Über Twitter habe ich gefragt, ob Lehrerinnen und Lehrer Lust haben, sich dem Blogprojekt des Kurses vom Windeck-Gymnasium Bühl anzuschließen. Henning Müller von der Friedrich-Hecker-Schule Sinsheim war sofort begeistert und ist nun zusammen mit seinem Kurs dabei. An dieser Stelle möchten wir einige Leitlinien unseres Projekt darstellen. 

Das Projekt als Kurzfassung

  1. Durch das Schreiben persönlicher Blogs und gegenseitiges Kommentieren profitieren alle.
  2. Es gibt die Möglichkeit, das Projekt als GFS zu werten.
  3. Jede Woche wird a) entweder ein neuer Schreibimpuls auf dem Blog „Weltimtext“ gepostet oder die Teilnehmer beider Schulen sind aufgefordert, untereinander zu kommentieren (so viele Beiträge wie man will, aber mindestens drei Kommentare).
  4. Die Schreibimpulse werden zunächst von Herrn Blume oder Herr Müller gestellt, können dann aber von den Schüler*innen übernommen werden.
  5. Der Schreibimpuls kann offen gestellt sein oder ich auf einen Text oder ein Video beziehen. Er kann aber auch vollständig ignoriert werden. 
  6. Die Blogbeiträge werden generell nicht benotet. Rückmeldung durch die Lehrkräfte sind aber erwünscht.
  7. Vernetzung untereinander sind werden angeraten, sind aber nicht verpflichtend.
  8. Lasst uns alle Spaß haben!

Detaillierte Projektbeschreibung

Zielsetzung

In dem Blogprojekt geht es darum zu schreiben und durch das Schreiben besser zu werden. Ganz nebenbei können dabei aber auch Fähigkeiten gelernt werden, die im späteren Beruf sehr nützlich sein können, darunter:

  • Der Umgang mit Blogs im Allgemeinen
  • Die Betreuung von Netzaccounts
  • Die Erstellung von Online-Publikationen
  • Die sachliche Auseinandersetzung zu zeitgemäßen Themen
  • Die Erstellung und Auseinandersetzung mit Design
  • Die Etablierung einer wertschätzenden Kommentarkultur

Bei dem Blogprojekt geht es nicht um einen Wettbewerb. Insofern sind wir alle gefordert, wertschätzend, authentisch und neugierig aufeinander einzugehen. Natürlich kann um die Sache gestritten werden, wir bleiben dabei aber immer sachlich. Es ist auch möglich, andere Beiträge „einfach nur zu loben“. Besonders profitieret jeder Einzelne davon, wenn dies mit Verweis auf das geschieht, was besonders auffällt.

Häufigkeit und Vorgehen

Die Gruppe von Herrn Blume hat schon mit einem Impuls gestartet. Dieser wird bis eine Woche später bearbeitet (27.11.). Bis eine Woche später werden die Beiträge kommentiert. Eine weitere Woche später folgt der Impuls von Herrn Müller. Wenn die Beiträge fertig sind, erfolgt wieder eine Woche Kommentierung, dieses Mal zu allen Blogbeiträgen.

So geht das ganze Projekt weiter, zunächst einmal sind 12 Wochen angemacht (also 6 Blogbeiträge, weitere 3 x 6 Kommentare oder mehr). Danach wird reflektiert (vielleicht über ein Live-Video zusammen mit beiden Klassen).

Kommunikation und Kommentare

Die Kommentare können direkt über die Kommentar-Funktion der Blogs geschrieben werden. Da bei der Plattform Wix (ein in der Tat interessanter Name für eine Blogplattform) eine Anmeldung nötig ist, um zu kommentieren, können die Teilnehmer auch über Twitter ausweichen.

Wie und über welche Plattformen kommentiert wird, ist nicht vorgegeben. Sinnvoll erscheint, nicht über zu viele Kanäle verstreut zu agieren, also entweder die Blog-Kommentar-Funktion zu nutzen oder über Twitter zu schreiben. Twitter bietet sich deshalb als Netzwerk an, weil sich hier sehr offen kommunizieren lässt.

Anmerkung zur Extraarbeit

Auf jeden Fall ist so ein Blogprojekt mit Arbeit verbunden. Dennoch bietet es Vorteile für das Lernen und  auch für die spätere Arbeit. Eine Möglichkeit, die Blogs zu nutzen und dennoch keine Mehrarbeit zu haben, ist es, über jene Themen zu schreiben, die sowieso in der Schule eine Rolle spielen. Denn über das Schreiben tut man das, was man „Workung Out Loud“ nennt. Man lernt, indem man über wichtige Inhalte schreibt.

Blogprojekt als GFS

Es soll die Möglichkeit geben, das Blogprojekt als GFS zu werten. Dabei spielt dann aber nicht nur die inhaltliche Auseinandersetzung eine Rolle. Es geht vielmehr um die Sichtbarmachung und Reflexion des Bloggens, der Vernetzung und der Recherche. Details können mit der jeweiligen Lehrperson abgesprochen werden.

Schluss

Im besten Fall, lernen wir alle voneinander: Lehrer, Schüler*innen und alle, die öffentlich mitlesen können. So öffnen wir die Schule nach außen und können von uns behaupten, wirklich „fürs Leben“ zu lernen.

Wir freuen uns sehr, wenn wir alle diese tolle Möglichkeit wahrnehmen.

Herr Blume und Herr Müller

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