PERSÖNLICH: Debattenbuch übers Lesen und Schreiben

Bob Blume
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4. Dezember 2025
6 Kommentare
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Das erste Mal in meinem Leben habe ich in einem Jahr, in diesem, an zwei Büchern geschrieben. Auch wenn ich das nicht empfehlen kann, freue ich mich doch, dass zwei sehr unterschiedliche Bücher entstanden sind. Eines für Eltern, das im Februar erscheint, und dieses Buch mit dem Namen "Lesen. Schreiben. Ein Plädoyer für ein besseres Miteinander." An dieser Stelle wollte ich dies hier auf dem Blog ankündigen. Ich freue mich über alle, die das Buch jetzt schon vorbestellen. Und noch mehr, wenn wir darüber sprechen können. 

Über das Buch

Wie kann es gelingen, in einer Gesellschaft, die immer tiefer gespalten ist, wieder zu gegenseitigem Verständnis, Austausch und Gemeinschaft zu kommen? Bob Blumes Antwort in dieser Streitschrift ist klar und persönlich: Wir müssen uns auf die großen Kulturtechniken Lesen und Schreiben besinnen. Neben den aktuellsten Bildungsstudien stehen in diesem Text persönliche Erfahrungen, auch aus dem Schulalltag, die deutlich machen: Gegen die Verkürzungen aus der Online-Welt gilt es, Lesen und Schreiben neu zu entdecken, egal in welchem Alter. Aufgabe ist es, dafür Räume zu etablieren: Empathie durch Romanlektüre, Erkenntnis durch Tagebuchschreiben, gemeinsame Lese- und Diskussionsorte, auch digital. Diese Streitschrift macht deutlich, welche Änderungen notwendig sind für einen gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine reflektierte Gemeinschaft.

6 comments on “PERSÖNLICH: Debattenbuch übers Lesen und Schreiben”

  1. Wie wohltuend ist es doch, ein gutes Buch in die Hand zu nehmen und fern von Algorithmen und der rasanten Welt innezuhalten, sich einfühlen und träumen zu dürfen. Ich wuchs in einer von Dir erwähnten „Buchkultur“ auf. Die Zeitung, Romane, Sachbücher und der wöchentliche Gang in eine Bibliothek waren Normalität. Jahre später habe ich dies für meine eigenen vier Kinder übernommen. Lesen braucht Raum und in gewisser Weise auch ein Vorleben.

    Trotz meiner tiefsten Überzeugung der Wichtigkeit von Lesen und Schreiben stoße ich bisweilen als Lehrerin an meine Grenzen. Natürlich kann ich einige Kinder und Jugendliche dafür begeistern oder auch behutsam heranführen. So richtig zufrieden bin ich damit jedoch noch nicht. Dein Plädoyer bringt die Tiefen der Liebe zum Lesen und Schreiben in brillanter und überzeugender Weise auf den Punkt. Somit ergeben sich für mich neue Ansatzpunkte in meinem täglichen (schulischen) Wirken. Die Jugendlichen meiner Schule werden Dein Buch zu Beginn der 11.Klasse lesen. Wir sind überzeugt, dass ein Blick in Deine Gedanken auch bei jungen Menschen einen tiefgreifenden Reflexionsprozess in Gang setzen kann.

    Wäre es nicht eine logische Konsequenz, dass Du uns Leser nach diesem Plädoyer und Deinen gelungenen Kurzgeschichten mit auf eine längere Reise nimmst? Ein Roman wäre ein phantastisches Vorhaben...

    1. Hallo, das freut mich wirklich sehr, was du schreibst. Und es war mein größter Wunsch, wenn das Büchlein in der Schule gelesen wird. Das was du als logische Konsequenz sagst, ist schon Teil meines Schaffensprozesses, aber ich fürchte, das wird noch dauern, weil so viel gleichzeitig passiert. Aber ja, der Roman ist in der Mache.

      1. Deine sorgfältig durchdachte Argumentation in deinem Werk hat mich ebenfalls begeistert und zum Denken angeregt. Als Deutschlehrerin an einer Berufsmaturitätsschule in der Schweiz habe ich mir überlegt, das Büchlein von einer Klasse anschaffen zu lassen und mit ihr zu lesen.
        Doch da ich bisher vor allem literarische Texte und kurze journalistische Texte gelesen habe, fällt es mir etwas schwer, mir eine adäquate Behandlung im Unterricht vorzustellen.
        Am liebsten wäre mir eine Art "Handreichung für den Unterricht", erstellt vom Netzlehrer persönlich - aber gleichzeitig merke ich, dass ich mich damit aufs Denken anderer verlassen würde, anstatt selbst etwas zu erschaffen.
        Zudem hat es mich in den Fingern gejuckt, Dich nach dem Arbeitsauftrag für das Schreiben im Blog zu fragen... Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass meine Klasse motiviert genug ist, selbst etwas zu produzieren, wenn sie stattdessen einer KI den Auftrag füttern können und dann für den Rest der Stunde am Laptop zocken...
        Es bleibt spannend und ich bin froh um deine Stimme in der ganzen Bildungswelt da draussen.

        1. Ich kann mir gerne mal was überlegen, wenn ich dazu komme. Das mit der Motivation habe ich über die eigene Themenwahl gelöst. Wenn man sich wirklich für etwas interessiert, dann lässt man es nicht von der KI machen.

  2. *hust* Google hilft weiter - Du hast bereits ein PDF mit dem Vorgehen zum Blog veröffentlicht und es gibt weitere Impulse und Informationen auf Deiner Webseite. Das werde ich mir gerne einmal anschauen. Und wer weiss, vielleicht kommt die Klasse ja selbst auf die Idee, dass sie einen Blog schreiben will, wenn wir dein Buch gelesen haben. (Man darf ja noch träumen...)

    1. Ja, das wäre toll! Ich habe sogar mehrere Beiträge zu dem Blogthema veröffentlicht. Man muss dranbleiben, aber dann macht es allen Spaß.

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