In letzter Zeit ist so viel zu tun gewesen, dass leider ein sehr schönes Ereignis fast nur am Rande eine Rolle spielte: Die Veröffentlichung des Bandes „61 Unterrichtsideen Bildung in der digitalen Welt„. Dazu ein paar persönliche Worte und einige Einblicke. 

Die Idee zu einer gemeinsamen Arbeit an einem Band, der sich an den Anforderungen der Post-Corona-Phase orientiert, hatte Michael Graf in einem Gespräch mit mir über Twitter. Wie könnten wir es schaffen, dass konkrete Unterrichtsideen so systematisch transparent gemacht werden, dass man sowohl konkret damit arbeiten könnte als auch einen Nutzen für ein Mediencurriculum hätte?

Eine Antwort, die sich uns ergab, war zweigeteilt: Zum einen sahen wir die Kompetenzen, wie sie in dem mittlerweile 5 Jahre alten Strategiepapier der Kultusministerkonferenz gelistet sind, als sehr schöne Konkretisierung. Das Papier, deren Einzelkompetenzen auch über dieses Padlet abgerufen werden können, hat zwar schon einige Kritik erfahren; So sind Medien dort eher zu einem Werkzeug verengt und die Haltung, ein aufgeklärter Bürger in einer digitalen Welt spielt allenfalls eine untergeordnete Rolle.

Auf der anderen Seite ist die Aufteilung in sechs Bereiche aber einleuchtend und klar. Darüberhinaus bieten die hier aufgelisteten Kompetenzen Impulse für Konkretisierungen, die aber schwierig zu erdenken sind, wenn man noch am Anfang des digitalen Unterrichts steht. Auch können so viele Fächer genutzt werden.

Dies wiederum ließ mich, ließ uns, Kolleginnen und Kollegen suchen, die ihre Expertise einbringen und mitarbeiten konnten. Und dies geschah. Alles wurde über Slack besprochen, aufgeteilt, rückgemeldet. In Zusammenarbeit mit der Redaktion des Auer-Verlags, die einen scharfen Blick für Nachvollziehbarkeit und Struktur hat, konnten wir den Band erstellen, ohne uns nur ein einziges Mal zu sehen. Es ist schön, dass wir alle nun den Band in der Hand halten können. Und wir wünschen uns alle, dass er Kollegien dabei helfen wird, von der Phase des ersten ausprobieren von digitalen Medien und digital erweiterter Arbeit zu mehr Systematik zu kommen.

Dazu ein Zitat aus der Einleitung, die ich als Herausgeber genauso schreiben durfte wie die kleineren Einführungen zu den übergeordneten Kapiteln:

Dieses Buch ist als eine sehr konkrete Hilfe für Sie und Ihr Kollegium konzipiert, die mit dem Digitalpakt auf alle Schulen zukommenden Herausforderungen zu meistern. Sie können es auf drei unterschiedliche Arten nutzen, die sich jedoch ergänzen: 

  1. Sie können die praxisnahen Beiträge als einen Impuls für die eigene Arbeit sehen, als Anregung, wie Sie konkret digital arbeiten können. 
  2. Sie können die Beiträge als Grundlage für die Schulentwicklungsplanung nutzen, indem die hier vorgestellten Beispiele als Anregung dafür zu sehen sind, worauf die Entwicklung digitaler Unterrichtssequenzen hinauslaufen kann. 
  3. Sie können die Beiträge als Möglichkeit sehen, ein Medienkonzept bzw. Mediencurriculum zu erstellen, das den Kolleginnen und Kollegen praxisnahe Möglichkeiten an die Hand gibt, die Forderung nach digitalem Lernen und Lehren umzusetzen.

So bietet dieser Band ein Kompendium an Impulsen, Anregungen und Tipps, wie Sie ganz konkret beginnen können.

Wir alle hoffen sehr, dass unser Band dabei helfen wird.

Und wir wir schon bei dem Wir sind: Ich bedanke mich auch an dieser Stelle sehr herzlich bei allen Beteiligten, die diesen Band so unterschiedliche Perspektiven gegeben haben. Namentlich bei: Mona Aykul, Michael Graf, Julia Hastädt, Jan-Martin Klinge, Florian Nigl, Andreas Oswald, Pascal Schiebenes, Monika Stiller, Johanna Uhl und Kristina Wahl.

Es war mir eine Freude, mit euch zusammenzuarbeiten!

 

 

7 KOMMENTARE

  1. Da bin ich ja mal gespannt. Hab’s gerade bestellt. Auf jeden Fall herzlichen Glückwunsch zur Herausgabe des Buches. 🙂

  2. Hier mal eine kleine Kritik nicht an dir/euch, sondern am Herausgeber: Ich empfinde es als etwas kurios, dass ich ein Buch zur digitalen Bildung nur analog kaufen kann. Ich persönlich organisiere meine Unterrichtsmaterialien fast ausschließlich digital, weil ich so viel genauer strukturieren, durchsuchen, editieren und auffinden kann. Nun bietet der Auer-Verlag noch nichtmal eine PDF an, die ich kaufen kann. Ich persönlich finde es lästig, bei der Unterrichtsvorbereitung zum Schrank zu gehen und das richtige Buch rauszusuchen, womöglich noch irgendwelche Links oder Codes abzutippen etc. Eine PDF würde ich aufsplitten und meinen verschiedenen Ordnern zuordnen.
    Ich vermute, dass dies nicht getan wird, weil man ein zu leichtes Teilen/ Kopieren befürchtet…

    Zum Inhalt: Die Leseprobe macht auf jeden Fall Lust auf mehr, danke für diese tolle Zusammenstellung!

  3. Danke für den Hinweis, die hatte ich wohl übersehen! Seltsam nur, dass bei der analogen Kopie nicht direkt ein Hinweis auf die PDF erfolgt. Eine gute Woche 🙂

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