Als ich in den letzten Tagen über die Frage twitterte, wie es nun weitergehen solle – auch und vor allem, was das Abitur angeht – schrieben einige Schüler*innen (anonym) unter meinen Tweet, dass sie ein Durchschnittsabitur fordern würden. Da ich mir nicht genau vorstellen konnte, was das bedeutete, aber es sehr unterstütze, wenn junge Menschen sich aktiv mit der sie betreffenden Situation auseinandersetzen, bot ich an, dass sie hier einen Artikel posten dürfen. Der Artikel wurde kollaborativ von 20(!) mitarbeitenden Abiturient*innen verfasst und ist als Redebeitrag derjenigen jungen Leute gedacht, die gerade von der schleppenden Entscheidungsfindung betroffen sind.

Ich kenne keinen der Verfasser*innen persönlich. Die hier wiedergegebene Meinung ist jene der Verfasser*innen. 

Ich freue mich über kontroverse, sachliche Diskussionen im Kommentarbereich. 

#GerechteAbschlüsse

Anlässlich der in der nächsten Woche stattfindenden Kultusministerkonferenz, möchten wir im Namen vieler Schüler und Schülerinnen in Deutschland eine konkrete Bitte aussprechen. 

Wir sprechen offiziell die Bitte aus, 

die Abiturprüfungen im Jahr 2020 ausfallen zu lassen und ein „Durchschnittsabitur“ zu vergeben.

Aufgrund der aktuellen Situation betrachten wir die Durchführung der allgemeinen Abschlussprüfungen (ESA, MSA, Fachhochschulreife, Abitur) als nicht angebracht, fahrlässig und verantwortungslos. 

Um die Gesundheit aller zu schützen und gerechte Verhältnisse zu schaffen, bietet ein 

Durchschnittsabitur die einzige Möglichkeit

in dieser Situation angemessen zu handeln. 

Vor allem in den letzten Tagen wird die Forderung der Schüler und Schülerinnen in Deutschland zunehmend lauter.
Es wird das Gefühl vermittelt, dass entgegen der Aussagen der Minister, nicht die Gesundheit der Schüler*Innen, der Lehrer*Innen und deren Angehörigen oberste Priorität hat, sondern das stattfinden der alljährlichen Abschlussprüfungen. 

Unter Gesichtspunkten der aktuellen Situation, einer noch nie da gewesenen Situation, ist einer Durchführung der Abschlussprüfungen nicht zuzustimmen. 

Wir, Schüler und Schülerinnen, haben für ein „Durchschnittsabitur“ folgende, schlüssige Argumente: 

1. Infektionsschutz? 

Wenn man die Situation realistisch betrachtet und auch Meinungen, wie die von Herrn Prof. Dr. Christian Drosten einbezieht, sollte einem schon jetzt bewusst sein, dass die Umstände im Mai, geschweige denn im April, immer noch keine Prüfungen zulassen werden. 

In einer Pressekonferenz vom 09.04. betonte unsere Kanzlerin Frau Dr. Merkel ausdrücklich, das Virus werde so lange eine Bedrohung sein, bis ein Impfstoff gefunden sei. 

Das Virus wird weiterhin ansteckend sein und die Maßnahmen, die erforderlich wären, um die Gesundheit der Schüler zu gewährleisten, wären schlichtweg unmöglich. 

Der Abstand, ausreichend Desinfektionsmittel, Aufteilung der Schüler, Ankunft der Schüler, diese vor dem Schulgebäude aufteilen, damit auch dort der Abstand eingehalten wird. 

Des Weiteren ist anzubringen, dass das Desinfektionsmittel und andere Schutzausrüstung an anderen Stellen sehr viel dringender benötigt wird. Dies ist zum Beispiel in Krankenhäusern und Arztpraxen der Fall, oder auch zum Schutz von Risikogruppen. 

Aber selbst wenn dies organisiert werden könnte, sind dies angemessene Umstände?

Es sollte bedacht werden, dass wir viel zu wenig über das neuartige Covid-19-Virus wissen. Dies kommunizierte auch Herr Lauterbach über seinen Twitter-Account:“Covid-19 ist noch lange nicht verstanden!“

Neuste Studien gehen davon aus, dass der Virus ebenfalls auf das Gehirn schlägt und zu langfristigen Folgen führen kann! Darüber hinaus wurde in Südkorea jüngst festgestellt, dass es keine Immunität gegenüber des Virus gibt. 

2. Unterrichtsausfall

Am 16.03. wurden deutschlandweit alle Schulen geschlossen.
Dies war auch die richtige Entscheidung und hat uns wahrscheinlich vor noch schlimmeren Szenarien in Deutschland bewahrt. 

Dennoch ist darauf Rücksicht zu nehmen, dass die Abiturient*innen dadurch 14-21 Tage (abhängig vom Bundesland) weniger Unterricht hatten und damit einige Themen nicht beendet werden konnten, aber auch die Abiturvorbereitung kaum bis gar nicht möglich war. 

Der sich daraus ergebende Nachteil für die Abiturient*innen des Jahres 2020 darf nicht totgeschwiegen werden. 

In einigen Schulen mussten sich Schüler*innen unter anderem die Binomialverteilung und die spezielle Relativitätstheorie selbst beibringen. Beide Themen sind prüfungsrelevant.

An dieser Stelle sollte nochmal ergänzend erwähnt werden, dass Prof. Hendrik Streeck in der WAZ davor warnte, die Schulen zu voreilig zu öffnen: „Wenn wir die Schulen zu früh wieder öffnen, schaffen wir womöglich einen Multiplikator für das Virus, der dann wieder gefährlich sein kann!“

Landesweit wird über eine etappenweise Rückkehr zum Schulbetrieb diskutiert und die nordrhein-westfälische LEK-Vorsitzende Anke Staar hält es für den falschen Weg, dass man die Abiturprüfung in diesem Jahr in den Vordergrund stellt. Angesprochen auf die Priorität der Schulgruppen sagte Starr, dass „vor allem muss es dann um die Jüngeren gehen. Wer jetzt nicht Schreiben, Lesen und Rechnen lernt, den verfolgt das sein ganzes Leben.“

Auch Sigrid Beer (Sprecherin für Bildung, Petition und Religionspolitik der Grünen NRW) sagte uns in einer Videokonferenz, dass man aus der ökonomischer Sicht darüber nachdenken sollte, ob man die jungen Schülerinnen und Schüler zuerst in den Schulalltag zurücksendet, den „Abiturprüfungen unter dem Infektionsschutz würden die Gesamtkapazität der meisten Schulen erfordern.“ Somit würden die kleineren Schüler*Innen weiterhin die Beschulung von ihren Eltern benötigen, welche somit in systemrelevanten oder wichtigen wirtschaftlichen Unternehmen fehlen. 

3. Soziale Ungerechtigkeit

Die durch den Unterrichtsausfall entstehende soziale Ungerechtigkeit ist ein weiteres Argument, welches für ein „Durchschnittsabitur“ im Jahr 2020 spricht. 

Von einem Lehrer aus Berlin (möchte anonym bleiben), der sich ebenfalls klar für ein Durchschnittsabitur ausspricht, wissen wir wie stark die daraus resultierenden Probleme wirklich sind. 

„Ein wesentliches Argument ist für mich die soziale Ungerechtigkeit. Ich unterrichte an einer Brennpunkt-Schule und weiß, dass meine Schüler in dieser Krise benachteiligt sind: Sie haben keinen eigenen Rechner, teilen sich mit Geschwistern ein Zimmer und können nicht in Ruhe arbeiten. Durch die Schließung der Büchereien fällt ein wichtiger Zufluchtsort, an dem sie ungestört arbeiten konnten, einfach weg.

Nicht alle Schüler*innen haben die gleichen Möglichkeiten, sich auf Prüfungen vorzubereiten oder die Aufgaben, die zugesendet wurden, zu erledigen. 

Bezüglich der Entscheidung der Berliner Senatorin Sandra Scheeres äußerte er: „Dass ausgerechnet eine SPD-Senatorin in einer rot-rot-grünen Regierung solche Probleme ignoriert, ist mir ein Rätsel.“

Dies betont nochmals, wie unverständlich und inakzeptabel die aktuellen Entscheidungen der Minister bezüglich dieser Debatte sind. 

Nicht nur Schüler fordern einen Ausfall der Prüfungen, sondern auch Lehrer, denn die Gründe hierfür sind eindeutig und nicht zu widerlegen!

4. Risikogruppen

COVID-19 ist nicht nur für ältere Menschen gefährlich, auch junge Menschen erleiden kritische Krankheitsverläufe und sterben. 

Insbesondere gilt dies für Risikogruppen.

Auch viele Schüler*innen gehören einer Risikogruppe des COVID-19 an und werden indirekt dazu verpflichtet, an den Abschlussprüfungen teilzunehmen.

Auch, wenn die Möglichkeit besteht sich telefonisch krankschreiben zu lassen und damit attestiert zu fehlen, um nachschreiben zu können, ist das Problem dadurch nicht behoben.

Gesonderte Räume oder Termine lassen das Risiko dieser Schüler*innen nicht verschwinden und das Virus ist weiterhin ansteckend. 

Es darf nicht gebilligt werden, dass vorerkrankte Schüler*innen mit einer FFP3-Maske ihre mehrstündigen Abschlussprüfungen schreiben müssen. 

Dass dadurch nicht nur die Konzentration leidet, sondern auch das psychische Wohlbefinden, muss nicht weiter erläutert werden. 

Auch zu beachten ist, dass auch Lehrer zu Risikogruppen gehören und aufgrund dessen nicht zum Unterricht vor den Prüfungen bzw. zu den Prüfungen selbst erscheinen können.

Nicht zuletzt sollte auch daran gedacht werden, dass Schüler*innen auch vorerkrankte Eltern oder andere Verwandte haben, die im eigenen Haushalt wohnen, und durch den Kontakt mit anderen während der Prüfung ebenfalls massiv gefährdet werden. 

Das Stattfinden der Prüfungen sollte nicht über die Gesundheit vieler Menschen gestellt werden!

Nochmals ist zu betonen, dass die notwendigen Maßnahmen unmöglich konsequent eingehalten werden können und die Schutzausrüstung an anderer Stelle zurzeit dringender benötigt wird. 

5. Keine gerechte Abschlussprüfungen

Die aktuelle Entscheidung, die Schüler*innen des Abitur- bzw. Abschlussjahrganges 2020 die im Voraus geplanten Prüfungen schreiben zu lassen, ist schlichtweg als ungerecht zu betrachten.

Nicht nur der zuvor erwähnte Unterrichtsausfall sorgt für große Nachteile im Vergleich zu den vorangegangenen Jahrgängen, sondern auch, dass 

vorherige Jahrgänge keiner Pandemie ausgesetzt waren.

Außerdem sollte beachtet werden, dass die diesjährigen Abiturienten und Abiturientinnen keine Möglichkeit haben, sich in Lerngruppen zu treffen oder Nachhilfe in Anspruch zu nehmen – auch das Lernen via Skype, Zoom oder ähnliche Portale ist nur bedingt möglich, da eben nicht jede*r Schüler*in über einen eigenen Computer oder Internetanschluss verfügt. 

Vor allem in Fächern wie Mathematik sind Lerngruppen hilfreich und auch Nachhilfe sehr beliebt. 

Die Schüler*innen erleben enorme Nachteile!

Dem Gegenargument, dass manche Schüler*innen sich in ihren Prüfungen verbessern wollen würden ist zu entgegnen, dass bereits 2/3 der Abiturnote durch die vorherigen vier Semester der Oberstufe gesammelt wurden. Damit steht bereits fest, in welchem Rahmen man sich maximal noch verbessern könnte.

Sollten dennoch Schüler*innen auf eine weitere Leistung zur Verbesserung der Abiturnote bestehen, könnten Ersatzleistungen wie eine umfangreiche Hausarbeit angeboten werden. 

Des Weiteren ist in einigen Bundesländern beschlossen worden, dass teilweise drei Prüfungsklausuren an aufeinanderfolgenden Tagen geschrieben werden.

Dass dieser Beschluss extrem nachteilig für alle Schüler*innen ist, sollte eindeutig sein. 

Nach einer mehrstündigen Prüfung sind auch Abiturienten und Abiturientinnen ausgelaugt, müssen aber auch einen Tag vorher nochmal das Gelernte für ein Prüfungsfach wiederholen. 

Damit wird die Leistung vieler Schüler*innen schlechter ausfallen, als unter normalen Umständen. Ein weiterer Punkt, der gegen die diesjährigen Abschlussprüfungen spricht.

Eine weitere Entscheidung der Bundesländer, z.B. Berlin, lautete, die Zweitkorrekturen ausfallen zu lassen. Auch dies ist als extremer Nachteil für die diesjährigen Absolventen und Absolventinnen zu gewichten. Nicht umsonst gab es in den vorherigen Jahren eine mehrfache Korrektur der Abschlussprüfungen. 

Auch die diesjährigen Abiturient*innen haben ein Recht auf Zweitkorrekturen!

Ein Durchschnittsabitur für den Jahrgang 2020 wäre damit also nicht gegenüber den vorherigen Jahrgängen unfair. 

Unfair wäre ein „normales“ Abitur für den jetzigen Jahrgang, da die Umstände und die Voraussetzungen der Schüler*innen dieses Jahr schlechter denn je sind. 

6. Alle Bundesländer wollen an einem Strang ziehen? 

Laut der KMK wird das Ziel angestrebt, dass alle Bundesländer bezüglich des Abiturs gleiche Richtlinien verfolgen. Nur leider ist davon nicht viel zu spüren. 

Manche Bundesländer verschieben das Abitur wie zum Beispiel Niedersachsen und NRW, aber manche eben auch nicht.  

Ein schönes Beispiel ist Hamburg. Hamburg hat sein Abitur ebenfalls „verschoben“ und möchte nun am 21.04 starten. Genau von diesem Termin sind Niedersachsen und NRW doch abgewichen? 

Für Verwirrung sorgt unter anderem auch die Kultusministerin des Landes Schleswig-Holstein. Anfangs wurde von Kultusminiserin Frau Prien ein „Durchschnittsabitur“ gefordert. Diese Forderung wurde in der KMK leider jedoch stark kritisiert, obwohl mittlerweile über 140.000 Schüler*innen und Eltern hinter dieser Forderung stehen.
Letztendlich fiel die Entscheidung von Frau Prien jedoch darauf, die Abiturprüfungen am 21.04. beginnen zu lassen. 

Es kann nicht sein, dass Schüler*innen gesagt wird, dass die Bundesländer eine einheitliche Lösung finden wollen, aber alle zu unterschiedlichen Terminen starten! 

Schon da beginnt die Widersprüchlichkeit in den Aussagen der Minister*innen.

7. Nutzung des ÖPNV

Ein weiteres großes Problem betrifft jene Schüler*innen, welche auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sind.
Viele Schüler*innen, vor allem in ländlichen Regionen, müssen mit Bussen zum Unterricht bzw. zu den Prüfungen erscheinen. Da auch in Bussen der Abstand eingehalten werden muss, werden zusätzliche Busse organisiert werden müssen. Diese Organisation wird an der Anzahl der zur Verfügung stehenden Fahrern scheitern, aber in manchen Regionen auch an der zur Verfügung stehenden Anzahl an Bussen. 

Wenn eine ausreichende Anzahl an Fahrzeugen nicht gewährleistet werden kann, wäre auch dies ein weiteres Argument für die mit den Prüfungen einhergehende Fahrlässigkeit der zuständigen Ministerien.

8. Angemessenheit der Prüfungen

In Anbetracht der vorherrschenden weltweiten Situation sind Abiturprüfungen auch schlichtweg ethisch nicht angemessen.
Tausende Menschen sterben, leiden und sorgen sich, und in Deutschland wird eine Priorität auf Abschlussprüfungen gelegt?
Die Wirtschaft bricht ein, Menschen verlieren ihren Job, Familien verlieren wichtige Menschen und man weiß nicht, wann alles ein Ende hat und Schüler sollten sich auf Prüfungen konzentrieren?

Eine Durchführung der Abiturprüfungen bzw. Abschlussprüfungen allgemein halten wir unter Berücksichtigung dessen als unangebracht.

Die Angst um Angehörige vieler Schüler*innen sollte ernster genommen werden sowie die Tatsache, dass auch Schüler zu Risikogruppen gehören.
Auch kommt die Frage auf, was Schüler*innen, welche in einem Haushalt mit Risikogruppen wohnen, tun sollen? Eine Prüfung dieser Größenordnung würde das Risiko sich anzustecken enorm erhöhen und die Gesundheit vieler Menschen gefährden.

Kein Schüler oder Schülerin und keine Volkswirtschaft wird durch die Vergabe eines „Durchschnittsabiturs“ Nachteile erleiden und diese Tatsache sollte stärker betont werden.

9. Anerkennung der Abschlüsse

Ein vielfach verwendetes Argument gegen ein Durchschnittsabitur sei laut vielen Politikern die Anerkennung eines solchen Abiturs.

Dieses Argument ist ohne Weiteres zu widerlegen.
Die KMK-Präsidentin Stefanie Hubig versicherte bereits „Keinem Schüler, keiner Schülerin soll aus der derzeitigen Situation ein Nachteil erwachsen. Das Abitur 2020 wird unter den Ländern gegenseitig anerkannt.“

Demnach wäre die Anerkennung eines solchen Abiturs kein Problem, sondern lediglich ein sinnloser Vorwand.

Sollten außerdem, wie angestrebt, alle Bundesländer den gleichen Weg gehen und sich für ein „Durchschnittsabitur“ entscheiden, wäre eine Anerkennung innerhalb Deutschlands nicht einmal von Debatte.

In Hessen und Rheinland-Pfalz wurden die Abiturprüfungen bereits abgelegt, allerdings sollte man hier bedenken, dass zumindest Rheinland-Pfalz seine Prüfungen durchgeführt hat (09.-29.01.2020), als das Corona-Virus noch nicht in Deutschland angekommen war. Bei den Abiturient*innen in Hessen war es so, dass sie ihre gewohnten Abiturtermine wahrnehmen konnten und der Unterricht bis kurz vor Beginn der Prüfungen (19.03.2020) stattfinden konnte.
Wir möchten die Durchführung der Prüfungen in Hessen in keinerlei Weise schön reden, denn hier mussten einige Schüler in zweiwöchige Quarantäne, nachdem eine Mitschülerin Corona-Symptome gezeigt hatte. 

Darüber hinaus verbreiteten sich über die sozialen Medien und Zeitungen Bilder, auf denen klar und deutlich zu erkennen war, dass der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten wurde. Zeitweise lag dies an den Schülern selber, oftmals aber auch den Vorkehrungen, die seitens der Schule getroffen wurden. 

Wir Bitten die Kultusminister diesen Fakt bei ihrer nächsten Kultusministerkonferenz zu berücksichtigen und somit bei den kommenden Abiturprüfungen umzudenken. 

Außerdem wurden in vielen (europäischen) Ländern z.B. in Frankreich, Großbritannien und in den Niederlanden die Abschlussprüfungen bereits abgesagt. Demnach wäre nicht mal eine internationale bzw. europäische Anerkennung eines solchen Durchschnittabiturs ein Gegenargument.

Sollten Hochschulen den diesjährigen Abiturnoten skeptisch entgegen schauen, bestünde für jede Hochschule die Möglichkeit Eignungstests abzuhalten und sich damit rückzuversichern, dass die Bewerber*innen auch tatsächlich geeignet sind.
Diese Eignungstests bzw. Einstellungstests bei Hochschulen und Arbeitgebern sind schon lang keine Seltenheit mehr und beweisen, dass schon seit langem kein großer Wert mehr auf die erzielte Abiturnote gelegt wird.

10. Digitaler Unterricht?

Auch wenn gesagt wird, dass der digitale Unterricht das Lernen der Schüler*innen sicherstellen soll, muss man sich die Realität anschauen.
In den ersten Tagen nach der Schulschließung kamen E-Mails von einigen wenigen Lehrern, in denen ein paar Aufgaben standen.
In den meisten prüfungsrelevanten Fächern bekamen wir Aufgaben, die die letzten noch unbearbeiteten Themen abdecken sollten.
In anderen Fächern wurden den Schülern und Schülerinnen einfache PDF-Dateien von alten Abiturklausuren zugesendet die bearbeitet werden können, oder eben auch nicht.

Weitere Lehrer gaben an, noch weitere Vorbereitungen für die Abiturprüfungen zuzusenden, jedoch kommen besagte seit 3 Wochen nicht bei uns Schüler*innen an.

Auch bei eingesendeten Hausaufgaben erhält man keine Rückmeldung, sodass man sich nicht sicher sein kann, ob das niedergeschrieben richtig ist und gelernt werden kann, oder eben nicht.

Bei Fragen schreiben wir E-Mails an unsere Lehrer, aber die durchschnittliche Antwortzeit liegt bei ca. 3 Tagen.

Ein Lernen ist dadurch auf keinen Fall gewährleistet.

Die Abiturprüfungen sind auch deswegen schlichtweg unfair für die Abiturienten*innen des Jahres 2020.

11. Widersprüchlichkeit

Wir leben in Zeiten einer Pandemie, leben mit Maßnahmen, welche das öffentliche Leben extrem einschränken. Diese Maßnahmen sind richtig und sollten ernst genommen werden, um uns alle zu schützen und das Gesundheitssystem sicherzustellen.
Ein stattfinden der Prüfungen in einer solchen Zeit wäre extrem widersprüchlich und nichts weiter, als eine geplante Infektion.

Auch unsere Kanzlerin sieht in der Corona-Pandemie die größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg. 

Sollte nicht allein diese Aussage genug sein, die Abschlussprüfungen abzusagen?
Ist nicht ein Menschenleben, welches durch das Stattfinden solcher „Massenveranstaltungen“ gefährdet wird, mehr wert als eine Abschlussprüfung? 

12. Petition 

In unserem Politikunterricht bekommen wir gepredigt, dass wir in einer Demokratie leben. Diese Demokratie bewahrt uns das Recht, eine Stimme zu haben und dieses Recht führt häufig auch eine Pflicht mit sich, sich bei Wahlen zu beteiligen. 

Wir Schüler wollen uns beteiligen, wir wollen gehört werden. Nur mehr als unsere Stimme erheben können wir nicht tun. 

Wir haben mehrere Petitionen gestartet und die wohl bekannteste hat bis dato 

über 140.000 Unterschriften

gesammelt. 

Gegenpetitionen erreichten hingegen keine nennenswerten Zahlen. 

Warum werden wir bewusst überhört? Werden wir als „dumm“ angesehen? Sind wir nicht ihre Wähler von morgen?

13. Kritik

Die letzten Zeilen möchten wir nutzen, um unsere Kritik an dem bisherigen Vorgehen der Kultusminister*Innen und dem Beschluss der letzten Kultusministerkonferenz zu äußern. 

Zunächst einmal sei erwähnt, dass Frau Prien vor der letzten Kultusministerkonferenz dafür gesorgt hat, dass ein Großteil der Schüler und Lehrkräfte in Schleswig-Holstein aus der Prüfungsvorbereitung herausgegangen sind, da ihre Worte ziemlich deutlich waren und schnell zahlreiche Medien in der Republik erreicht haben. Ein Grund dafür war sicherlich, dass Priens Vorschlag die Meinung von einem breiten Teil unser Gesellschaft widergespiegelt hat. 

Am darauffolgenden Tag fand eine Konferenz der Kultusminister statt – per Video oder Telefonschalte. Auf alle Fälle nicht persönlich. Wir Schüler sollen uns aufgrund von Ihrem Beschluss der Gefahr einer Infektion aussetzen, während Sie diesen Beschluss am Telefon treffen?
Bei der Kultusministerkonferenz wurde sich unter anderem auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt. Diesem Beschluss ist nichts entgegenzuwirken, sofern er dann eingehalten werden würde. Das eine Bundesland schreibt die Prüfungen bereits Mitte/Ende April, während andere Bundesländer, wie z.B. Bayern ihre Prüfungen auf Ende Mai verschoben haben. Diese ungleichen Verschiebungen entwerten das diesjährige Abitur weiterhin. 

Die größten Sorgen bereitet uns derzeit das Vorgehen der Berliner Senatorin Scheeres. Sie lässt 75.000 Schutzhandschuhe zurücklegen, welche den Lehrer*Innen im Zuge der Abschlussprüfungen zugeteilt werden soll. Zum Einen werden diese Schutzhandschuhe derzeit in systemrelevanteren Bereichen als Schulen benötigt, zum Anderen werden diese Handschuhe bei unsachmäßigem Gebrauch zu wahren „Virenschleudern“. 

Darüber hinaus war einem kürzlich erschienenen Bericht der Berliner Tageszeitung zu entnehmen, dass Schüler*Innen „für ihren eigenen Schutz und Komfort selbst zu sorgen“ hätten. Nur ist es einem Otto-Normalverbraucher in dieser Ausnahmesituation kaum möglich die benötigten Schutzutensilien zu erwerben.

Unter diesen gegeben Umständen steht die Durchführung der Prüfungen – unseres Erachtens – auf keiner vernünftigen Argumentation, denn eine Prüfung mit Mundschutz (es wäre eine FFP-3 Schutzmaske von Nöten, da andere Masken nur Mitmenschen schützen und nicht den Träger selbst) und Handschuhen zu schreiben, entspricht nicht dem, was Schüler und Schülerinnen sich unter den „fairen Abiturklausuren“ vorstellen. 

14. Zusammenfassung 

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass wir Schüler*Innen das Gefühl haben, dass unsere Sorgen und die Aussagen von hochrangigen Virologen nicht bei den verantwortlichen Politikern ankommen.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, dieses Schreiben zu lesen. 

Über eine Stellungnahme dazu würden wir uns sehr freuen. 

Wir sprechen abschließend nochmals ausdrücklich die Bitte aus, ein „Durchschnittsabitur“ bzw. „Durchschnittszeugnis” für die AbiturientenInnen des Jahres 2020 zu genehmigen, da diese Lösung die fairste und angemessenste ist, die auffindbar sein wird.

Mit einem „Durchschnittsabitur“ hat kein Schüler oder Schülerin ein Vor- oder Nachteil, mit normalen Prüfungen hingegen, wären die Nachteile für die diesjährigen Abiturienten gravierend. 

6 KOMMENTARE

  1. Strukturiert, durchdacht, in vielen Teilen nachvollziehbar.
    ABER:
    In RLP (G9, de facto 8,5) sind die Prüfungen vorbei, die Klausuren waren im Januar, das Mündliche im März unter besonderen Hygienevorschriften. Manche verbessern sich durch die Prüfungen, andere verschlechtern sich. Alle, die angetreten sind, waren gut genug, zugelassen zu werden (Qualifikation geschafft). Sie hätten also nach Durchschnittsabi alle bestanden, oder? Was ist mit denen, die in RLP durchgefallen sind, wenn in anderen Bundesländern (auch wenn es nur eins wäre) aufgrund der bisherigen Leistungen eine Hochschulzugangsberechtigung vergeben wird? „Pech gehabt“?
    Das wäre extrem unfair.

    • Genrell für Hessen & RLP gilt: Man könnte eine Durchschnitabiturnote berechnen & diese mit der Abiturnote mit Prüfungen vergleichen. Entweder man berechnet daraus einen Durchscnitt oder man sagt, sucht euch eine Note aus (wäre quasi das Gleiche, wie als wenn man uns freiwllig Prüfungen machen lässt)

    • Ergänzend sei zu erwähnen, dass natürlich die Zulassung überhaupt erforderlich ist für ein Durchschnitsabi, die Zulassung lässt sich ja ermitteln. Außerdem geht es derzeit nicht darum, ob wir schreiben wollen, oder es es eine leichte Ungerechtigkeit gäbe (die natürlich bestmöglich zu beseitigen ist), sondern darum, dass das Durchführen der Prüfungen derzeit grob fahrlässig wäre.

    • Dafür ließe sich doch auch eine Regelung finden. Ein Beispiel: Wer sich verbessert hat, bekommt die bessere Note, wer schlechter war, behält die Durchschnittsnote.

  2. Ich versuche mich nicht direkt an einer Gegenargumentation, sondern eher an einer punktuellen Kritik der Argumentation. Mir ist die Argumentation der SuS durchaus sympathisch und einleuchtend, dennoch empfinde ich an einigen Stellen Unbehagen, das ich zu später Abendstunde versuche zu beschreiben 😉

    Zuweilen arbeitet der Text mit einer dramatisierenden Sprache und Rhetorik und einer unpräzisen Argumentation. Hier einige Beispiele:

    1.) Absolute Aussagen
    Immer wieder werden absolute Aussagen gefällt, die ich in dieser undifferenzierten Form nicht so stehen lassen würde.

    Bei Punkt 3 heißt es: „Nicht nur Schüler fordern einen Ausfall der Prüfungen, sondern auch Lehrer, denn die Gründe hierfür sind eindeutig und nicht zu widerlegen!“

    Eine steile Aussage – hier wird suggeriert, alle Lehrer sind gegen Abiturprüfungen. Als Beleg wird ein anonym genannter Lehrer aus Berlin genannt, der stellvertretend für alle Lehrer herhalten muss. Das ist intellektuell unredlich. Eine Einzelaussage kann niemals repräsentativen Anspruch haben, gerade bei einer diversen Lehrerschaft in einem föderalen Bildungssystem. Am Ende zu behaupten, dass die Gründe „nicht zu widerlegen“ sind, ist in dieser Hinsicht schon ein starkes Stück.

    Ein anderes Beispiel:
    „Diese Eignungstests bzw. Einstellungstests bei Hochschulen und Arbeitgebern sind schon lang keine Seltenheit mehr und beweisen, dass schon seit langem kein großer Wert mehr auf die erzielte Abiturnote gelegt wird.“
    Hier sollte deutlich mehr differenziert werden. Natürlich spielt die Abiturnote eine sehr große Rolle in sehr vielen Studiengängen. Eignungstestes sind nur in verhältnismäßig wenigen Studiengängen wie z.B. Medizin oder Kunst üblich. Lehramtsfächer, Jura, BWL, soziale Arbeit, Psychologie etc. setzen in den meisten Fällen keine Tests voraus.

    Oder auch im Fazit: „Mit einem „Durchschnittsabitur“ hat kein Schüler oder Schülerin ein Vor- oder Nachteil“? Das ist Humbug. Natürlich haben SuS, die mit mündlichen Noten schlechte Klausuren ausgleichen einen Vorteil und umgekehrt haben SuS, die in Klausuren mehr rausholen als sie sich mündlich beteiligen (beide Gruppen kenne ich als Lehrer zu genüge), einen Nachteil. „Umfangreiche Hausarbeiten“ als Alternative sind schwer durchzusetzen, da hier nicht endgültig überprüft werden kann, wer diese geschrieben hat (zu Hause hat man alle Zeit und Kontakte der Welt…), welche Kriterien angelegt werden sollen, über welches Thema geschrieben wird etc. Bei einer Facharbeit in der Q1 dauert der ganze Themensuch- und Abspracheprozess – und die Recherche und das Schreiben bei den SuS meistens Monate. Das kann jetzt in dieser Form nur schwer gewährleistet werden.
    Wenn die Abiturprüfungen geschrieben werden sollten, empfehle ich gerade in den geisteswissenschaftlichen Fächern eine differenzierte und präzisere Argumentation, als sie hier stellenweise vorgelegt wird. 😉

    2.) Dramaturgie
    Zu Punkt 4, Risikogruppen. Ich verstehe die Ansteckungssorgen, empfinde sie hier aber in der Argumentation überzogen. Beispielhaft verweise ich auf eine vor kurzem erschienene Aufschlüsselung des RKIs nach Altersgruppen. https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-rki-corona-tote-in-deutschland-derzeit-im.1939.de.html?drn:news_id=1118993 Daraus entnehme ich: 102 der 2107 Toten (Stand: 9.4.) waren unter 60 Jahre alt, das sind 4,8%. In anderen Worten: 95% der Corona-Toten sind über 60 Jahre alt. Die jüngste Corona-Tote war 26 Jahre und litt an Vorerkrankungen. Diese Zahlen sind immer noch traurig, zeigen aber wie stark man nach Alter differenzieren sollte. 18-Jährige Abiturienten sind selbst kaum gefährdet. Eine Ansteckung des eigenen Haushaltes ist zwar prinzipiell möglich, kann aber stark minimiert werden, wenn Prüfungen z.B. in Sporthallen mit sehr großen Abständen zwischen SuS und Lehrern stattfinden. Auch eine Aufteilung in mehrere Räume dürfte kein Problem sein, da das Schulgebäude leer ist.
    In Hessen wurden die Abiturprüfungen Ende März noch durchgeführt und es wurden von keinerlei abiturbedingten Ansteckungen berichtet.

    Bei Punkt 11 heißt es: Ist nicht ein Menschenleben, welches durch das Stattfinden solcher „Massenveranstaltungen“ gefährdet wird, mehr wert als eine Abschlussprüfung?
    Abiturprüfungen sind keine „Massenveranstaltungen“ in der Größenordnung eines Rockkonzerts mit Hautkontakt und viel Bewegung.
    Das Retten von Menschenleben klingt in einer solchen Argumentation natürlich sinnvoll und alternativlos. Ich möchte dennoch vorsichtig einwenden, dass diese Argumentation konsequent zu Ende gedacht in die Handlungsunfähigkeit führt. Streng genommen gebiert jede Klassenfahrt, ja sogar jede Schulfahrt, der Sportunterricht oder der einfache Schulbesuch an sich eine (minimale) Lebensgefahr. Ein Flugzeug kann abstürzen, ein Schulbus kann einen Unfall bauen, in der Schule kann der tägliche Umgang mit Massen an Menschen zu Gewalttaten führen und im Sport- bzw. Schwimmunterricht droht trotz aller Vorsicht Verletzungs- oder gar Ertrinkungsgefahr. Sollten wir wegen dieser (kleinen) Risiken nie mehr Klassenfahrten machen, den Busbetrieb einstellen oder auf Sportunterricht verzichten? Ich möchte Corona nicht kleinreden, aber die Argumentation hinterfragen, in der es grundsätzlich keinerlei Risiko mehr geben darf.

    3.) Einsatz von Zitaten
    Es wird Prof. Hendrik Streeck zitiert, der sich gegen eine Schulöffnung ausspricht. Das ist aber eine unsaubere Einbindung des Zitats, denn Herr Streeck spricht hier vom allgemeinen Schulbetrieb, nicht aber von Prüfungen. Es gibt genügend Experten, die das Abhalten von Prüfungen unbedenklich finden, siehe zB die erst heute veröffentlichte Leopoldina-Empfehlungen.
    4.) Eigenständiges Lernen
    In dem Text werden das dreiwöchige Aussetzen des Unterrichts und die schlechte digitale Begleitung als Argumente gegen ein Abitur genannt. Ich kann beides verstehen, möchte aber dennoch etwas entgegen. In vermutlich 90% der Fälle wird in den letzten Wochen der Q2 nur noch wiederholt (zur Transparenz: auf Basis anekdotischer Evidenz ;-)). Diese Wiederholung selbst zu leisten kann man von einem Abiturienten, der die allgemeine Hochschulreife erwirbt, durchaus erwarten. Gerade in Zeiten des Zentralabiturs kann man sich als Schüler nicht 100%ig auf die lehrerbasierte Abiturvorbereitung verlassen, sondern sollte selbst schauen, was im Abitur gefordert wird und wo man noch Lücken hat. Zudem hat man durch den Unterrichtsausfall drei ganze Wochen (in einigen Bundesländern aufgrund der Abiverschiebung sogar noch mehr) Zeit, sich mit Abiturvorbereitungsbüchern, Internetmaterial (in Hülle und Fülle) oder Wiederholung anhand der eigenen Materialien etc. vorzubereiten.
    Ich glaube es ist jetzt für die Abiturienten hilfreich, diese besondere Zeit als Möglichkeit zu sehen, sich eigenständig und vertieft mit den Abi-Inhalten auseinanderzusetzen und das Überwinden dieser zugegeben schwierigen Zeit als Herausforderung zu sehen, um auch später im Studium und Berufsleben Stresssituationen mit Unsicherheiten begegnen zu können. Wenn das Abitur doch stattfindet, lohnt es sich vorbereitet zu sein und das Beste draus zu machen, so pathetisch das klingen mag. In diesem Sinne ist das Abitur eine Prüfung im doppelten Sinn…

    Wahrscheinlich komme ich hier schrecklich altklug und kalt rüber, aber es geht mir hier nicht ums „Gewinnen“ oder „Kleinreden“. Ich selbst kann als Lehrer auch mit einem „Durchschnittsabitur“ leben, bedeutet es für mich persönlich sogar weniger Korrekturaufwand ;-). Dennoch bin ich kein Freund von allzu pauschaler und dramatischer Argumentation, die ich hier stellenweise vorfinde.
    Ich wünsche aber unabhängig von allen Debatten und Entscheidungen allen Abiturienten von Herzen ganz viel Glück, Erfolg, Ruhe und Zuversicht – ob für die eventuell stattfindenden Abiturprüfungen oder auch für die Zeit danach! 🙂

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