Jeder, der sich schon einmal intensiv mit Graphic Novels beschäftigt hat, weiß, dass in dieser Art und Weise der literarischen Darstellung viel Potenzial liegt. Und in der Tat: Neben der Thematisierung des Holocaust in dem bekannten Comic Maus werden auch immer mehr Klassiker der Literatur als Graphic Novels herausgebracht. Für Schüler bietet die Erstellung von Comics (zum Beispiel mit Comic Life 3) eine interessante Herangehensweise an den Literaturunterricht. 
Mit dem Tool Comics Life 3 (zum Beispiel für das iPad) kann man auf vorgefertigten Folien kurze Geschichten visualisieren. Als erster Schritt bietet sich das gerade für die Unter- oder Mittelstufe an. Entweder für den kreativen Umgang mit dem Erzählen von Geschichten oder eben, um eine gelesene Geschichte kreativ zu bearbeiten.

Gerade dass zunächst einmal die Vorlagen genutzt werden können, bietet einen niedrigschwelligen Einstieg für Schüler*innen – und Lehrer.

Im Rahmen eines Handlungs- und Produktionsorientierten Unterrichts kann die Arbeit mit Comics dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler mithilfe dieser kreativen Methode

  • gezielt Schwerpunkte setzen
  • über das Gespräch der Umsetzung neue Einsichten in den Text bekommen
  • ein motivierender Zugang zur Erarbeitung von Szenen und Passagen eröffnet wird
  • durch die Präsentation Kompetenzen in dem Bereich der Vorstellung gefördert werden
  • „nebenbei“ der Umfang mit Apps im Rahmen von Unterricht und Schule eingeübt wird

Insgesamt ist die Arbeit mit Comics also eine Methode des digitalen Arbeitens, das sich, wenn die nötige Technik vorhanden ist, relativ problemlos in den Literaturunterricht (auch in den Fremdsprachen) integrieren lässt.

Eine detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise findet sich im folgenden Video:

 

1 KOMMENTAR

  1. Solche Zeiten gibt es. Zwei Anmerkungen:

    Letzten Donnerstag war das erste Mal seit längerer Zeit, das mir einfach nichts eingefallen ist für eine schöne Stunde.

    Ich halte es für falsch zu erwarten, dass man auch in Zeiten mit hohem zusätzlichen Arbeitsaufkommen IMMER »schöne« Stunden planen und halten muss oder könnte. Ich habe irgendwann meinen Frieden damit gemacht, dass ich mich zwar immer bemühe, mir kreative und motivierende Stunden auszudenken, dass es aber immer auch die »fallback«-Lösung »normale Standardstunde« gibt, wenn mir nach vertretbarem zeitlichen Aufwand nichts Kreatives einfällt. Das können Schüler meines Erachtens gut ertragen, wenn sie merken, dass es nicht dauerhafte Faulheit ist.

    Und dann noch der Blog, das Schreiben. In guter Zeit fließen die Ideen und ich bin zufrieden […] In Zeiten wie diesen holpert es wie eine Kutsche über steinige Wege.

    Wenn ich Dich richtig verstehe, siehst Du Dein Blog als Entspannung/Ausgleich. Gleichzeitig hast Du eine gewisse Erwartung, dass hier regelmäßig Artikel erscheinen sollen/müssen. Auch das kannte ich – auch das habe ich abgelegt. Es hat mich früher frustriert, wenn ich nicht regelmäßig bloggen konnte oder wenn Ideen rumdümpelten ohne ausgeformt und veröffentlicht zu werden. No more. Ich sehe mein Blog ebenfalls als Ausgleich/Hobby/Entspannung – aber daneben gibt es inzwischen noch eine Menge anderer Dinge, die eine ähnliche Funktion haben. Und wenn ich merke, dass Schreiben gerade nicht gut von der Hand geht, dann lese ich eben (»noch etwas Energie übrig«) oder schaue sogar eine Doku (»kaum noch Energie übrig«) – und habe dabei inzwischen NICHT mehr das Gefühl, ich »müsste« eigentlich bloggen.

    So, mein Senf. Your mileage may vary, of course.

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