlimm wäre, es aber auch nicht darum gehe.

Es geht um die Nutzbarmachung dessen, was schon da ist. Dieser Hafen wird jedoch geschickt (oder ungeschickt) umschifft, wenn man von der Annahme ausgeht, dass nun das eine das andere ersetzen würde. Gerade diese Form der Entweder-oder-Argumentation schließt die Türen zu so wichtigen gemeinsamen Gesprächen.

In meiner zugegebener Maßen zynisch-ironischen Brandmarkung derjenigen als „analog Demente“ ist jedoch ein wichtiger Kern enthalten: Diejenigen, die sich als Kulturkritiker auftun und bloß vor den Gefahren der „Neuen“ Medien warnen oder ihnen jeglichen Nutzen absprechen, sind historisch in guter Gesellschaft.

Dazu ein weiteres, von Philippe Wampfler angebrachtes Zitat der Kulturkritik:

„(…) wo der Mensch so wenig in sich, sondern stets außer sich zu existieren gewohnt ist, wo er so wenig durch sich selbst ist und alles durch andere, durch den Gebrauch äußerlicher Werkzeuge zu werden suchen muss, wo er folglich nur selten sich selbst genug sein kann, wo er einen großen Teil seiner moralischen, ja man kann dreist behaupten, auch seiner physischen Freiheit, Preis giebt und dennoch hinter seinem, oft ganz chimärischen Ziele, weit zurückbleibt.“ (Zitiert nach Wampfler, 2013)

Hierbei handelt es sich nicht einmal um das letzte Jahrhundert, sondern um eine Kritik am Lesen, die schon in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts geäußert wurde. Das Wörterbuch der damaligen Zeit warnt vor den Auswirkungen der „Lesesucht“.

Kathrin Passig spricht in diesem Zusammengang von „Standardsituationen der Kulturkritik“, denen sich jede Form von Neuerung stellen müsse. Sie fasst dabei sieben Argumente zusammen, die sich stetig wiederholen und sich wie folgt zusammenfassen lassen.

  1. Wofür braucht man das überhaupt?
  2. Wer will denn sowas?
  3. Die Einzigen die etwas damit anfangen können, sind privilegierte Minderheiten.
  4. Es bleibt garantiert nicht lange.
  5. Es wird nichts verändern.
  6. Es ist nicht zuverlässig.
  7. Schwächere können nicht damit umgehen.

(Vgl. Passig, 2009)

Sie schließt: „Den meisten dieser Vorwürfe ist gemein, dass ihre Anhänger die jeweiligen Probleme für naturgegeben und unvermeidlich halten und von einer weiteren Verschlechterung der Lage ausgehen, obwohl dafür historisch gesehen eher wenig spricht.“ Und in der Tat: Vom Telefon über die Straßenbeleuchtung bis hin zum Internet oder dem PC gibt es keine technische Neuerung, die nicht in dieser Weise kritisiert wurde. Die „analog Dementen“ vergessen trotz ihres (angeblich) profunden Wissens diese historischen Präzedenzfälle um ihre totale Kritik am mobilen Internet und dessen Zugang als

„Lernverhinderungsmaschinen“ (Spitzer, 2014)

münden zu lassen.

Aber auch auf der (vermeidlich) anderen Seite gibt es diejenigen, deren Auseinandersetzung mit digitalen Geräten zu einer Verhinderung des Austausches führt. Dr. Olaf-Axel Burow fasst dies auch in Anlehnung an eine revolutionäre Entwicklung zusammen: „Wie schon bei der Erfindung des Buchdrucks spaltet sich die Gemeinde in pessimistische Warner und euphorische Visionäre.“ (Burow, 2014)

Während die pessimistischen Warner in der Tat den Fehler machen, ihre Kritik auf der Absolutsetzung ihrer Vermutung zu fundieren, sind viele der euphorischen Visionäre auch in etwas gefangen, dass ich in einem Blogartikel, der Herrn Dr. Brandhofer auf mich aufmerksam machte, „digitalen Dogmatismus“ (Blume, 2014) nenne.

In diesem Zusammenhang verwies ich vor allem auf eine Gesprächskultur unter Lehrenden (die ich eigentlich sehr zu schätzen weiß), die teilweise diese Art von Dogmatismus offenbart.

Sie ist nicht verletzend oder beleidigend. Was jedoch auffällt ist die Schärfe der Diskussion, sobald jemand, der ja, indem er z.B. auf Google in einer Bildungs-Community ist, per se schon offen für Neuerungen ist, auf eine Seite oder eine App hinweist, die den selbst ernannten digitalen Bildungs-Eliten nicht passt.

Da ist dann eine App, in der eine Lehrperson fragt und die Schüler antworten schon ein extremer „Rückfall in längst überwundene Muster.“ Da ist eine Gruppe, auf der Schüler Lehrer etwas fragen können, ein „Rückschritt in die alte Zeit von Hierarchien“. Da ist der Hinweis auf eine Seite mit Lernvideos für Schüler ein schlimmes Sakrileg, da es doch die Schüler selbst sein sollen, die die Videos erschaffen (für wen, weiß ich dann aber nicht, weil sich das digitale Dogma dort selbst in den Schwanz beißt.)

Da wird mit dem Kopf geschüttelt, weil das Handy nicht immer und zu jeder Zeit angelassen werden kann. Weil nicht jeder Schüler ein iPad zur Verfügung hat, weil nicht alle Lehrer regelmäßig zu diesem und nur diesem Thema eine Fortbildung machen, weil – Gott bewahre – ein Arbeitsblatt ausgeteilt wurde oder die Schüler – Buddha hört mit dem Lächeln auf – etwas von der Tafel abgeschrieben haben, anstatt es abzufotografieren.

Herr Brandhofer kritisiert diese Art der Einseitigkeit, indem er festhält:

„Von derartigen Dogmen halte ich nichts (…). E-Werkzeuge sind nicht per se einer Lerntheorie zuzuordnen, ebenso wenig wie Werkzeuge nur einer Anwendungsmöglichkeit zuzuordnen sind. Vielmehr kommt es darauf an, wie ich das Setting gestalte, bei dem ich auf digitale Medien zurückgreife.“ (Brandhofer, 2015) Es ist das Plädoyer für einen „digitalen Pragmatismus“, bei dem man sich in der Tat vor Augen halten muss, dass eine Einbindung nur dann funktioniert, wenn der Gebrauch von digitalen Medien konzeptionalisiert wird und zwar nicht nur innerhalb der Politik, sondern gerade durch diejenigen, die in ihrer täglichen Arbeit eine Veränderung herbei führen können: Die Lehrenden.

Obwohl ich die Absolutsetzung der Sichtweisen über das digitale Arbeiten wie besprochen sehr schwierig finde, brauchen wir natürlich Ausgangssituationen, von denen aus wir (also die an der analogen und digitalen Welt Beteiligen, also alle) wir uns bewegen können.

Aus diesem Grund möchte ich nochmals den Schweizer Social Media Experten Philippe Wampfler zitieren, dem es gerade durch die Ablehnung von normativen Perspektiven gelingt, in seinen Büchern das zu tun, was für eine Neuausrichtung der Bildung wichtig ist: Grenzüberwindung.

„Man kann davon ausgehen, dass digitale Medien einer gesunden Entwicklung nicht entgegenstehen, wenn sie wichtige menschliche Aktivitäten nicht ablösen, sondern ergänzen.“ (Wampfler, 2014)

Man lasse sich diese Aussage auf den Synapsen zergehen. Es geht eben nicht darum, dass die Gefahren der digitalen Medien deshalb entstehen, weil die bösen Menschen hinter fremden Bildschirmen sind oder eben keine Menschen mehr da sind, mit denen man kommuniziert. Auch geht es nicht darum, dass alles, was nicht digital ist veraltet und redundant ist.

Der Schnittpunkt zwischen den beiden Sphären, quasi die Brücke zwischen den Polen, ist die zu Beginn formulierte Aussage:

Digitale Medien sind eine Erweiterung der eigenen Identität, des eigenen Sozialnetzes und somit auch des Lernraums.

Wenn man von einer solchen Schnittstelle ausgeht, fällt es durchaus leichter, die Kritiken am Untergang des Abendlandes auf der einen wie auf der anderen Seite zu entschärfen.

Keine Angst, kann man den digitalen Skeptikern zurufen, es geht nicht um die komplette Abschaffung der Schrift. Es geht auch nicht um ein Entweder-oder, bei dem es nun heißt: „Wer also Computer literacy mit literacy gleichsetzt, der erhebt das Beherrschen einiger Tricks und vor allem den Umgang mit vielen Problemen der Firma Microsoft in seiner Bedeutung auf eine Stufe mit dem Lesen von Goethe und dem Schreiben von Aufsätzen. Dies ist ein ungeheuerlicher Vorgang.“ (Spitzer, 2014) In der Tat.

Keine Angst, kann man den digitalen Enthusiasten zurufen, wir werden in Zukunft nicht mehr alles von Hand machen, sobald wir einen Mehrnutzen sehen. Wir werden die 5. Klässler, da wo wir können, nicht mehr mit 7 Büchern in die Schule schicken, sodass sie beim Hereinlaufen nach hinten kippen und kafkaesk und käfergleich auf dem Boden liegen bleiben müssen (selbst erlebt).

Ob man dies aber – und auch das ist, wie soll es anders sein, sowohl im Lehrerzimmer als auch in digitalen Communities ein Definitionsproblem – Paradigmenwechsel oder digitale Revolution nennt, ist nicht relevant. Relevant ist vielmehr die Herangehensweise an die digitalen Möglichkeiten. Möglichkeiten, die sie auch am heutigen Tage von verschiedenen Seiten kennenlernen werden und die sich von MOOCs, über „Flipped Classroom“, von BYOD über Wikis, Blogs und Social Media bewegen.

Auch hier bleibt es dabei, dass es kein Entweder-oder ist. Weil ich „Flipped Classroom“ – also die Auslagerung sich wiederholender Erklärungen, in meinem Fall zu Beispiel über die Merkmale der Kurzgeschichte, über die ich ein Youtube-Video erstellt habe – weil ich „Flipped Classroom“ also unterstütze, werde ich in Zukunft nicht darauf verzichten, der gesamten Klasse etwas frontal zu erklären. Eben, weil es ein schöner Tag ist und ich eine tolle neue Idee für die Erklärung habe.

Und ich werde nicht verlangen, dass nun jeder den Faust auf seinem Handy lesen muss, alleine aus Gründen der Praktikabilität.

Was ich aber tue, ist, das Handy als das zu sehen, das es ist:

Eben ein Kulturzugangsgerät, im Guten wie im Schlechten, denn wie die Lehrerin und Bloggerin Lisa Rosa, die diesen Begriff prägte, sagt

„Der Zugang zu einer Kultur ist die grundlegende Voraussetzung für die Teilhabe an ihr.“ (Passig, 2009)

Ob und wie die Kinder und Jugendlichen aber an der Kultur und dem, was sie umgibt teilnehmen, kann ich aber nur verstehen oder beeinflussen, indem ich die Möglichkeiten der heutigen Zeit in mein Handeln einfließen lasse.

Dabei ist mein Handeln gelenkt von einer einzigen Leitlinie:

Gewinnbringende Nutzung kann aber nur dann geschehen, wenn ich mich von der Annahme befreie, dasselbe, was analog passiert, digital zu tun. Starre digitale Schulbücher sind nicht besser als starre analoge Schulbücher, oder anders formuliert:

„Sinnvoll ist, mit Medien konkrete Aufgaben zu lösen und über das ideale Vorgehen nachzudenken.“ (Wampfler, 2013)

An dieses Zitat von Wampfler anschließend noch eine weitere wichtige Bemerkung:

„Echtes Interessen sowie Aufgeschlossenheit gegenüber ihren Tätigkeiten und Fähigkeiten hilft ihnen dabei, sich über ihr Mediennutzungsverhalten Gedanken zu machen – wohl mehr, als das Ängste, Regeln und eine Abwehrhaltung tun.“

Diese Art von Aufgeschlossenheit sollte der Lehrer als Lerner, wie es in zahlreichen sozialen Netzwerken und auch Veröffentlichungen über digitales Arbeiten auch eingeübt werden, indem man den Sprung ins kalte Wasser wagt, und über trial and error sich selbst in die Sphären des Digitalen begibt und versucht, die Dynamiken zu verstehen.

Dabei ist irrelevant, ob man dies sofort tut, und selbst wenn man das eine oder der andere nicht verstehen sollte, bleibt immer noch eine Diskussion mit denjenigen, die in manchen Bereichen eben doch mehr sind als bloße oberflächliche Anwender: Den Kindern und Jugendlichen selbst.

Natürlich bedeutet ein einmaliges Arbeiten mit dem Mobiltelefon, das Erstellen eines Blogs oder die Einbindung von Twitter – alles Dinge, die ich in meinem Unterrricht versucht und mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe – noch nicht, dass man am Ende der Fahnenstange angelangt ist.

Am Ende meines Blogbeitrags über eine neue Literalität (oder Englisch literacy) gehe ich darauf ein, inwiefern sich die Bildung durch den ständigen Zugang weiter verändern kann und wird:

Heutzutage geht es nicht schwierig, Informationen zu finden (Was?). Die Frage ist, was man damit tut (Wie?).

Solche Fragen nach dem Urteilsvermögen und der Fähigkeit der Strukturierung und Organisation kann aber nur stellen, wer versucht, seine normativen Vorstellungen zu überwinden und zu hinterfragen.

Aus diesem Grund schätze ich die Worte von Maria Friedrichowitz sehr, die mit dem Essay „Sei souverän und gibt etwas zurück!“ den Essaywettbewerb des Stifterbandes der deutschen Wissenschaft in Zusammenarbeit mit dem Blog „Was bildet ihr uns ein?“ gewonnen hat. Sie fordert nicht weniger als ein neues Bildungsideal:

„Mein Vorschlag für ein Bildungsideal lautet wie folgt:

Jeder hat das Recht und die Möglichkeit, seine Umgebung so zu wählen und zu gestalten, dass sie für seine Bildung optimal ist. Eine Umgebung ist für die Bildung des Einzelnen optimal, wenn sie den Erwerb von Wissen und Fähigkeiten einerseits und das Finden und Einüben von Werten andererseits im Sinne des Einzelnen fördert.

Jeder nutzt diese Möglichkeit. “

Daraus entstehen für sie zwei Imperative:

„Der passive Imperativ:

Sei souverän. Spätestens jetzt musst du. “

„Der aktive Imperativ:

Gib etwas zurück. Du kannst – und das ist neu.“

(Friedrichowitz, 2014)

Wir sollten alles daran setzen, die Schülerinnen und Schüler auf diesem Weg zu begleiten. Begleiten, indem wir bei uns anfangen und miteinander reden, statt übereinander.

Digitaler Dogmatismus Kopie

 

Literatur (Auswahl)

Blume, Bob: „Die alten Schule: Wie wir die Kinder verlieren.“ www.bobblume.de. 31. Juli 2014.

Blume, Bob: „Das Beste beider Welten: Digitaler Sturm und Drang.“ Was bildet ihr uns ein? Bildungsblog der jungen Generation. Essaywettbewerb. 24. März 2015.

Blume, Bob: „Die Leiden des jungen Nutzers.“ www.bobblume.de 10. Juni 2014.

Brandhofer, Gerhard: „Digitale Dogmen – die Lerntheorie.“ (Trilogie, Teil 1). www.brandhofer.cc 6. Januar 2015.

Brandhofer, Gerhard: „Digitale Dogmen – die Devices.“ (Trilogie, Teil 2). www.brandhofer.cc 12. Januar 2015.

Brandhofer, Gerhard: „Digitale Dogmen – die Programmausstattung.“ (Trilogie, Teil 3). www.brandhofer.cc. 20. Januar 2015.

Burow, Olaf-Axel: Digitale Dividende. Ein pädagogisches Update für mehr Lernfreude und Kreativität in der Schule. Weinheim und Basel 2014.

Demmer, Christina: Mein Lehrer, der Bildschirm. www.sueddeutsche.de 27. Februar 2015.

Friedrichowitz, Maria: „Sei souverän und gib etwas zurück!“ (Veröffentlichung im September 2015)

Gregory Grund und Barbara Kettl-Römer: 99 Tipps. Social Media. Berlin 2013.

Muuß-Merholz, Jöran: „Schule in der Digitalen Gesellschaft: Warum wir neu lernen müssen… Und wie uns das dreifach herausfordert.“ www.joeran.de 14. Februar 2015.

Passig, Kathrin: Standardsituationen der Technologiekritik. In: Merkur, Heft 727, Dezember 2009.

Pinthus, Kurt: „Die Überfülle des Erlebens. 10 Jahre ununterbrochene Sensationen. (1925)“. In: Friedrich Luft (Hrsg.): Faksimile – Querschnitt durch die Berliner Illustrierte. München, Bern, Wien 1965.

Rosa, Lisa: „Kulturzugangsgerät, kleine Abhandlung.“ 21. Oktober 2014.

Rossmann, Robert: „Bildung am Bildschirm“. www.sueddeutsche.de 24. März 2015.

Spitzer, Manfred: Digitale Demenz. Wie wir unsere Kinder um den verstand bringen. München 2014.

Wampfler, Philippe: Generation ‚Social Media‘. Wie digitale Kommunikation Leben, Beziehungen und Lernen Jugendlicher verändert. Göttingen 2014.

Wampfler, Philippe: Facebook, Blogs und Wikis in der Schule. Ein Social-Media-Leitfaden. Göttingen 2013.

Wissen in Bewegung (Blog): www.pinkuniversity.de 26. Februar, 2014.

[1] Zitiert nach Spitzer, Manfred: Digitale Demenz. München 2014.

Dieser Beitrag wurde unter B-Logbuch veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Digitaler Dogmatismus und analoge Demenz

  1. Pingback: Mein Twitter | Bob Blume

  2. Pingback: Lehrergruppen auf Facebook: Kampf gegen Windmühlen | Bob Blume

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.