Eine meiner Schülerinnen hat einen sehr gelungenen Text zum Thema gendergerechte Sprache geschrieben. Zunächst als Klausur, dann in der Schülerzeitung. Wir sprachen darüber, ob sie den Text auf ihrem Blog veröffentlichen oder ob ich ihn veröffentlichen würde. Auch vor dem Hintergrund einer nicht immer sachlichen Debatte. Nina entschied sich, den Text einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, was ich mit dieser Veröffentlichung tue. Danke an dieser Stelle für den Text, den Mut und die Bereitschaft, an der Debatte teilzuhaben. 

„Norbert (59) sorgt sich um die deutsche Sprache“

        oder

„Man kann es ja auch übertreiben mit diesem Feminismus“

Von Nina Zimmermann

Er passiert überall.

Auf der Straße, im eigenen Zuhause und sogar im Bundestag – nirgendwo ist man als Frau wirklich sicher vor ihm – ganz richtig, ich spreche vom Sexismus.

Der alte Bekannte, der sich irgendwie andauernd einschleicht, oft gerade da, wo man ihn eigentlich am wenigsten vermuten würde.

Quasi seit Anbeginn der Zeit klebt er an der Schuhsohle der Frau – ein bisschen, wie ein Kaugummi, der irgendwann dort kleben geblieben ist.

Von Zeit zu Zeit stört er einen so sehr, dass man mit aller Gewalt versucht, ihn loszubekommen.

Doch es gelingt einem einfach nicht und irgendwann wird aus den gehaltvollen Versuchen eine traurige Resignation – man lässt ihn also kleben und versucht, sich irgendwie damit zu arrangieren.

Frauen werden – ob man es nun glauben mag oder nicht – auch heute, im Jahre 2021 noch in fast allen Bereichen benachteiligt.

Wir zahlen Steuern für Hygieneprodukte, sammeln sexistische Kommentare (für die wir dann auch noch verantwortlich gemacht werden) und müssen zu jeder Zeit darauf achten, dass unser Rock nicht zu kurz, unser Ausschnitt nicht zu tief ist, denn sonst „fragen wir ja fast schon danach“.

Und auch in der Sprache, einem Bereich, der unser ganzes Leben als Teil dieser Gesellschaft maßgeblich mitbestimmt, werden Frauen heute noch benachteiligt oder auch mal schlichtweg übersehen.

Stellt man sich also die Frage, ob es eine geschlechtergerechte Sprache geben kann, ist die Antwort ganz klar; es kann nicht nur, nein, es muss eine geschlechtergerechte Sprache geben.

Um das gleich zu Beginn klarzustellen und außerdem die Frage aus einer Karikatur von Amelie Glienke zu beantworten; nein, Emanzipation schöpft sich nicht in Formalismen.

Zumindest nicht nur.

Emanzipation kann tausende Gesichter haben; für die eine Frau bedeutet Emanzipation, keine Kinder zu bekommen, sondern lieber einen Vorstandsposten, die andere fühlt sich als Hausfrau und Mutter emanzipiert.

Emanzipation bedeutet so viel und besteht sicher nicht nur aus Formalismen – diese sind jedoch trotzdem ein wichtiger Teil von ihr.

Ohne Sprache und Formalismen würde unsere ganze Gesellschaft nicht funktionieren.

Und ohne gendergerechte Sprache wird es niemals wirkliche Geschlechtergerechtigkeit geben.

Sie ist das Stützrad der Gleichberechtigung- wenn sie fehlt, wird unsere Gesellschaft niemals lernen, das Fahrrad der Gleichberechtigung zu fahren.

Oder wie soll bitte gerechte Bezahlung funktionieren, wenn es manchen Männern schon zu viel Aufwand ist, ein „-in“ an das Ende eines Wortes zu hängen?

Vor allem sind es scheinbar genau diese Männer, die es völlig in Ordnung finden, das weibliche Geschlecht in Sachen „Sprache“ einfach mal völlig auszuklammern, dann aber völlig durchdrehen, wenn auf einmal sie es sind, die nur noch „mitgemeint“ sind, wie die Zeitungsnachricht „Der Rat will keine Rätin sein“ der Frankfurter Rundschau eindrücklich beweist.

„Mitgemeint“ sein, geduldig sein, bloß nie zu viel fordern – das sind aus der Sicht dieser Männer Handlungen und Eigenschaften, die dann doch besser zu Frauen passen – denn das „war ja schon immer so“ und funktioniert für diese Männer auch eigentlich recht gut.

Liebe Männer, es tut mir leid, euch enttäuschen zu müssen: „Tradition“ ist kein Argument und nur, weil etwas „schon immer so war“, wird es dadurch weder gut noch moralisch richtig.

Wir waschen unsere Wäsche ja heute auch in der Waschmaschine und nicht im Bach, nur weil das vor hundert Jahren eben „so war“.

Fakt ist außerdem, dass Frauen beim „generischen Gebrauch“ (Duden: Personenbezeichnungen) eben gar nicht mitgemeint sind, sondern schlichtweg vergessen werden.

Zugegebenermaßen war es vor 80 Jahren, als Frauen weder studieren noch arbeiten durften, noch normal, „Studenten“ zu sagen und so nur die männlichen Studierenden anzusprechen, weil es schlicht und ergreifend keine Weiblichen gab.

Aber – so leid mir das auch für die vielen fragilen männlichen Egos tut, die Frauen wohl immernoch lieber hinter dem Herd als im Hörsaal sehen würden: die Zeiten haben sich verändert.

Wie eine weise Ex – Supreme – Court Richterin einst sehr treffend sagte: „Frauen gehören überall dort hin, wo Entscheidungen getroffen werden!“.

Und ganz genau deshalb gehört auch geschlechtergerechte Sprache, die Frauen miteinbezieht, statt sie klein und unsichtbar zu machen, genau dort hin.

Und doch passiert es immer wieder, dass sich zahlreiche Männer über geschlechtergerechte Sprache echauffieren; man könne „es ja auch übertreiben“ und generell „seien hier in Deutschland ja eh schon alle ziemlich gleichberechtigt“.

Warum also etwas ändern?

Liebe Männer, ich sage euch warum: weil Frauen durch eine nicht – geschlechtergerechte Sprache unsichtbar gemacht werden.

Und sie werden nicht nur, wie Gisela Klann Delius‘ Text „Personenwahrnehmung und Generisches Maskulinum“ erwähnt, „sprachlich unsichtbar“ gemacht, sondern es wird auch auf zahlreichen anderen Ebenen gerne mal über sie hinweggesehen.

Ich weiß, für euch ist das vermutlich weder etwas Neues, noch besonders besorgniserregend, doch glaubt mir: für mich schon.

Denn ich möchte in einer Gesellschaft leben, in der wirklich alle gleichberechtigt sind, das gleiche Geld für die gleiche Leistung, die gleiche Strafe für einen Regelverstoß und die gleichen Möglichkeiten zur Entfaltung bekommen.

Ich weiß auch, dass geschlechtergerechte Sprache nicht das einzige ist, was wir als Gesellschaft benötigen, um das zu erreichen.

Aber eines ist sie ganz sicher: ein guter, wichtiger und richtiger Anfang.

Und wo wir gerade von fragilen männlichen Egos reden; Versuche der gendergerechten Sprache, in diesem Falle die sogenannte „Doppelform“ als Diskriminierung der Männer zu betiteln, so wie Martina Werner das in ihrem Text „Grammatisches Geschlecht und Diskriminierung“ tut, ist ungefähr oder sinnvoll, wie wenn Weiße sich im Zuge der „Black – Lives – Matter“ – Bewegung über „umgekehrten Rassismus“ beschweren.

Hier also nochmal zum Mitschreiben – auch für unseren wundervollen Feminismus – Experten Friedrich Merz, der zunehmend besorgt darüber ist, dass mehr Rechte für Frauen doch bitte nicht zu einer „Diskriminierung der Männer“ führen dürften; Frauen die Rechte zu geben, die Männer schon ewig lange einfach so besitzen, nimmt euch eure Rechte nicht weg.

Und wer die Macht, die ihm das Patriarchat gibt, nicht will und nicht ausnutzt, der braucht vor Feminismus nun wirklich keine Angst zu haben.

Wer den Job, den er hat, nämlich aufgrund seiner Leistung und nicht aufgrund seines Geschlechts hat, braucht keine Angst davor haben, ihn zu verlieren.

Merke also; einem zuvor Benachteiligten mehr Rechte zu geben, macht ihn reicher, dich aber nicht ärmer.

Der Fehler, den viele jedoch begehen, besteht darin, eine schon bestehende Gleichberechtigung zu sehen, wo gar keine ist.

Welche Folgen das hat, zeigt der Text „Von der Linguistik zur Feministischen Linguistik: Ein persönlicher Bericht“ von Luise F. Pusch; laut vielen Männern sind Frauen eigentlich schon gleichberechtigt.

Geht es aber darum, auf einen Pass beispielsweise „Inhaberin“ zu schreiben und davon auszugehen, dass sich Männer einfach „mitgemeint“ und angesprochen fühlen, würde jedoch nicht nur zur Kränkung zahlreicher männlicher Egos, sondern auch zu einer Welle der Beschwerden führen.

Feminismus? Schön und gut.

Aber sich von einer weiblichen Form angesprochen fühlen? Auf gar keinen Fall!

Und genau das zeigt, wie tief die alten Rollenbilder auch in unserer momentanen Gesellschaft verwurzelt sind; und für Männer scheint es nichts schlimmeres zu geben, als mit den Eigenschaften, die dieses Rollenbilder für Frauen vorsieht, in irgendeiner Form in Verbindungen gebracht zu werden.

Wie dieses Rollenbild sich für uns Frauen anfühlt? Egal.

Schließlich ist das seit Jahrhunderten „unsere Rolle“; lieb lächeln, nie zu viel aber auch nicht zu wenig Haut zeigen, nett und ruhig und verständnisvoll sein und bloß nie provozieren.

Einfach immer schön der männlichen Vorstellung davon entsprechen, wie Frauen zu sein haben und schon klappt alles.

Und nur jemand, der nicht einmal im Ansatz verstanden hat, wie wichtig Feminismus und Gleichberechtigung sind, kann das in Ruth Ayaß‘ Text „Sprachliche Richtlinien und Lösungsvorschläge“ angebrachte Gegenargument „konsequente Beid – Benennung“ sorge für „Satzungetüme, in denen eine sprachliche Doppelung auf Kosten von Verständlichkeit erfolg(e)“ als sinnvoll erachten.

Wer allen Ernstes dieser Meinung ist, der sollte sich vielleicht besser einmal ganz in Ruhe hinsetzen und sich überlegen, was einer Gesellschaft mehr schadet; ein paar Kommata mehr oder ständige Ungerechtigkeit, unter der die Hälfte der Gesellschaft jeden einzelnen Tag zu leiden hat.

Ich für meinen Teil überlege jedenfalls gerne ein wenig länger, um einen „gerechten“ Satz zu lesen, als mich dauerhaft mit verständlich formulierter Ungerechtigkeit beschäftigen zu müssen.

Wer das allerdings anders sieht und geschlechtergerechte Sprache für „umständlich“ (Sprachlog: Frauen natürlich ausgenommen (Auszüge)) hält, dem kann ich eigentlich nur raten, sich ganz in Ruhe zu überlegen, was denn sonst noch so alles „umständlich“ und „überflüssig“ (Sprachlog: Frauen natürlich ausgenommen (Auszüge)) ist.

Falls diesen Menschen auf Anhieb nichts einfällt, das sie ähnlich anstrengend und blöd finden könnten wie geschlechtergerechte Sprache, hätte ich hier eine Idee: Sexismus.

Sexismus ist umständlich.

Und überflüssig.

Und alles, was er mit sich bringt, auch.

Tamponsteuer – umständlich und überflüssig.

Abtreibungsverbote – umständlich und überflüssig.

Victim Blaming – umständlich und überflüssig.

Und auch sexistische Äußerungen von Politikern und Politikerinnen – ich spreche hier bewusst auch über die weibliche Form, denn wie die AfD – Abgeordnete Beatrix von Stroch und allen immer wieder eindrücklich beweist, können auch Frauen unfassbar sexistisches Verhalten an dem Tag legen und sich ihrem eigenen Geschlecht gegenüber unglaublich abwertend benehmen – sind absolut umständlich und überflüssig.

Bevor man sich also darüber aufregt, wie unglaublich anstrengend Feminismus und geschlechtergerechte Sprache doch sind, tut man gut daran, sich einmal kurz zu überlegen, was mögliche Alternativen hierzu sind – nämlich Sexismus und anhaltende Ungerechtigkeit – und sich Gedanken darüber zu machen, ob man sich nicht lieber über das Problem aufregen und eine Lösung dafür suchen sollte, anstatt sich über mögliche Lösungen zu echauffieren und damit einem Prozess Stolpersteine in den Weg zu legen, den wir alle unfassbar dringend brauchen.

Es lässt sich also sagen, dass es geschlechtergerechte Sprache nicht nur geben kann, sondern sogar geben muss und dass jeder, der sich gegen Gleichberechtigung – auf der sprachlichen und auch auf allen anderen Ebenen – wehrt, ein wichtiges Prinzip nicht verstanden hat oder es schlichtweg außer Acht lässt; Gleichberechtigung bedeutet nicht, Männern ihre Rechte wegzunehmen, sondern nur, Frauen endlich dieselben zu geben.

Bis wir von wirklicher Gleichberechtigung sprechen können, liegt meiner Meinung nach noch ein weiter Weg vor uns, der vielleicht nicht immer angenehm oder einfach sein wird.

Eins wird er aber ganz sicher: sich lohnen.

Mir ist auch vollsten bewusst, dass geschlechtergerechte Sprache nicht einfach über Nacht alles verändern wird, aber sie ist in jedem Fall ein großer und wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Zuletzt bleibt zu sagen, dass es nicht darum geht, immer alles perfekt zu machen und jeden, der anfangs noch das „-in“ oder „-innen“ am Ende eines Wortes vergisst, sofort des Amtes zu entheben.

Nein, es geht vielmehr darum, sich Mühe zu geben.

Sich Mühe zu geben, Respekt zu zeigen.

Sich Mühe zu geben, das alte „Rollendenken“ endlich zu hinterfragen und aufzugeben.

Sich Mühe zu geben, Gleichberechtigung möglich zu machen.

 

15 KOMMENTARE

  1. Wahnsinn! So gut geschrieben, großes Kompliment an die Verfasserin! Da wären Margarete Stokowski oder Teresa Bücker bestimmt auch sehr angetan 🙂

  2. Sehr gut geschrieben und ein wichtiges Thema. Da Sprache für mich ein lebendiges „Organ“ ist, das die gesellschaftlichen Veränderungen abbildet und immer wieder neu gebildet wird, bin ich zuversichtlich, dass sich eine neue geschlechtergerechte Sprache bilden wird.

  3. Liebe Nina,

    du hast einen tollen Text verfasst, den hoffentlich viele Menschen lesen. Du hast die Thematik in deinem Alter schon besser verinnerlicht als viele ältere Menschen unseres Landes. Mit euch wächst eine tolle Generation heran, die politischer, offener und sensibler ist als die vergangenen. Weiter so. Das macht Mut und lässt auf eine gute Zukunft hoffen. Behalte dir deine Energie bei und werde nicht müde, die alltäglichen Kämpfe auszutragen.
    Viele Grüße und bleibt gesund!

  4. Ist es eigentlich Absicht, dass Sie Ihrem Leser nicht zutrauen, einen zusammenhängenden Text ohne 45 Absätze zu verstehen?

    • Ist es eigentlich Absicht, dass Sie einem Autor keine sachliche Rückmeldung geben und stattdessen eine solche Frage in den Äther posaunen?

        • Ich habe die Frage wieder vergessen. Versuchen Sie es doch nochmal, indem Sie konstruktiv und wertschätzend nachfragen. Vielleicht komme ich dann wieder drauf.

          • Ohne offen nachfragen? Wie bitte?

            Aber gut, ich stell die Frage nach Ihrem Gusto:
            Wieso schreiben Sie einen inhaltlich fundierten Text in dieser Art der Formatierung? Ein Satz pro Zeile? Kein kohärenter Text, abgehackte Zeilensprünge?

          • Hallo. Danke für die Frage. Das war ohne Intention. Ich habe den Text in dem Format, wie die Autorin ihn schickte, in den Artikel kopiert. Ich hoffe, das beantwortet die Frage. Herzliche Grüße

  5. Wow! Toller Text mit verständlich geschriebenem, sehr wichtigem Inhalt!
    Herzlichen Glückwunsch an die Schülerin für diese Leistung!!

  6. Liebe Nina, Bob,

    ich stimme nicht zu.

    Rhetorische Frage: „gibt es nichts schlimmeres?“ …

    Klare Antwort: Nein, gibt es tatsächlich nicht – für einen recht großen Teil der Bevölkerung!

    Es nun einfach so, (um nicht Fakt zu sagen) … dass die Deutsche Sprache,
    neben dem Wohnsitz in Deutschland und dem Bundesdeutschen Ausweis oder Reisepass,
    das EINZIGE (!) ist, was AfD-Wähler, die Grünen und alle anderen Wähler …
    … miteinander verbindet. Zumindest fällt mir sonst wenig ein, was sie konkret gemeinsam haben. Zwar gibt es noch die Dialekte, aber allgemein sehe ich das so als gegeben.
    (!)

    Wenn nun aber die eine Seite dieser Gesamtbevölkerung … aus ihrer politischen Sicht heraus der anderen Seite ihre Sichtweise, ihre Sprache – ihre Regeln – aufdrücken will …

    … dann ist das tatsächlich ein sehr gravierender Eingriff.

    Die Folge:
    Zu den Aussagen von „Gender-Wahnsinn, Rot-Grün-versifft, … etc) … finden sich sehr viele, die sich hinter solchen Schlagworten versammeln können – und ihr unbewusstes Ablehnen „endlich in klaren Worten ausgedrückt“ sehen.

    Wenn die Pro-Gender-Vertreter diese klar erkennbare Gegenreaktion ignorieren,
    dann provozieren sie damit Gegenwehr, Ablehnung, Angriff und auch
    „das Ignorieren, das Zurückziehen und das Ausweichen der Gegenseite“
    … und damit auch eine Trennung der Gesellschaft.

    Politik ist immer ein Kompromiss.

    Wenn das Ziel ist, Frauen zu fördern … wäre es an der Zeit, zu überlegen, was genau das Ziel ist, und was das Mittel, das zu erreichen.

    Die Ablehnung des Genderns ist in vielen Bevölkerungsteilen unübersehbar.

    Konkret gefragt:
    was genau ist das Ziel?
    Was ist „den Frauen“ denn lieber: Keine Steuern für Hygieneprodukte – oder ein angehängtes „in“ … an allen Worten (was ja übrigens sprachlich immer noch eine klare Abhängigkeit von der männlichen Form darstellt … es ist ja nur ein Anhängsel … womit die Bühne für die nächste Form von Genderdiskussion eröffnet wäre … )

  7. Vielen Dank, das Sie sich die Mühe gemacht haben
    diesen scharfsinnigen
    und geistvollen Text zu formulieren.
    Das Patriarchat existiert erst seit ungefähr 5000 Jahren.
    Es geht gar nicht nur darum was wir Frauen wollen.
    Es geht auch darum was die Welt braucht.
    Ich finde wir sollten das umständliche sprachliche Gendern
    ganz lassen und ab sofort, für die nächsten 100 bis 5000 Jahre,
    nur noch die weibliche Form verwenden.
    Natürlich sind dann immer alle Männer mitgemeint.
    Herzliche Grüße
    von einer Feministin aus dem letzten
    Jahrhundert, die sehr froh ist Ihren Text
    gelesen zu haben.
    Kerstin Hasselbach

  8. Ihr wollt gleichberechtigt sein und geht gegen Männer? Wer Macht haben will durch die Gendersprache, der ist in meinen Augen ein schwacher Mensch ohne Selbstbewusstsein. Eine Frau die sich zutraut in der angeblichen Männerwelt mitzuarbeiten durch gelerntes Wissen und Können, die fühlt sich nicht gleichberechtigt? Bevor man um die Gendersprache kämpft, sollte man den *innen helfen, dass sie einen gerechten Gleichheits-Lohn bekommen auf der Stufe der Männerwelt. Ich mag keine Frauen die sich Männer anschmeicheln mit zu kurzem Minirock.
    Männer sind da von Natur anfällig, daran sollte ein Frau immer denken, wenn sie sich durch Männerblicke verletzt fühlt. Warum stört Euch eine neutrale Anrede bei Vorträgen, Versammlungen und Geschäftsbriefe?
    Jeder weiß doch das „Alle“ gemeint sind. Wozu dabei eine gefühlte persönliche Anrede fordern? Mich stört als Frau eher die Briefe von einem Stromanbieter, der bei der Anrede mich duzt. Wollt Ihr das „DU“ auch noch einführen und das respektvolle „Sie“ versenken? Die Gendersprache ist überflüssiges Getue, dass keine Frau auf den Thron bringt in der deutschen Gesellschaft. Gefühlt ist die Gendersprache eine Sprache die unsere deutsche Kultursprache total verhunzt. Trotz Gendersprache bleibt die Frau, der Mann egal was für Geschlecht er trägt und lebt ….unterschiedliche Charaktermenschen. Sich nicht gleichberechtigt fühlen, obwohl gesetzlich anerkannt, respektiert wird, der hat selbst ein Minderwertigkeitsgefühl. Da sind die Eltern gefragt bei der Erziehung ihrer Kinder, dass sie sich gleichberechtigt fühlen können. Leider spielt das private Leben eine große Rolle dabei. Der Markt schenkt keiner Frau die Gleichberechtigung. Bei der übertriebenen
    Frauenquote hoffe ich, dass mal die Männer nicht ins schleudern kommen müssen. Frauen machen keine bessere Politik, wie man sieht.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here