Auch wenn ich wahrscheinlich ein wenig spät zu der Party komme, möchte ich den Leser*innen dieses Blogs nicht eine für mich eher neue Entdeckung verschweigen. Das Etherpad Board.net beinhaltet nämlich Funktionen, die ich mir immer gewünscht habe. 

Dass ich Etherpads für eines der wichtigsten Tools für einen kollaborativen Unterricht halte, sollte kein Geheimnis sein. Sie sind niedrigschwellig zu erstellen, von allen Teilnehmenden aufrufbar und ermöglichen eine farblich markierten Verlauf der Änderungen. All das ist für einen schülerzensierten Unterricht grundlegend. Gleichzeitig ist die Texterstellung und damit das gesamte Schreiben im Prozess, der verändert werden kann.

In zahlreichen Fortbildungen musste ich aber immer die Frage danach verneinen, ob es denn möglich sei, Bilder in die Etherpads einzubinden. Und auch sinnvolle Funktionen wie Kommentare waren nur innerhalb des Dokuments möglich.

Mit dem Etherpad Board.net ist dies nun möglich. Manche mögen einwenden, dass dies auch mit Google-Docs möglich ist, das nebenbei noch zahlreiche andere Funktionen bietet (nebenbei: Board.net bietet auch weitere Funktionen wie die Einbindung von Formen, die aber für meine Fächer weniger relevant sind). Das stimmt, aber: Datenschutz.

Was haben wir nun davon? Sicherlich sind dadurch sehr verschiedene neue Möglichkeiten denkbar.

Ein Beispiel, das für mich das Potenzial der Einbindung und der Kommentarfunktion verdeutlicht, sieht man über diesem Satz. Ein Bild kann zwar auch als Impuls oder gar für eine Beschreibung eingebunden werden (was für verschiedene Fächer sehr interessant sein kann), aber möglich ist eben auch ein Ausgangstext. Damit wird die Bildeinbindung zu einer Funktion, die in Windeseile eine Art digitales Arbeitsblatt erzeugt.

Wichtiger noch: Die Texte können nun direkt im Dokument kommentiert und sogar mit Änderungsvorschlägen erweitert werden. Dies ermöglicht nicht nur Feedback durch den Lehrer, sondern wertvolle Möglichkeiten für ein Peer-to-Peer-Feedback.

So marginal diese Unterschiede erscheinen, so erfreut bin ich über das Tool, das ich nun sicherlich in verschiedensten Fortbildungen erwähnen werde. Ich hoffe, dass alle, die das Tool bisher nicht kannten, diese Begeisterung teilen.

5 KOMMENTARE

  1. Hallo, Bob,
    danke!

    Ich konnte ein Bild noch nicht hoch laden, werde aber ggf. ein Videotutorial dafür bemühen, das zu lernen.

    Der Tipp selbst ist klasse!

    Regards/ mit freundlichem Gruße
    VirtuOS Starnberg Dr. Beckmann Nchf. (Nachhilfe und Dozentin)
    Jan C. “honeypot” Beckmann
    Dipl.-Ing. (KIT)

  2. Witzig! Board.net hatte ich erst vor Kurzem empfohlen bekommen, konnte aber oberflächlich keinen Unterschied merken und habe es deswegen etwas ignoriert. Das ist allerdings etwas anderes. Da steckt schon ein bisschen mehr unter der Haube… allerdings merkt man das auch an den marginal längeren Wartezeiten, was in nicht WLan-Schulen schon ein Problem werden könnte. Dennoch danke für den Tipp!

  3. Ich nutze board.net auch schon länger und finde auch die Tabellenfunktion praktisch. Allerdings kann die bei vielen Teilnehmern schnell zerschossen werden, was ich schon erlebt habe. Auch das Zeichnen ist in manchen Fällen hilfreich, in anderen lenkt es ab 😉

    Was den Google Docs-Datenschutz angeht, finde ich, dass man differenzieren muss. Erstelle ich als Lehrer ein Google Doc und gebe das für Gäste frei, die womöglich noch ein iPad der Schule (aus dem Koffer) nutzen, sehe ich keinerlei Bedenken. Es ist doch in einem solchen Fall überhaupt nicht rückverfolgbar, wer das iPad genutzt hat, da jemand ohne Account auf einem fremden iPad etwas geschrieben hat.

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