Es ist (leider) schon einige Zeit her, dass ich Anna Fröhlich kennenlernen durfte. Sie ist nicht nur Schulleiterin und mittlerweile gut vernetzt auf Twitter, sondern auch eine ausgewiesene Expertin für Rechtschreibung im Grundschulbereich. Aus diesem Grund freut es mich, dass sie einen Gastartikel für diesen Blog verfasst hat, in dem sie über diese Strategien schreibt. Ihr eigener Blog bietet noch weitere Informationen zu Rechtschreibstrategien.

Seid ihr genervt, dass man sich stundenlang selbst auf die Suche nach passenden Rechtschreibstrategien für unsere Kids in der Grundschule machen muss?
Wolltet ihr immer schon einmal wissen, welche die 100 häufigsten Fehlerwörter in der Grundschule sind? Was sind Rechtschreibgespräche und wie laufen sie ab?
Diese und noch viele weitere Fragen beantworte ich auf meiner Homepage.
Dort findet ihr ein Angebot über „Rechtschreibstrategien im Deutschunterricht der Grundschule“.
Mein Name ist Anna Fröhlich, ich bin studierte Grundschullehrerin und Konrektorin an einer Grundschule in NRW. Seit über einem Jahrzehnt bin ich als Autorin, Referentin und Multiplikatorin für verschiedene Schulbuchverlage in ganz Deutschland unterwegs, habe mich auf Rechtschreibstrategien spezialisiert und finde die vielen individuellen Wege, die ich mit einer Vielzahl an Kollegien gegangen bin,
sehr bereichernd und interessant.
Ich möchte Euch helfen einen detaillierten Einblick in verschiedene Rechtschreibkonzepte in Theorie und Praxis zu bekommen, sie zu verstehen und das für Euch und eure Kids Passende herauszupicken.
Schaut gerne immer wieder bei mir vorbei; lest den spannenden Beitrag von Erika Brinkmann und die Verlinkung zu Beate Leßmann. Es gibt einen Elternleitfaden, den ihr als Flyer direkt herunterladen und individuell auf eure Schulbedürfnisse anpassen könnt.
Die Strategien der FRESCH-Methode werden vorgestellt und im Laufe der Zeit mit Beispielen aus der Praxis verknüpft.


1. Sprechen-Hören-Schwingen
Das Kind wird durch diese Strategie aufgefordert sich Wörter deutlich vorzusprechen. Durch die Betonung der einzelnen Silben beim lauten Sprechen lernen die Kinder, dass jede Silbe einen Vokal hat.

2. Groß- und Kleinschreibung
Das Kind lernt durch diese Strategie die Nomenprobe durchzuführen und am Satzanfang immer groß zu schreiben.

3. Weiterschwingen

Das Kind lernt die Mehrzahl eines Wortes tu bilden, um dadurch den richtigen Endlaut zu notieren. Das Weiterschwingen funktioniert auch bei Adjektiven und einsilbigen Verben. Beispiele:
ein Zwerg– viele Zwerge
gesund– der gesunde Hund
er schreibt – schreiben

4.Wortbausteine

Das Kind lernt mit dieser Strategie das Wort in einzelne Wortbausteine zu zerlegen. Viele Wörter einer Wortfamilie haben den gleichen Wortstamm:
Schreibheft, aufschreiben, er schreibt

5. Ableiten

Das Kind such bei dieser Strategie ein verwandtes Wort.
Mäuse -Maus
er rät -raten

6. Merkwörter

Nicht für alle Wörter gibt es eine passende Strategie die dem Kind weiterhilft. Die Wörter, die man sich nicht durch eine Strategie herleiten kann, sind Merkwörter und müssen geübt werden.

Denn bereits mit der Strategie des Sprechen-Hören-Schwingens, des Weiterschwingens und des Ableitens lassen sich bereits 80% des relevanten Grundwortschatzes erschließen; der Rest fällt unter die Merkwörter.
Eine solide Basis, um unsere SchülerInnen nach vier bzw. sechs Grundschuljahren auf die weiterführenden Schulen zu entlassen.

Fröhliche Grüße
Anna Fröhlich

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