Auf der Suche nach Möglichkeiten für einen Austausch von Kolleginnen und Kollegen in Zeiten der Schulschließung, habe ich die Möglichkeit in Betracht gezogen, einen Bildungschat wie den damaligen #edchatde wiederzubeleben. Anstatt lange zu überlegen, rufe ich diesen nun ins Leben und erkläre, wie wir vorgehen können. Feedback, Kritik und Anregungen sind erwünscht. 

Idee

Viele Lehrerinnen und Lehrer werden in der nächsten Zeit ausprobieren, wie sie ihren Unterricht digital gestalten können. Für jene, die gute Erfahrungen machen, habe ich die Blogparade #unterrichtdigital2020 ins Leben gerufen.

Ein Chat zu einem bestimmten Zeitpunkt zu bestimmten Fragen scheint anachronistisch. Er hätte aber den Vorteil, dass sich alle darauf einstellen können, Fragen zu äußern und Erfahrungen auszutauschen.

Durchführung

Als Zeit schlage ich mittwochs um 20 Uhr vor. Auf diese Weise sind wir mitten in der Woche haben einen Rück- und einen Vorblick und die meisten Kinder sind im Bett. 

Der damalige Bildungschat #edchatde hat die Themen immer gewechselt. Die Mitglieder konnten Themen vorschlagen, wie wurden ausgewählt und vorbereitet. Das finde ich für die momentane Lage nicht zielführend.

Mein Vorschlag wäre, dass wir bestimmte Fragen und Impulse zur selben Uhrzeit besprechen. Diese sind immer dieselben. Ich schlage folgende Fragen vor und hoffe auf konstruktive Vorschläge aus der Community.

Die Fragen und Impulse sind mit Q1 gekennzeichnet. Beim Chat macht man es so, dass man sich mit einem A und der jeweiligen Zahl auf die Frage(n) bezieht.

20:00-20:05 Q1 Vorstellung 

20:05-20:15 Q2 Was beschäftigt mich gerade in Sachen digitaler Unterricht? 

20:15-20:30 Q3 Folgende Probleme und folgende Lösung sind momentan aktuell

20:30-20:45 Q4 Das steht an!

20:45-21:00 Q5 Diverses (und Zeit für virtuelle Konferenzen via Zoom) 

Zusammenfassung

Diese Möglichkeit eines weiteren Bildungschats in Zeiten der Schulschließung könnte dafür sorgen, dass sich Interessierte gegenseitig helfen können und so zusammen Lösungen finden. Ich freue mich, wenn die Idee weitergetragen wird und möglichst viele mitmachen.

Ich bin gespannt, ob es klappt!

16 KOMMENTARE

  1. Hallo Bob,

    Eine Beobachtung: Twitter als Plattform ist vom „Öffentlichkeitsempfinden“ für TN sehr problematisch. Das Twitterlehrerzimmer ist ja kein Lehrerzimmer, sondern eher eine Gesamtkonferenz an einer Schule, in der gemeinsame Werte für den Austausch nicht bzw. allenfalls „individualisiert“ vorhanden sind. Wer als Neuling da einmal von der Seite von z.B. den Gralshütern sachlich auf die Fresse kriegt, wird sich gut überlegen, wie er künftig kommuniziert. Außerdem ist das „Gespräch“ dort unübersichtlich und zudem kaum moderierbar, auf 280 Zeichen lässt sich kaum sinnvoll argumentieren – daher ja auch in zunehmenden Maße die „Selbstgespräche“ (aka „Thread“) usw..

    Warum nicht einmal etwas ganz Verrücktes tun und z.B. ein Forum verwenden? Hört sich altbacken an, war aber vor 35 Jahren im Wissenschaftsnetz der ARPA die Antwort auf die Problematik mit Messengern (die es unter Unix schon sehr lange gibt …). Foren haben eine Struktur, dokumentieren sich selbst, sind recherchier- und moderierbar usw..

    Technisch für mich kein Problem.

  2. Ich blocke ja alles, was edchat oder so heißt, weil das echt nervt und ich Twitter für anderes verwenden will. Es würde mich sehr freuen, wenn also Hashtagdisziplin eingehalten würde, ist schon eingetragen.

    Wenn’s irgendwie nachhaltig sein sollte, so dass man Sachen wiederverwenden kann oder am Ende sogar asynchron etwas davon haben wollte, dann fände ich ein Forum auch praktischer. Aber damit erreicht man nur die Leute, die sich in einem Forum anmelden können.

    • Ich gebe mir Mühe. Den letzten Satz verstehe ich nicht. Grundsätzlich: Ich werde natürlich schauen, ob sich das Ganze als gewinnbringend herausstellt oder nicht. Wir müssen das beobachten. Wenn nur einige profitieren, würde es sich aber lohnen, meine ich.

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