Bob Blume
"(…) eine Axt für das gefrorene Meer in uns."

UNTERRICHT: Stoffplan Gymnasien in Baden-Württemberg

Da auch in Baden-Württemberg bald wieder das neue Schuljahr startet, beginnen viele Kolleginnen und Kollegen mit der Planung für das neue Schuljahr. Der sowohl für Lehrerinnen als auch für  Schüler sehr zu empfehlende Histoblog hat einen vorbereiteten leeren Stoffplan erstellt. Diesen habe ich auf meine Bedürfnisse zugeschnitten und möchte ihn hier zusätzlich zur Verfügung stellen. Es handelt sich lediglich um ästhetische bzw. die Formatierung und einige Ergänzungen betreffende Änderungen. Insofern sollte jeder das Original anschauen (Link oben im Text) und sehen, was für ihn besser passt.

Ein großes Lob auf jeden Fall für den Histoblog und die geleistete Vorarbeit.

Das Dokument kann hier als PDF heruntergeladen werden,

Blanko-Stoffverteilung

 

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UNTERRICHT: Checkliste und Anmerkungen zum Schuljahresbeginn

Zwei Vorbemerkungen

Dank der föderalen Struktur beginnt das Schuljahr in den unterschiedlichen Ländern sehr unterschiedlich. Während in Niedersachsen und Sachsen schon längst wieder losgelegt wurde, sind die anderen später dran – unter anderem Baden-Württemberg, bei denen es erst in der zweiten Septemberwoche wieder losgeht.

Aus einem Impuls über Twitter bekam ich jedoch, obwohl ich gerade eigentlich mit Blick auf See und Wald die Schule verdrängt habe, Lust darauf, einige Anmerkungen zum Schulstart zu schreiben. Dabei habe ich mich von dem Beitrag von meinem geschätzten Kollegen Andreas Kalt mehr als inspirieren lassen.

Wer eine bloße Liste wünscht, dem sei also der obere Link empfohlen. Mein Beitrag zu diesem Thema ist es, die Hierarchie zu überdenken, wichtiges prominent erscheinen zu lassen, eigene Gedanken einfließen zu lassen und einiges wegzulassen, mit dem man noch früh genug konfrontiert wird.

Hinweis für Referendare

Zumeist gibt es am Anfang des Schuljahres eine Konferenz, auf der die wichtigsten Dinge mitgeteilt werden. Hier gilt es, ruhig zu bleiben, denn es ist am Anfang viel, was auf einen einströmt. Zwei Hinweise seien jedoch erlaubt: Zunächst ist es gut, wenn man weiß, wo im Lehrerzimmer die Referendare sich aufhalten. Meist gibt es ja schon Referendare, die länger da sind. Wenn man weiß, wo dieser Ort (meist ein Referendarstisch) ist, braucht man nicht die ganze Zeit „blöd rumzustehen“. So schnell es geht sollte man dann seinen Mentor suchen, denn der ist nicht nur dafür verantwortlich, später eine Bewertung auszusprechen, sondern er weiß im besten Fall, wo sich alles befindet und ist so die Inkarnation von Google für die Schule. Wenn man den Mentor findet, ist vieles getan.

Inhalte und Arbeitspläne

Die meisten Lehrerinnen und Lehrer machen schon vor Beginn des Schuljahres Arbeitspläne auf denen grob steht, welche Inhalte zu welcher Zeit „durchgenommen“ werden sollen. Das geht mit Erfahrung natürlich besser.

Dennoch kann man die Zeit des Wartens vor dem Schulstart nutzen, um

  • den Bildungsplan hinsichtlich der Klassen, die man hat (wenn man das weiß) zu lesen und ggf. das Schulcurriculum (also ein Plan, auf dem die Schulen festgelegt haben, welche Inhalte oder sogar welche Lektüren zu welcher Zeit gelesen werden).
  • einen Arbeitsplan erstellen
  • sich (sehr grob) Gedanken darüber zu machen, wann Klausuren geschrieben werden sollen.
  • zu überlegen, wie man später Ordnung hält 
  • Evtl. kann man sich, wenn man schon weiß, in welche Klassen es geht, über die GFS und darüber, welche Erwartungen man an diese hat, Gedanken machen

  • Darüber Hinaus sollte man sich über die eigenen Klassenarbeiten Gedanken machen, also darüber
    • wie viele man schreiben will und muss
    • wo (meist in einem Ordner), wann und wie diese eingetragen werden
    • wie viele überhaupt in der Woche geschrieben werden dürfen (das ist wichtig, denn ansonsten sind die favorisierten Wochen meist sehr schnell blockiert und man bekommt schlecht liegende Termine.

Auch zum eigenen Unterricht kann man sich schon Gedanken machen, wenn man möchte.

  • (Vokabel-)Tests schreiben? Wie oft? Angekündigt? (Auch hier bietet es sich an, nachzufragen, wie die Kollegen dies regeln)
  • Heftnote machen? Wie oft Hefte einsammeln?
  • Mündliche Noten unter KA schreiben? Eigenen Kommentar schreiben? Verbale Ausführungen?
  • Notenschlüssel? (Auch hier: Oftmals ist die Gewichtung der Note, ab und an auch der Schlüssel selbst von den Fachkonferenzen beschlossen. Dies sollte man nachfragen)

Bei ganz allgemeinen Fragen dazu, wie man die Arbeiten wertet etc. bietet es sich immer an nachzufragen, ob es Konferenzbeschlüsse dazu gibt. Dies gilt auch für Nachschreibetermine und ähnliches Organisatorisches. Während man also den oberen Teil schon zu Hause am Schreibtisch machen kann, muss man für die weiteren Vorbereitungen in der Schule sein. Wenn man dort ist, sollte man ein wenig Zeit dafür aufbringen, sich zu orientieren.

Schule, Schulgebäude, Ordnung

Am Anfang ist es immer gut, sich darüber zu informieren, wo man all die wichtigen Dinge findet, die man später einmal brauchen wird. Hierzu die Liste von Andreas Kalt:

  • Ausstattung der Räume? Computerraum, Fachräume?
  • Schlüssel? Welcher passt wo?
  • Kopien? Code/Karte? Kontingent?
  • Internet im Lehrezimmer? In den Fachräumen?
  • Arbeitsplätze in den Fachräumen?
  • Wo liegen Tagebücher?
  • Wo ist der Vertretungsplan? Wie wird Vertretung gehandhabt?
  • Schwarzes Brett? für Schüler, für Lehrer?
  • Unterrichtszeiten? Gong?

Anmerkung für Referendare: Bei den Kopien gibt es normalerweise für jeden Lehrer, jede Lehrerin ein Kontinent und einen eigenen Code, den man sich merken muss. Es bietet sich an, diesen schnell zu bekommen, da man (leider immer noch) sehr viel kopieren muss. Dasselbe gilt natürlich für den Zugang zu den Rechnern oder – falls vorhanden – schulinternen Kommunikationssystemen. Als „Tagebuch“ bezeichnen viele Schulen immer noch jene Hefter, in die die Stunden, Abwesenheitszeiten oder sonstige Bemerkungen eingetragen werden.

Schulorganisation: Lehrer

Bevor man sich in all das stürzt, was an Schulorganisation zu erledigen ist, muss man natürlich zunächst wissen, welche Klassen man hat. In vielen Schulen wird dies schon zum Ende des vorherigen Schuljahres übergangsweise mitgeteilt. Das hat den Vorteil, dass man die Inhalte besser vorbereiten kann. Wenn man dies noch nicht weiß, kann man dennoch einige organisatorische Dinge klären.

Auch ist es gut, wenn man sich über die wichtigsten Fachbeschlüsse informiert.

  • Fachkonferenzbeschlüsse erfragen zu…
    • Notengewichtung
    • Anzahl der Klassenarbeiten
    • Durchführung, Benotung und Gewichtung von GFS; Bewertungsbogen?
    • Schulcurriculum
  • GLK Beschlüsse erfragen zu …
    • Rauchen
    • Duzen/Siezen in der Oberstufe (z.B. Klasse fragen, wie sie es haben möchte)
    • weitere wichtige GLK Beschlüsse

Wichtig ist vor allem – falls dies nicht digital zur Verfügung gestellt wird – die Termine im Schuljahr zu kennen. Elternabende, Konferenzen, Gottesdienste und ähnliches sind nämlich nicht nur für das Erscheinen wichtig, sondern auch, weil Unterricht ausfällt, man ggf. keine Klassenarbeit schreiben kann usw. Dies gilt auch für die eigenen Sprechstunden, die meist in eine Liste eingetragen werden.

  • Namenskürzel?
  • Als Klassenlehrer (stellvertretender KL) vorgesehen?
  • Wie sind Sprechstunden geregelt?
  • Termine für Elternabende?
  • Termin Eröffnungskonferenz? Konferenzrhythmus?
  • Ausdruck der Schulordnung?
  • Gottesdienst?
  • Hausaufgaben: auch bei Nachmittagsunterricht? Andere Regelungen?

Schulorganisation: Klassen

Zu Beginn ist alles noch etwas wirr. Dennoch ist es immer gut, wenn man sich Gedanken darüber macht, wie die alltägliche Organisation mit den (eigenen/ Fach-)Klassen gehandhabt wird. Unter anderem sollte man darüber nachdenken

  • ob es Schüler gibt, die das Tagebuch führen (und Kollegen hinterherlaufen, die das Eintragen vergessen)
  • ob es einen Tafeldienst gibt und wie dieser wechselt
  • ob (ab der Mittelstufe) eine GFS-Liste eingetragen werden muss
  • ob es einen Ort gibt, an dem Fundsachen abgegeben werden
  • ob Hausaufgaben ins Tagebuch eingetragen werden (am besten den jeweiligen Klassenlehrer fragen)
  • wo, wie und wann man zu spät kommende oder störende Schüler einträgt

Schulorganisation: Schüler

Ganz allgemein kann man sagen, dass Schule am besten funktioniert, wenn Kolleginnen und Kollegen sich über grundsätzliche Regeln einig sind. Demnach ist es absolut sinnvoll, sich über die Unterrichtszeiten, Pausenregelungen, Aufsichten und dergleichen zu erkundigen. Weitere Überlegungen sind (nach Andreas Kalt).

  • Wohin dürfen Schüler in der großen Pause, wohin nicht?
  • Wohin dürfen sie vor Unterrichtsbeginn, wohin in der Mittagspause?
  • Kranke Schüler aus Unterricht entlassen? Wie geregelt?
  • Wo endet das Schulgelände?
  • Ab welcher Klassenstufe dürfen Schüler das Schulgelände verlassen? Raucherecke?
  • Kaugummi, Handy? Wie geregelt?

Erste Schulwoche

Ganz allgemein ist der erste Tipp für die erste Schulwoche wohl, dass man versucht, in sich zu ruhen und nicht alles auf einmal zu wollen. Vieles läuft vielleicht noch nicht so, wie man es gerne hätte. Dennoch kann man natürlich schon ein wenig vorarbeiten, indem man auf ein paar grundlegende Dinge achtet.

  • Wo sind die Klassenlisten, auf denen steht, welche Schüler in der Klasse sind? Diese kann man ggf. schon in seinen Planer eintragen.
  • Bücherlisten für Schüler; wie ist die Ausleihe geregelt?
  • Schülern die Notengebung und Gewichtung transparent machen (wichtig und im Tagebuch festzuhalten).
    z.B. schriftlich: 50%, mündlich: 40%, Heft: 10%; oder
    schriftlich: 40%, mündlich: 30%, Vokabeltests: 20%
    (idealerweise ins Heft diktieren und von Eltern unterschreiben lassen oder am Elternabend mitteilen, auf jeden Falls ins Tagebuch eintragen, dass dem Transparenzerlass Rechnung getragen wurde)
  • den Schülern Zahl der Klassenarbeiten mitteilen — z.B. Nebenfach: 2 KA, 2 Tests von ca. 20 min, diese zählen zusammen wie eine KA oder Fremdsprache: 4 KA, 1-2 mal pro Monat Vokabeltest;
  • Hinweis auf Pünktlichkeit
  • Kaugummi, Handy, Rauchen, Mützen im Unterricht
  • Sind Lektüren, Workbooks, zusätzliche Materialien (Übungshefte etc.) vorhanden?
  • Anschaffen?

Klassenlehrer/ stellvertretender Klassenlehrer

Wenn man Klassenlehrer ist, muss man auf weitere organisatorische Dinge achten. Diese sind (unter anderem nach Andreas Kalt).

  • Anwesenheit (Klassenliste)
  • Zeugnisse einsammeln; unterschrieben?
  • Personalbögen für Schüler?
  • Ferientermine mitteilen?
  • Stundenplan diktieren
  • Hinweise auf Schulordnung
  • Sicherheitsbelehrung, Fluchtwege
  • Klassensprecher
  • Tagebuchordner
  • Einteilung Tafeldienst

Vielleicht helfen diese Anmerkungen dem einen oder der anderen. Wie immer freue ich mich, dass ihr mitteilt, falls etwas vergessen wurde. Vielleicht denkt ihr auch an andere Dinge. Einfach in die Kommentare.

Allen einen gelungenen Schulstart. 

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UNTERRICHT: Abiturvorbereitung: Anmerkungen zum Essay

Nach einer positiven Rückmeldung zu den Lernvideos und der Agnes-Interpretation wurde ich auf Facebook von einer Abiturientin nach weiteren Themen gefragt. Eine komplette Interpretation von Homo Faber findet sich hier. Dantons Tod folgt. An dieser Stelle möchte ich einige hilfreiche Anmerkungen zum Essay machen. Im besten Falle, um die Entscheidungsmöglichkeiten im schriftlichen Deutschabitur zu verbessern (und sei es, weil man es nicht nimmt). Im weiteren Verlauf finden sich dann sowohl Verweise zu Beispielen als auch eine „Verbesserung“ eines Essays, den ich für jemanden gelesen und mit Anmerkungen versehen habe. 

Du machst jetzt oder bald Abitur? Hier geht es zu einer Facebookgruppe, in der es Neuigkeiten und Tipps gibt.

Eine Vorbemerkung

Als Schüler*in bekommt stellt man sich mit Sicherheit schnell die Frage: Was haben meine Lehrer eigentlich gegen Essays? Denn bevor der Essay als Form eingeführt wird, wird meist schon vorher angemerkt, dass sich nur die „Guten“ damit befassen sollen und die auch nur, wenn sie wirklich sicher sind. Was ist also das Problem? Es gibt genau zwei.

  1. Auf Fortbildungen zum Essay (wie ich sie selbst besucht habe), sind die Punktevergaben zum Essay noch weiter auseinander als im Fach Deutsch sowieso schon. Das liegt daran, dass auch Lehrer unter dem Begriff „Essay“ etwas anderes verstehen. Wer an einen Text denkt, der Anklänge an wissenschaftliches Arbeiten hat, verlangt anderes als jemand, dem es eher um rhetorisches Geschick geht.
  2. Die Offenheit der Form ist in der Tat nicht für jeden etwas. Sie bedeutet nämlichen dass man zwar (scheinbare) Freiheit hat, sich aber dementsprechend nicht an einem Gerüst entlang arbeiten kann, wie es bei der Texterörterung oder der Analyse einer Textstelle der Fall ist. Mehr noch: Während man für den Werkvergleich Inhalte auswendig lernen kann (die die Textarbeit nicht ersetzen) und auch für Prosa- und Gedichtanalyse fachsprachliche Begriffe lernen und anwenden kann, gilt beim Essay nur, dass man ihn nur üben kann, indem man schreibt und liest.

Neuerungen beim Abiturformat ab Abitur 2019

Die Essayaufgabe ändert sich ab dem Abitur 2019. Der Operator „Verfassen Sie einen Essay“, wird um den Zusatz

Nutzen Sie das Material

ergänzt. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler, die bei der Deutschaufgabe den Essay nutzen, das beigefügte Material nutzen müssen. Einen Essay zu schreiben, der sich gar nicht auf das Material bezieht, ist somit nicht mehr zulässig und führt zu Punktabzug. 

Dabei geht es nicht darum, dass das komplette Material genutzt wird, sondern darum, dass man zentrale Aspekte des Materials nutzt. Das Material fungiert so als Grundlage für die eigenen Gedanken.

Was ändert sich durch diese Neuerungen?

Durch diese Veränderungen verändert sich in erster Linie der Zugang zu einem Thema. Man kann nicht mehr ins blaue Schreiben – wovon sowieso abgeraten wird  sondern muss sich mit dem Material auseinandersetzen. Ob man dies nun tut, nachdem man sich seine eigenen Gedanken gemacht hat oder davor, hängt sehr von dem eigenen Zugang ab. Es bietet sich jedoch an, sofort Assoziationen aufzuschreiben, damit diese nicht unter dem Eindruck des Materials verlorengehen.

Für die Lehrerinnen und Lehrer ändert sich vor allem etwas in Bezug auf das Themengebiet des Essays. Dieses soll „domänenspezifische“ Themen umfassen, also Inhalte, die für das Fach Deutsch typisch sind (Sprache, Kommunikation, Medien, Lesen usw.). In diesem Artikel sind solche Essays verlinkt.

Was ist ein Essay?

Um nicht die gesamte theoretische Diskussion nachzuzeichnen, seien hier nur ein paar Passagen kommentiert, die auf dem offiziellen Server des Landesbildungsservers Baden-Württemberg  genannt werden.

Der Essay wird definiert als

ein nicht zu umfangreicher, stilistisch anspruchsvoller Prosatext zu einem beliebigen Thema. Es handelt sich dabei um keine fest umrissene Textsorte, sondern vielmehr um eine Darstellungsform, die ein Thema frei, assoziativ und betont subjektiv-reflektierend erörtert. Dabei liefert der Essay oft keine neuen Fakten, sondern betrachtet Bekanntes aus einer anderen Sichtweise. Das Ziel ist hierbei nicht, den Leser von seiner Meinung zu überzeugen. Der Essay versucht vielmehr Denkanstöße zu liefern und den Leser zu Reflexionen anzuregen. Dies erreicht er, indem zumeist mehrere Lösungsmöglichkeiten und Denkansätze zu einer Problemstellung in pointierter, ironischer oder provokativer Weise erörtert werden.

Das, was hier steht, ist (aus meiner persönlichen Sicht) gleichsam richtig und falsch, denn: Obwohl man tatsächlich nicht argumentiert, überzeugt man doch. Wenn man nämlich dem Leser durch den Text eine neue Sicht auf einen Gegenstand gibt, bedeutet das ja im besten Falle eine andere Überzeugung. Dieser Punkt soll nur zeigen, dass es nicht nach dem schulischen Schema F funktioniert (also im Sinne von Argument, Begründung, Beleg – warum das übrigens auch nicht funktioniert, schreibe ich hier).

Das, was den Essay ausmacht – und das unterscheidet ihn von allen anderen Schreibformen – ist aber nicht nur eine lose, reflektierende Form, sondern der Fakt, dass die Sprache selbst Teil des Essays ist. Während man also in Interpretationen die Sprache eines anderen zerlegt, konstruiert man beim Essay selbst.

Deshalb ist der Essay

eine stilistisch anspruchsvolle Textsorte, bei der die ganze Bandbreite poetischer und rhetorischer Gestaltungsmittel zum Einsatz kommen kann. Dabei wird der Leser oft durch gezielte rhetorische Fragen direkt angesprochen; durch Metaphern, Alliterationen, Wiederholungsfiguren sowie weitere Stilmittel werden bestimmte Argumente hervorgehoben; Andeutungen, Mehrdeutigkeiten und Zitate runden eine geistreiche und pointierte Auseinandersetzung mit dem Thema ab.

Dass der Leser nicht überzeugt werden soll, wie noch oben gesagt, wird also schon in der offiziellen Definition des Stils widerlegt, der von „Argumenten“ spricht.

Charakteristika eines Essays

Ein Essay ist keine Analyse. Das bedeutet, dass man in ihm die freie Auswahl hat, welche Art von Text man schreibt, das heißt man kann

  • appellativ schreiben, also Anweisungen geben („Stellen Sie sich doch mal vor, was wäre, wenn das Geld abgeschafft würde.“
  • deskriptiv schreiben, also Szenarien ausmalen (“ Ich stehe einmal wieder mit einem dicken Kopf aus, erkennen aus meinen vertrockneten Augen kaum die Welt, die mich wieder empfängt).
  • narrativ schreiben, also eine Geschichte erzählen („Damals ging ich mit meinen Eltern in ein Geschäft und war fasziniert, von den vielen bunten Lichtern.“)
  • expositorisch schreiben, also eine Theorie entfalten („Sind wir also wieder auf dem Weg, die Aufklärung, wie sie Kant forderte, hinter uns zu lassen?“)
  • argumentativ schreiben, also begründen („Menschen sollten sich mehr fragen, wie sie zueinander sind, nicht, was sie sein wollen.“)

Es gibt noch weitere Arten. Im besten Fall ist der Essay eine Mischung aus allem.

Ein wirklicher Tipp

Das meiste, von dem, was hier zusammengefasst ist, kann man sich auch aus dem Netz holen. Kommen wir zu einem wirklichen Tipp. Das Schöne am Essay ist eben, dass er unkonventionell ist, konkret: Stellen Sie sich vor, Sie sollen über das Thema Schicksal schreiben. Natürlich können Sie verzweifeln, weil Ihnen spontan nichts einfällt und Sie in Religion und Philosophie nie genau zugehört haben (und nicht wussten, dass es mal für das Abitur relevant ist). Aber Sie spielen sehr gerne Computerspiele, die in riesigen Welten spielen.

Sie könnten also, wenn Sie es richtig anstellen, die Schicksalhaftigkeit des Menschen anhand eines Computerspiels beschreiben. Sie könnten (ich spinne herum), den Einstieg als eine Beschreibung der Welt, durch die Sie gehen beschreiben, könnten sogar auf die Tasten der Playstation-Konsole eingehen. Was ist unser X?

Genau das könnten Sie aber auch mit jedem anderen Hobby machen, bei dem Sie sich richtig gut auskennen. Wenn Sie es schaffen, das Thema mit einem Themenfeld, das Sie sehr gut kennen, zu verbinden und im besten Fall auch die äußere Struktur des Textes danach auszurichten, kann dabei etwas richtig Gutes rauskommen.

Konkrete Beispiele

Da es am besten ist, nicht nur artifizielle (also künstliche) Beispiele zu präsentieren, bin ich froh, an dieser Stelle einen ganz konkreten und, wenn man so will, auch relevanten Essay zu präsentieren. Er war in der Ausgabe 12/17 der Wochenzeitung „Der Freitag“.

 

Lesen kann man ihn hier.

Das Gespräch mit dem Chefredakteur kann man sich so vorstellen:

„Kannst du was zur Buchmesse schreiben?“

„Ich weiß gar nicht, wer da ausstellt.“

„Das macht nichts. Schreib‘ was über das Lesen. Dir wird schon was einfallen.“

Und so kam es dann auch. Will sagen: Es ging weniger um die harten Fakten, für die man recherchieren müsste, sondern eben um die Perspektive.

Um meine eigene Fähigkeit unter Beweis zu stellen (was ich als Lehrer für diese Schreibformen wichtig finde, denn kritisieren kann jeder), machte ich vor ein paar Jahren auch bei einem Wettbewerb mit. Der Essay gewann nicht, kam jedoch unter jene, die veröffentlicht wurden. Er hat das Thema digitale Bildung. Auch hier können Sie sehen, wie ich jene Strategien anwende, die ich zuvor erwähnte. Ich leite auf ein Themenfeld, in dem ich mich auskenne, und entfalte innerhalb dieses Rahmens meine Gedanken.

Lesen kann man den Essay  hier. 

Zuletzt verweise ich auf einen Essay, den ich mittlerweile für sehr konstruiert halte. Ich schrieb ihn direkt nachdem ich die Fortbildung zum Thema hinter mir hatte. Er wird von einem Deutschkollegen ab und zu in der Klasse besprochen, deshalb sei er an dieser Stelle erwähnt.

Lesen können Sie ihn hier. 

Des Weiteren können Sie natürlich auch auf diesem Blog im Inhaltsverzeichnis nach weiteren Essays suchen.

Was nun?

Um wirklich verstehen zu können, wie Essays aufgebaut sind, können Sie nun überprüfen, ob meine Essays wirklich dem entsprechen, was ich zuvor an Definition und Struktur vorgegeben habe. Ab dann heißt es selbst üben.

Einen wirklich guten Essay, den ich kommentiert und besprochen habe, können Sie außerdem hier lesen. Vielen Dank Sören Lembke für die Erlaubnis zur Veröffentlichung (Meine Passagen sind als Kommentare gekennzeichnet.)

 

Luxus – eine Frage des Geldes?

Luxus – eine Frage des Geldes?

Ich komme nach Hause und bin gerade dabei mir mein Mittagessen zu kochen. Die Spezialität des Tages heißt Reis mit Thunfisch. Damit werde ich vermutlich keinen Michelin-Stern einfahren können, aber angesichts meiner endlosen Faulheit bin ich schon stolz, dass heute keine Tiefkühl-Pizza herhalten musste. Ich gebe gerade dem Gericht mit einer Prise Salz den letzten Schliff, als auf einmal die Haustür aufspringt. Ich erschrecke mich und der komplette Löffel Salz landet im Kochtopf. Während ich mir noch überlege, ob ich die Nummer von der nächsten Dönerbude im Handy eingespeichert habe, tritt mein Vater in die Küche mit einem Lächeln im Gesicht, das über beide Ohren reicht. Normalerweise komme er doch erst um vier frage ich ihn, doch er antwortet: „Ich musste heute nur bis um 13.00 Uhr arbeiten – was für ein Luxus!“

Einerseits sehr angenehm, dass ich nun die Freude des Garens an meinen alten Mann übertragen kann, doch was ist daran Luxus, wenn man weniger arbeiten muss? Luxus sind für mich schnelle Autos, große Häuser und teure Klamotten. Mein Vater – geschweige denn ich – besitzen keinen Führerschein, leben in einer verhältnismäßig kleinen Wohnung und ich trage oft die Klamotten meines älteren Bruders. Wo also findet mein Vater in dieser Szenerie Luxus? Ist Luxus nicht immer mit finanziellem Reichtum verbunden?

 

Ich will nicht überschwänglich sein und äußere dies, ohne den Rest zu kennen, aber: Dieser Beginn bietet all das, was ich in einem sehr guten Essay erwarten könnte. Eine authentische Szenerie, die zu einer Fragestellung hinleitet, Gewitztheit und Wortgewandtheit und Stringenz in der Gedankenführung. Gefällt mir sehr gut. Deshalb fällt es schwer, hier noch einen Tipp zu geben. Vielleicht diesen: Das Schmunzeln über authentische Situationen, die man aus seinem eigenen Alltag kennt, kann gesteigert werden, wenn die Szenerie noch mehr ausgemalt ist. Da kann dann der Vater mit einem „luftigen Schritt“ den Raum betreten, das Garen, das übertragen wird kann zur „Vollendung des von mir zubereiteten Gaumenschmauses“ werden, ergo: Hyperbeln und Paraphrasen sind immer gut.

 

Luxus, das ist Überfluss, er übersteigt den als „normal“ angesehenen Lebensstandard. Im Lateinischen bedeutete es noch Verschwendung, heutzutage hat es sich zu einem eher positiven Begriff gewandelt. Rapper haben mehr Ketten um den Hals als Häftlinge in Guantanamo und die Jugend himmelt sie an, will später einmal so werden wie sie und den selben Lifestyle führen. Das ist in der Generation über mir nicht anders, nur haben deren Idole nicht mehr viele Ketten und auffallende Klamotten, sondern tragen Hemden und haben Wohnsitze auf allen Teilen der Welt.

Schöne Passage, schön eingesetzte Rhetorik. Gut auch immer: Antithesen. (…) nicht mehr viele Ketten, sondern weniger Zähne…

Luxus, das ist wie das Nirvana, das Ziel eines strebsamen Lebens, die Belohnung am Ende, etwas Übervollkommenes.

Doch hatten die alten Römer nicht auch irgendwo Recht? Luxus benebelt und ist irrational. Es zeugt nicht gerade von großer Intelligenz, sich ein Auto zu kaufen, dessen volles Potential man nie ausnutzen können wird, das nur zwei Sitze hat und gleichzeitig so viel kostet wie ein Haus. Doch trotzdem gibt es Leute, die sich genau so eine rote Metallkiste mit Rädern und einem Pferdchen auf der Haube gönnen. Mit Luxusgegenständen will man sich über andere hinwegsetzen, ihnen und vielleicht auch sich selber etwas beweisen. Die entstehende Anerkennung und Aufwertung des Selbstwertgefühls entschädigt dann die utilitaristisch unglaublich unterbelichtete Errungenschaft.

Hier hätte ich erwartet, dass die pejorative Sicht auf die Wertlosigkeit des Statussymbols aus dem letzten Satz noch aufgenommen wird. Essay ist auch Flow. Eine erhabene Form der Lächerlichkeit (ohne völliges Niedermachen) gegenüber denen, die sich so erhaben schätzen, ist immer gut.

 Also lässt sich nun all Luxus mit Geld erkaufen? Nein. Denken Sie nur einmal an den Moment, in dem Ihre Frau Ihnen das Frühstück ans Bett gebracht hat. Luxuriös, nicht wahr? Diese einfache Geste wird in unserer Gesellschaft als „über dem Maß“ eingestuft und zählt somit zur Kategorie Luxus. In einer „netteren“ Gesellschaft wäre dies nicht so.

 

Doch das ist eines der wenigen nicht erkaufbaren Luxusgüter. Und die Zeit fragen Sie? Nein, das hat uns schon Marx vor über 150 Jahren gelehrt: Mit der industriellen Revolution entstand die Arbeiterschicht, eine Schicht bestehend aus Menschen, die oft keine Ware anbieten konnten zum Tausch. Nur eines besaßen sie noch: sich selber. Und somit ihre Arbeitskraft. Der Kapitalismus, der im Großteil der Welt mittlerweile das vorherrschende Gesellschaftssystem ist machte aus der Arbeit – und somit der Zeit – eine Ware, die sich beliebig kaufen und verkaufen lässt. Klingt kalt, ist aber so. Somit liegt mein Vater also komplett richtig, wenn er von einem Luxus spricht den er genießt, wenn seine Arbeit verkürzt wurde. Seine Zeit, über die er nun frei verfügen kann ist eine gewonnene Ware.

Seht guter Verweis in die Geschichte. Alles, was ich schreibe, schreibe ich in dem Eindruck, dass es mir eigentlich so gut gefällt, dass man es nicht weiterführen müsste. Weil du aber fragtest: du verknüpfst die Teile des Essays entweder mit Schlagworten – also von der „netteren Gesellschaft“ geht es zu der „Arbeiterschicht“oder mit provokanten Fragen. Beides gut.

Eine weitere Möglichkeit wäre – und ist es in der Tat immer – einem bunten Pullover gleich die Teile ineinanderzuweben. Teilweise machst du das, indem du wieder auf deinen Vater eingehst. Hier könnte dann aber sogar noch mehr stehen. In diesem Sinne also die Weiterführung des Autos mit der Zeit. Mehr noch: Die Stunde eher frei als Teilzeitcabrio des kleinen Mannes.

Ich hoffe, du verstehst, was ich meine.

Der Kapitalismus hat vieles verändert, nicht nur den Wert der Zeit, sondern auch die Abstände zwischen verschiedenen Ländern. In jeder Gesellschaft bezeichnet der Luxus das Überflüssige, doch man muss sich erinnern, das unsere Gesellschaft keinesfalls eine Norm für andere Kulturen darstellt. Es gibt Gewinner und Verlierer, Deutschland und Äthiopien. Dies verändert die Perspektive zum Luxus. In Deutschland ist ein Porsche Boxster nicht einmal mehr ein großer Luxus, in Äthiopien ist es schon ein Haus aus Stein. Diese krasse Spaltung zwischen Arm und Reich zeigt uns aber auch, wie „arme“ Menschen glücklich sein können. (Und dann ist die Frage, wer eigentlich arm ist.)

Offensichtlich ist Luxus etwas Wünschenswertes, etwas Glückbringendes. Verwunderlich scheint es doch dann, dass ein Äthiopier mit einem Haus aus Stein, dass dort höchstens ein Hunderstel eines Sportwagens kostet luxuriös leben kann. Sind sie uns da einen Schritt voraus? Wenn man rein nach der Luxus-Bilanz gehen müsste man vermutlich zustimmen, in Äthiopien ist es leichter ein dort als luxuriös angesehenen Lebensstil zu führen, als in Deutschland. Luxus ist also ambivalent und kein feststehendes Maß.

Doch ist Luxus überhaupt wünschenswert? Viele Deutsche schauen wöchentlich komplett inhaltslose Serien wie „Keep up with the Kardashians“ oder „Die Geissens“, in denen nichts anderes geschieht als das perfekte Luxusleben inszeniert wird.

Ich stelle mir so ein Leben nicht als erfüllend vor. Das Leben ist gefüllt mit Herausforderungen, und unser einziger Antrieb besteht darin, diese zu meistern. Doch Luxus, das Normale-plus-Ultra, hat dies schon hinter sich, oder gar nicht erlebt. Wenn wir es wollen und geschickt anstellen, so kann jeder von uns viele kleine Luxus-Momente erzeugen. Ein teures Mittagessen, Frühstück im Bett, oder selbst eingeteilte Freizeit und Entspannung; das ist Luxus, den wir uns gönnen können ohne viel Geld auszugeben. Man darf es nur nicht zum Standard werden lassen, sonst muss man eine Klasse höher springen, und noch eine, usw. Das lässt auch schnell erkennen, dass es diese im Fernsehen vorgegaukelte Luxuriösität so nicht gibt, der Mensch giert immer nach mehr. Das Mehr als Vollkommenen kann nicht existieren, wenn der Mensch nicht einmal das Vollkommene finden kann. Hört sich nett an, finde ich aber unlogisch. Warum nicht? Besser: Das Mehr an Vollkommenen kann nicht existieren, wenn der Mensch aus der Beschränktheit seiner Perspektive nicht weiß, was wirkliche Vollkommenheit ist.

Ein bescheidener Lebensstil gespickt mit Luxuseinheiten ist billig, gesund und vor allem: möglich. Vielleicht sollte ich demnächst ein Fernsehteam anheuern, dass einen Film über die Lembkes dreht und den Luxus den mein Vater nun genießt. Doch das würden viele vermutlich nicht verstehen.

Ich bin jetzt einfach nur froh, dass es jetzt doch keinen versalzenen Reis mit Thunfisch gibt, da mein Vater jetzt kocht. Was für ein Luxus!

 

Beinahe hätte ich gejauchzt, da ich dachte, ich könnte dir wirklich einen Tipp geben. Aber nein, auch abrunden tust du den, wie du mittlerweile sicher weißt, sehr gelungenen Essay schon. Etwas habe ich an dieser Stelle aber noch zu beanstanden: Den Schluss kannst du noch mehr auskosten, gerade, weil es interessant ist, diese authentische Situation wie im Live-Bild mitzuverfolgen (ganz unstrukturiert auch hier der Verweis: So könnte man eine weitere Dimension einfügen. Beginnen mit „Cut! Klappe die Zweite!“ Dann das, was du schon geschrieben hast, dann wiederaufnehmend bei den popkulturellen Sendungen.)

Will sagen: Mein Vater wundert sich über das Salz, werkelt in der Küche, fragt mich Dinge, die mich gerade nicht interessieren. Stundenlang. Dabei sind gerade einmal ein paar Sekunden vergangen. Ein Luxusauto wäre jetzt schon bei Hundert. Mich nervt es. Bald muss er wieder zur Konferenz. Dann bin ich allein. Auch ein Luxus.

 

Insgesamt kann ich dir aber nicht viel sagen, weil dich dein Instinkt schon an den richtigen Stellen in andere Gefilde führt und du weißt, wann du eine neue Dimension öffnen kannst. Das Einzige ist, wie gesagt, metasprachliche Fügungen. Motive wieder aufnehmen und so eine Erinnerung an die Thesen der vorigen Passagen… Aber das sind Kleinigkeiten.

Oder willst du es probieren?

 

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DIGITAL: Digitale Bildung, also ein bisschen

Es begann mit Höhenflügen: Voller Enthusiasmus malte ich mir vor etwa vier Jahren ein Bild, in dem jeder Lehrer Twitter, jeder Schüler ein iPad und jeder Normalbürger ein wenig Verständnis für die technischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen und Konsequenzen der digitalen Revolution haben. Das war einmal. Vom Boden der Tatsachen aus kann man zwar nicht weit, aber dafür genauer schauen.

Foto: Thomas Clemens

Hier ein Einblick, wie ich digitale Medien und Themen in meinem Unterricht einsetze, also ein bisschen.

Smartphones
Man darf, ab etwa der 8. Klasse das Smartphone benutzen, soweit es sinnvoll ist. Sinnvoller Gebrauch ist beispielsweise das Nachschauen von Themen, die über meinen oder den Wissensschatz der Schüler hinausreichen. Das kann das Nachschauen von Vokabeln sein. Das kann aber auch ein Blick in die authentische Lebenswelt anderer Menschen sein.

Dazu ein Beispiel: Ich habe nichts gegen Schulbücher (zumindest nicht gegen alle) und bin auch nicht der Meinung, dass man nun alles digitalisieren müsste (könnte man, ja, dafür bräuchte ich aber, sagen wir, 15.000 €. Wenn ihr die übrig habt, schickt mir eine Mail). Allerdings sind alte Schulbücher in einer sich sehr schnell wandelnden Welt oftmals etwas altbacken, gerade was die Darstellung angeht. Wieso also nicht schauen, ob im sonnigen Kalifornien die Menschen wirklich so herumlaufen, wie beschrieben? Auf Instagram kann man das leicht. Genau so wie man auf Tumblr schauen lassen kann, welches Weltbild Jugendliche haben, die in dem gleichen Alter sind.

Nicht weltbewegend, ja. Aber normal. Das kleine Bisschen digitale Bildung ist in meinem Unterricht der normale Handygebrauch und zwar dort, wo er sinnvoll ist und sich anbietet (und ja, manchmal darf man auch die Hausaufgaben abfotografieren, während ich wichtige Tafelbilder abschreiben lasse. Mit der Hand! Verarbeitung von Informationen und so).

Vorerst letzte #mannequinchallenge des #windeckgymnasium Szene aus einem Roman, in dem die Schüler gegen den willkürlichen Lehrer aufbegehren.

Ein von Windeck-Gymnasium Bühl (@windeckgymnasium) gepostetes Video am

Blogs
Ich nutze Blogs. Das haut jetzt auch keinen aus den Latschen, ich weiß. Aber dies ist ein wichtiger Schritt, denn: Es werden andere Textformen kennengelernt, die sich nicht in das Schema-F der Buchstruktur quetschen lassen. Und es sind Texte, die Leute schreiben, weil sie schreiben wollen, weil sie es können und weil sie etwas bewegt. Schüler wittern nämlich oftmals das gut gemeinte, aber eben nicht gut umgesetzte Verlangen der Verlage, alles so lange zu didaktisieren, dass man die Moral als Bodensatz schon zu Beginn rausschmecken kann.

Ab und zu nutze ich auch meinen eigenen Blog; das mache ich, damit die Schüler herausfinden können, ob ich tatsächlich machen kann, was ich von ihnen erwarte. Und um zu zeigen, dass ein Mensch, den sie kennen, tatsächlich aus Lust schreibt. Und ab und zu lasse ich sie kommentieren, sozusagen in freier Wildbahn.

Und, klar, ab und zu lasse ich sie Blogs schreiben. Natürlich ist da ein wenig Zwang dabei, ansonsten wird es willkürlich. Aber als ich ein durch „Schulzwang“ begonnenes Blogprojekt der verantwortlichen, freiwilligen Weiterarbeit zuführte, waren die Ergebnisse fantastisch. Und alle begeistern würde ich zwar gerne, kann ich aber nicht.
Inhalte
Das wichtigste in meinem Unterricht ist aber weder das Smartphone, noch die Blogs. Es sind die Themen. Digitale Themen sind Gesellschaftspolitik. Es gibt kein entweder oder. Deshalb ist es genau so bescheuert, einen Guide für Internetquellen zu erstellen (denn es gilt für alle Quellen) wie den Hoax oder fake News als Internetphänomen einmal im Jahr zu besprechen (denn Lügen und Manipulation gab es auch schon im Mittelalter).

Es würde zu weit führen, jedes Beispiel meines Geschichts-, Englisch-, oder Deutschunterrichts ich mit digitalen Entwicklungen verbinde. Denn von der Verfassung der DDR (was sagen sie, was meinen sie, was denken sie?) bis hin zur Erörterung (Sascha Lobos Nazikeule, Argumente der besorgten Bürger) versuche ich jederzeit, wenn es möglich ist und sinnvoll scheint, Brücken ins Hier und Jetzt zu schlagen.

Viel geschafft heute in der Medien-AG des #windeckgymnasium Die neuen #windecknews und das #Jahrbuch sind in den Startlöchern.

Ein von Windeck-Gymnasium Bühl (@windeckgymnasium) gepostetes Foto am

Medien-AG
Natürlich bin ich auch stolz auf die Medien-AG und froh darüber, dass ich nun mit Jugendlichen wirklich auch medial gestalten kann. Zu nennen sind dabei vor allem die Youtube-Videos. Auch Social Media Kanäle hat meine Schule mittlerweile und, nicht zu vergessen, eine aktuelle und, wie ich meine, interessante und gut strukturierte Homepage.

Aber, und darum geht es hier: All diese Beispiele zeigen, dass ich
• keine Roboter programmiere (weil ich es nicht kann)
• keine Tablets benutze (weil wir sie nicht haben)
• so gut wie keine Apps benutze (weil sich mir der Nutzen oft nicht erschließt)
• und auch sonst keine riesigen Innovationen in meinem Unterricht einbringe, aber:

Jederzeit versuche, gesellschaftspolitische Themen, das digitale umfassen, in meinen Unterricht einzubringen. Das ist nicht mehr so innovativ, so schön technisch, so mitreißend, wie ich mir das mal vorgestellt hatte. Aber es ist digitale Bildung. Also ein bisschen.

Das ist dann wohl offiziell die erste Meme mit einem Lehrer. 🤓 Danke an MK!

Ein von Windeck-Gymnasium Bühl (@windeckgymnasium) gepostetes Foto am

P.S. Bevor ich es vergesse: Ich mache natürlich auch YouTube-Videos. Die sind aber nicht teil eines genialen Konzeptes, sondern sollen die Schüler lediglich unterstützen und mich entlasten, so dass ich grundlegende Dinge nicht tausendfach wiederholen muss. Also quasi Flipped Classroom, aber, ihr werdet es euch denken, ein bisschen.

 

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UNTERRICHT: Agnes von Peter Stamm: Kapitelübersicht

Kapitel Personen Ort Thema Bemerkung zu Erzählebenen und Episoden
1 Ich-Erzähler, Verkäufer Wohnung von Agnes und ICH -Erzähler, Laden Der Ich-Erzähler schaut ein altes Video von ihm und Agnes, indem sie einen Ausflug in den Hossier National Forest machen. Gespräch mit Verkäufer.
2 Ich-Erzähler, Agnes Public Library Erste Begegnung mit Anges in der Bibliothek. Beim Rauchen frägt der Ich-Erzähler nach ihrem Namen und danach, ob sie am nächsten Tag wieder dort sei.
3 Ich-Erzähler, Agnes Public Library, Coffee Shop Ich-Erzähler und Agnes haben längere Gespräche. Reden dabei meist über Politik oder Kunst und eher selten über ihr privates Leben. Episode: Herbert begegnet einer fremden Frau (S.18)
4 Ich-Erzähler, Agnes kleines chinesisches (indisches) Restaurant Sie verabredeten sich auf ein Date. Dabei diskutieren sie am Ende über den Tod und welche Angst Agnes vor dem Tod hat. Danach fahren sie zum Ich-Erzähler nachhause und küssen sich.  Episode: Agnes und der Ich-Erzähler finden eine tote Frau (S.22)
5 Ich-Erzähler, Agnes Beim  Ich-Erzähler  Zuhause Agnes und der  Ich-Erzähler haben Geschlechtsverkehr und am nächsten Morgen haben sie wieder eine Unterhaltung über das Leben nach dem Tod. Episode: Agnes erzählt von der Sonntag-Schullehrerin (S.27)
6 Ich-Erzähler, Agnes Bei dem  Ich-Erzähler Zuhause, Bibliothek Agnes und der Ich-Erzähler frühstücken gemeinsam und sie sprechen über Bücher des Ich-Erzählers. Sie erzählt auf dem Weg in die Bibliothek persönliche Dinge über ihre Zeit als Pfadfinderin. Episode: Das Pfadfinder-Mädchen verunglückt (S.32)
7 Ich-Erzähler Im Zug nach New York Der Ich-Erzähler fährt nach New York und trifft während der Fahrt auf einen Masseur und eine dicke Frau mit denen er sich kurz unterhielt. Episode: Der Ich-Erzähler begegnet im Zug einer fremden Frau, die zu ihrem Liebhaber fährt (S.35)
8 Ich-Erzähler, Agnes Bei Agnes Zuhause Der Ich-Erzähler fährt zu Agnes und sie hatte für ihn gekocht. Sie will, dass er ihre kleine selbstgeschrieben Geschichte beurteilt doch er hat kein Interesse. Danach sprechen sie noch über ihre Arbeit und die Asymmetrie von Agnes’ Arbeit.
9 Ich-Erzähler, Agnes Uferpromenade, bei dem Ich-Erzähler Zuhause Agnes möchte vom Ich-Erzähler, dass er weiter schreibt, und zwar eine Geschichte über ihr Liebesleben. Er will es nicht, aber sie besteht darauf und sie schauen sich gemeinsam das Feuerwerk zum Unabhängigkeitstag an. Der Ich-Erzähler schreibt den ersten Satz des Buchs Agnes (S.51)
10 Ich-Erzähler, Agnes Bei Agnes Zuhause Der Ich-Erzähler fängt an zu schreiben und bittet Agnes Kaffee zu kochen. Währenddessen schreibt er ein bisschen und ihr gefällt es. Jedoch will sie nicht, dass er ihre Kindheit erwähnt.
11 Ich-Erzähler, Agnes Im Park Agnes und der Ich-Erzähler gehen zusammen in den Park und machen ein Picknick. Dabei merkt der Ich-Erzähler die Nähe, aber auch die Entfernung zu Agnes und ihr Gesicht scheint ihm fremd. Dann sagt er ihr, dass er sie liebt. Das Buch Agnes erreicht die Gegenwart

Episode: Agnes flirtet auf der Diplomfeier mit Herbert. (S.57)

12 Ich-Erzähler, Agnes Bei dem Ich-Erzähler Zuhause Der Ich-Erzähler schreibt nun über die Zukunft und denkt fast durchgehend an Agnes. Er vernachlässigt seine Arbeit und möchte nur zu Agnes. Das Buch Agnes stößt in die Zukunft vor (S.62)
13 Ich-Erzähler, Agnes Bei dem Ich-Erzähler Zuhause Der Ich-Erzähler lädt Agnes zu sich ein und sie essen zusammen. Dabei möchte Agnes immer wieder erfahren, wie es in seiner Geschichte weitergeht. Er fragt Agnes, ob sie bei ihm einziehen will. Ende September zieht sie ein.
14 Ich-Erzähler, Agnes Bei dem Ich-Erzähler Zuhause, Art Institute of Chicago, In einem Lokal Für den Ich-Erzähler ist die glückliche Lebensphase monoton. Sie sprechen davon, dass man Glück nicht beschreiben könne. Daher gehen sie in ein Museum für Kunst und finden ein Bild, das aus der Nähe aus ganz vielen Punkten besteht. Episode: Agnes und der Ich-Erzähler besuchen das Kunstmuseum (S.67)
15 Ich-Erzähler, Agnes Nationalpark Agnes und der Ich-Erzähler beschließen zu campen. Sie fahren in einen Nationalpark und schlagen nach einer Wanderung ihr Zelt an einem See auf. Agnes verliert ihr Bewusstsein für eine kurze Zeit und er macht sich Sorgen. Episode: Wanderung durch den Nationalpark (S.70)
16 Ich-Erzähler, Agnes Nationalpark Am nächsten Morgen geht es Agnes nach einem Schluck Wasser besser und sie wandern weiter an altern Scheunen und einem Friedhof vorbei bis sie am dritten Tag nachhause fahren.
17 Ich-Erzähler Bei dem Ich-Erzähler Zuhause Der Ich-Erzähler schrieb zuhause an Agnes Geschichte und hatte dabei einen Traum, in dem Agnes ihm sagt, dass sie ihn nicht heiraten will. Er ist erschrocken als er aufwacht und fühlt sich, als würde er ihre Gefühle beim Schreiben schon erraten können.
18 Ich-Erzähler, Agnes, Louise Bei dem Ich-Erzähler Zuhause, Auf Amtraks Party Es ist Halloween und der Ich-Erzähler ist bei eingeladen. Dort lernt er Louise kennen und spricht lange mit ihr. Sie gibt ihm ihre Nummer, freut sich auf ein Treffen und gibt ihm einen Kuss auf die Wange. Episode: Der Ich-Erzähler lernt Louise auf einer Halloween-Party kennen (S.84)
19 Ich-Erzähler, Agnes Bei dem Ich-Erzähler Zuhause Agnes kommt von der Party zurück. Am Abend sagt sie ihm, dass sie schwanger ist. Der Ich-Erzähler will es nicht wahrhaben und sagt, dass sie abtreiben soll und hat kein Verständnis für die Situation. Agnes ist angewidert.
20 Ich-Erzähler, Agnes Bei dem Ich-Erzähler Zuhause, Bibliothek Der Ich-Erzähler geht die ganze Nacht spazieren. Als er nachhause kommt, ist Agnes weg. Sie ist ausgezogen und hat ihn verlassen.
21 Ich-Erzähler, Louise Uni, Bibliothek, in Agnes’ Straße Der Ich-Erzähler beobachtet Agnes lange Zeit. Er arbeitet nIcht mehr und eines Tages wird er von Louise eingeladen zu Thanksgiving. Nach einer Woche schreibt er wieder an Agnes Geschichte.
22 Ich-Erzähler, Louise Bei Louise Zuhause Der Ich-Erzähler isst bei Louise und wird ihren Eltern vorgestellt. Diese behandeln ihn schon fast, wie einen Schwiegersohn. Danach zeigt Louise ihm noch ihr Appartement und sie laufen ein bisschen herum.  Episode: Der Ich-Erzähler verbringt Thanksgiving bei Louises Eltern (S.100)
23 Ich-Erzähler, Louise Im Archiv der Pullman Leasing Der Ich-Erzähler macht sich viele Gedanken über Pullman und ihn interessierte der Pullman-Streik sehr. Er geht ins Archiv zu Louise um Informationen herauszufinden. Sie küssen sich und sagten bei, dass sie nur Spaß wollen und sich nIcht lieben.  Episode: Louise führt den Ich-Erzähler durch das Pullmann-Archiv. (S.105)
24 Ich-Erzähler, Freundin von Agnes Bei dem Ich-Erzähler Zuhause Der Ich-Erzähler denkt sehr viel über Agnes und das Kind nach und möchte wieder mit ihr zusammen sein. Als eine Freundin von Agnes anruft und sagt, Agnes sei krank macht er sich am dritten Tag auf den Weg zu ihr. Das Buch Agnes Wird zur Lüge (S.197, siehe auch S.99, S.80)
25 Ich-Erzähler, Agnes Bei Agnes Als der Ich-Erzähler zu Agnes geht, sagt sie ihm, dass sie ihr Kind verloren hat und sie ihn vermisst hat. Er fühlt sich schuldig. Er kann nicht schlafen und durchsucht eine Schublade mit Briefen von Herbert.
26 Ich-Erzähler, Agnes Bei Agnes und dem Ich-Erzähler Zuhause Sie sind wieder zusammengezogen. Das verlorene Kind belastet Agnes sehr, weshalb sie sich beide sehr in die Geschichte vertiefen und fast einen ganzen Tag über ihre Ehe, das zweite Kind etc. in der Geschichte schreiben.
27 Ich-Erzähler, Agnes Bei Agnes und dem Ich-Erzähler Zuhause, Einkaufscenter Agnes und der Ich-Erzähler gehen shoppen. Agnes weint, als sie Babykleider sieht und sie gehen nachhause. Dort löschen sie alle Erfundenen Geschichten und schrieben die Geschichte weiter.
28 Ich-Erzähler, Agnes Bei Agnes und dem Ich-Erzähler Zuhause Agnes und der Ich-Erzähler kommen in ihren monotonen Alltag zurück und alte Gewohnheiten von Agnes bringen das Gefühl der Distanz. Es ist Weihnachten und sie schmücken und putzen die Wohnung.
29 Ich-Erzähler, Agnes Bei Agnes und dem Ich-Erzähler Zuhause Es ist Heiligabend und sie feiern Weihnachten gemeinsam. Am Abend gehen sie, nachdem sie auf dem Dach Sterne beobachten, nach unten, baden und schlafen miteinander.
30 Ich-Erzähler, Agnes Bei Agnes und dem Ich-Erzähler Zuhause Der Ich-Erzähler kommt nach Hause vom Brötchen holen. Agnes wird von der Kälte krank und als er nach Hause kommt weint sie, weil sie ein Buch mit einem Kindergedicht gelesen hat. Als er danach spazieren geht, denkt er auch über die Schwangerschaft nach und setzt sich danach an den Computer, da die Geschichte von Agnes „wie ein Film“ in seinem Kopf abläuft.  Der Ich-Erzähler schreibt das erste Ende der Geschichte (S.132)
31 Ich-Erzähler , Agnes Bei Agnes und dem Ich-Erzähler Zuhause Am nächsten Morgen ruft Agnes Mutter an. Agnes verheimlicht, dass sie einen Freund hat. Der Ich-Erzähler schreibt einen neuen Schluss und speichert das andere Ende unter „Schluss2“ ab.  Der Ich-Erzähler schreibt das zweite Ende der Geschichte (S.135-137)
32 Ich-Erzähler , Agnes Bei Agnes und dem Ich-Erzähler Zuhause, Bibliothek Der Ich-Erzähler schreibt am nächsten Tag weiter an Schluss2. Er ist gekränkt und genervt von Agnes’ Krankheit und geht etwas spazieren und dann in die Bibliothek. Als er zuhause ist, sagt Agnes, dass es ihr nichts ausmachen würde, wenn er an Silvester zu Louise gehen würde.
33 Ich-Erzähler , Agnes, Louise Bei Agnes und dem Ich-Erzähler Zuhause, in Louises Haus Es ist Silvester und der Ich-Erzähler geht zu Louises Party. Dort begegnet er wieder ihren Eltern und vielen weiteren Personen. Er unterhält sich nur mit Louise und zum Schluss gehen sie in ihr Apartment.
34 Ich-Erzähler , Louise Bei Agnes und dem Ich-Erzähler Zuhause, in Louises Haus Louise fährt den Ich-Erzähler nach Hause und küsst ihn auf den Mund. Er erklärte ihr, dass er nichts von ihr will und es vorbei ist. Als er daraufhin in sein Zimmer will, passt der Schlüssel nicht; er hat sich im Stockwerk geirrt. Als er dann im Treppenhaus steht wird ihm bewusst, dass er fast niemanden im Hotel kennt.
35 Ich-Erzähler Bei Agnes und dem Ich-Erzähler Zuhause Der Ich-Erzähler kommt in die Wohnung. Er sieht den Computer und liest seinen Schluss noch einmal. In diesem fährt Agnes nach Willow Springs um dort in einen Wald zu gehen und sich in den Schnee zu legen. Sie ist auch nicht mehr im Zimmer und ihr Mantel ist ebenfalls weg.  Agnes liest das zweite Ende der Geschichte (S.150)
36 Ich-Erzähler , Agnes Bei Agnes und dem Ich-Erzähler Zuhause Agnes kommt nicht mehr zurück. Er wartet Tage lang und schaut sich das Video von ihrem Ausflug an.

 

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UNTERRICHT: Aufbau eines Interpretationsaufsatzes zu einem Roman

Hier eine Auflistung derjenigen Dinge, die ich in meinem Video mit demselben Titel beschreibe.

Klausurformat

Autor, Titel, Textsorte. Thema, Datierung, zeitl. Kontext, Epoche/Strömung (bezogen auf das Werk, zu dem der Textausschnitt vorliegt)

Einordnung der TextsteIle (je nach Aufgabensteilung):

  • Skizze der Vorgeschichte entwerfen oder
  • Einordnung in den Gesamtkontext des Werkes (Vgl. Texte, Themen und Strukturen, S.70ff.)
  • Hinweise auf den Akt und auf die Funktion der Szene im Aufbau/auf die Handlungs- und Konfliktentwicklung, Situation der Zentralfigur(en), Verknüpfung der Szene mit Themen- oder motivverwandten Szenen (davor, danach)

Kurze gegliederte Textzusammenfassung der vorgelegten TextsteIle

Deutungshypothese/Gesamtverständnis: In dieser Szene geht es um …

Aspekte der Analyse:

  • Situativer Kontext (Ort, Zeit, unmittelbar vorangegangene/folgende Handlung)
  • Inhalt und Handlung: wichtige Handlungselemente, Konflikte, thematische Schwerpunkte,
  • Handlungsentwicklung in der Szene/Handlungsschritte;
  • Unterscheiden zwischen Handlung und Reflexionsszene;
  • Achten Sie auf Anfang und Ende, auf Entwicklungen, Steigerungen, etc.
  • Figurenkonstellation (wer gegen wen/wer mit wem/zwischen wem?)
  • Figurenkonzeptionen, Figurengestaltung, Figurensprache

(Sprechhandlungen, Stil)

  • Gesprächsanalyse/Dialoganalyse (z.B. Gesprächsabsicht. Strategien,
  • Inhalts-/Beziehungsaspekt, symmetrisch/asymmetrisch, Gesprächsanteile, usw.)
  • Ausdrucksmittel der Bühne: Bühnenbild, Regieanweisungen, Körpersprache, i.e. Mimik, Gestik, nonverbale Signale (z.B. Pause), Raumkonzept
  • Sprachliche Gestaltung auf den Ebenen: Vokabular, Satz, Symbolik/Bildlichkeit, rhetorische Figuren.
  • Kontextwissen auf die Erzählung beziehen (Wissen über den Autor, die Zeit, die Ideengeschichte, die literarische Gattung, themenähnliche Texte heranziehen)

Bilanz:

Kurzer (bestätigender/einschränkender) Rückblick auf die Deutungshypothese

————-

Knappe Vorstellung der zu vergleichenden Werke (2 -3 Sätze zu Autor, Titel, Handlung)

Begriffliche Reflexion zum Vergleichsaspekt (Versuch, den Vergleichsaspekt begrifflich zu definieren, Teilaspekte finden)

Differenzierte aspektorientierte Darstellung des Vergleichs

Mögliche Anordnung:

  • nach Vergleichsaspekten gegliedert vergleichen
  • nach Werken gegliedert vergleichen, d. h. zuerst das eine, dann das/die anderen Werke
  • Vergleichsergebnis kurz zusammenfassen; Schwerpunkte des Vergleichs knapp
  • herausstellen (keine Wiederholung!). Zentrale Parallelen und Unterschiede als Bilanz festhalten. (Vergleich mit einem oder zwei Bezugstexten)

Schluss

Sehr kurze persönliche Wertung, Kommentar z. B. zu Aktualität von Thema, Figuren, Sprache,

Form und Gestaltungsweise, kommentierende Hinweise auf themenverwandte Stücke, Filme, Texte.

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UNTERRICHT: Methoden für das Deutschabitur 1: Zitate einbinden

Dies hier sind die Texte, die in dem unten eingebundenen YouTube-Video geschrieben wurden.

 

„Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet.“ (S.9)

„Ich kannte kaum jemanden in der Stadt. Niemanden, um genau zu sein. Ein paarmal hatte ich mich verliebt in ein Gesicht, aber ich hatte gelernt, solchen Gefühlen auszuweichen, bevor sie zu einer Bedrohung wurden.“ (S.14f.)

Der Ich-Erzähler zeigt schon früh seine Bindungsangst, indem er sein eigenes Verhalten als geschlossen beschreibt. Er sagt, er habe „gelernt, solchen Gefühlen auszuweichen (…)“ (S.15). Es zeigt sich also, dass er nicht in der Lage ist, Liebe so aufzunehmen, dass sie ihn tatsächlich berührt. Sie wird für ihn förmlich zu „einer Bedrohung“ (S.15).

Das pars pro toto des Ich-Erzählers zeigt, dass dieser die Personen um sich herum nicht als vollständige Menschen wahrnimmt. Er sagt, dass er sich „in ein Gesicht“ verliebt habe (Vgl. S.14). Dies verdeutlicht, dass er nur Teile der Menschen wahrnimmt. Im weiteren Verlauf wird klar, dass er nur die Teile, Emotionen oder Handlungen von Personen mag, die seinen eigenen entsprechen.

Schon der erste Satz des Romans verdeutlicht, wie die Geschichte des Ich-Erzählers Macht über Agnes ausübt: „Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet“ (S.9). Dass ein Text jemanden tötet, ist eine Besonderheit, die dadurch Spannung aufbaut, dass nicht klar ist, wie oder durch welche Handlung es dazu kommen kann.

Es zeigt sich, dass der Ich-Erzähler von seiner Außenwelt isoliert ist. Dies zeigt sich daran, dass er schon früh verdeutlicht, „kaum jemanden“ (S.14) zu kennen. Er hat also scheinbar Probleme damit, soziale Kontakte aufzubauen.

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BILDUNG: Lob des Lehrers

Bild: Thomas Clemens

Bild: Thomas Clemens

In fast allen Bundesländern ist Ferienzeit. Damit die Diskussion um Bildung nicht abreißt, ist dies ein besonders guter Zeitpunkt, sich über das Bildungssystem und ihre Mitarbeiter aufzuregen. Unter den Forschern aller Fachbereiche heißt das Thema, das immer funktioniert: Das Versagen des Bildungssystems. Obwohl niemand bestreiten mag, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, das System, die Institution und seine dort lernenden und lehrenden Menschen weiter zu entwickeln, ist die Kritik meist völlig aus der Luft der stickigen Kammer gegriffen, in der die Forscher ihre Umfragen oder Hirne auswerten. Nichts gegen Empirie oder Wissenschaft, aber als unter Lehrern wandelnder Lehrer muss ich sagen: Es ist an der Zeit. An der Zeit für das Lob des Lehrers.

Die Kritik

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Natürlich ist das ein zutiefst subjektiver Text. Das muss man wissen, denn die populärwissenschaftlichen Erkenntnisschleudern aus den Neurowissenschaften suggerieren allzu gerne, all das, was sie zu wissen glauben, stütze sich auf Wissenschaft und Empirie. Ein Beispiel aus einem in der Huffington Post erschienenen Artikels des immer gerne im Gespräch bleibenden Prof. Dr. Gerald Hüther, der es durch wohl formulierte Allgemeinplätze versteht, seine Bücher unter die Leute zu bringen. Er fordert eine „neue Lernkultur“ (Google-Treffer 72.000) und stützt das, was er dafür hält, auf Strohmann-Argumente, die billiger nicht sein können (also auf Argumente, bei denen so getan wird, als würde eine Mehrheit einer bestimmten, im meisten Falle veralteten Auffassung sein). Das hört sich dann so an:

Dass Schüler und Auszubildende noch immer wie leere Fässer betrachtet werden, die mit Wissen gefüllt werden müssen, ist ein Skandal. Und dass Schüler, Auszubildende und sogar Studenten ihren Lernstoff nur aufnehmen, um in der nächsten Prüfung wie Bulimiekranke wieder auszuspeien und anschließend zu vergessen, ist eine Katastrophe.

Herr Hüther weiß, was er schreibt, welche Schlüsselbegriffe fallen müssen, um einen „Skandal“ herbei zu beschwören, nur: Von meinen hundert Kollegen im Kollegium, mit den Hunderten, mit denen ich auf den Sozialen Netzwerken spreche, mit all jenen, die in der pädagogischen und didaktischen Forschungsliteratur zu Wort kommen, gibt es nicht einen einzigen, der Schüler*innen als „leere Fässer“ betrachten würde.

Interessanter Weise bin ich beim Thema des Auswendiglernens sogar selbst eher konservativ, weil ich der tiefen Überzeugung bin, dass wichtige Eigenschaften wie Neugierde und Lust auf Lernen nur dann etwas bringen, wenn sie innerhalb eines Raumes umgesetzt werden, in dem Orientierung herrscht. Ansonsten könnten wir die Kinder und Jugendlichen nämlich im Wald aussetzen und nach 12 Jahren abholen und die wertvolle Kultur abschöpfen, die den kleinen Kasper Hausern mittels ihrer eigenen Fähigkeiten zugeflossen sind. Aber das ist ein Thema für sich.

Ich möchte dem besagten Text nicht noch mehr Aufmerksamkeit widmen, wer mag, kann selbst nachlesen. Es hört sich schön an. Es sind die Schlagworte, die gebraucht werden, um Kopfnicken zu erzeugen. Schön unkonkret und ohne Bezug zu dem, was es gibt. Denn mindestens die Hälfte dessen, was dort „gefordert“ wird, ist schon seit 2004 im Bildungsplan enthalten. Ein neuer ist auf dem Weg. All das, was in den Artikeln der ewig Lamentierenden gefordert wird, ist dort auf der einen oder anderen Seite enthalten. Heißt das, das alles perfekt ist? Natürlich nicht. Gerade die Lehrer ringen in dieser Zeit der Schnelllebigkeit durch die großen Veränderungsprozesse vor allem durch die Digitalisierung mit Strategien, die es ihnen ermöglichen, den Schüler*innen eine möglichst gute Bildung zu ermöglichen. Alle? Das weiß ich nicht. Aber einige.

Lob der Lehrer

Lehrer-Bashing funktioniert immer dann, wenn gerade nichts anderes geht. Und es funktioniert, denn jeder hatte mal einen Lehrer, den er nicht leiden konnte oder der unfair war. Interessanter Weise ergibt sich aber ein anderes Bild, wenn man den Lehrern und den Schüler*innen zuhört.

Ich kenne viele Kollegen, sowohl online als auch in meinem Kollegium, die für das Fach und die Schüler*innen brennen. Die sie nicht aufgeben, auch wenn es schwierig wird. Die in den Ferien ansprechbar sind oder sogar extra Kurse anbieten. Die Tag und Nacht versuchen, die Bildung durch Gespräche und auf Konferenzen weiter zu treiben. Deren wichtigstes Ziel es ist, die Schüler*innen für eine komplexe Welt zu bilden. Die Schüler*innen in Kursen Lust darauf machen, später einen bestimmten Beruf zu ergreifen. Die zusammen mit Schüler*innen in der Freizeit Theaterstücke, Kunst und Musik erarbeiten. Die Projekte anbieten, in denen aktiv die Demokratie gefördert wird. Die sich um Schüler*innen sorgen und Telefongespräch um Telefongespräch führen. Die respektvoll mit Schüler*innen und Schülern umgeben und diesen auch einfordern. Die soziale Projekte in der ganzen Welt unterstützen. Die auch dann ansprechbar sind, wenn sie eigentlich nicht mehr arbeiten müssen. Die viele Stunden Mehrarbeit leisten, ohne dafür entlohnt zu werden.

Ich denke der Punkt ist angekommen.

Auch wenn ich selbst oft diejenigen kritisiere, die im Referendariat bis zum Limit gestresst sind: Der Grund ist, dass sie gut sein wollen. Dass die Herausforderungen für Referendare immer größer werden. Dass vieles gefordert wird, dass scheinbar paradox ist. Dass bei mittelprächtigen Noten die Chance auf einen Job immer schlechter werden.

All das wischen die Strohmann-Artikel einfach weg. Die bis zur Erschöpfung arbeitenden Lehrer und auch Schüler werden in einen Klumpen gepresst, der dann als defizitärer Kosmos diffamiert wird. So macht man sich das Leben einfach.

Lob des Schülers

Interessanter Weise geht es dabei fast nie um die Schüler und wenn, dann wird dieser im Umkehrschluss in die Opferrolle gezwängt: Der (auch schon erwachsene) Schüler als armer Verlierer des Bildungssystems, der sich nicht gegen die „Fass-Mentalität“ des Lehrers wehren kann. Das verkennt all diejenigen Schüler, die zu unfassbaren Leistungen (nicht nur im Sinne von Noten) fähig sind.

Ich kenne viele Schüler*innen, die für bestimmte Fächer brennen. Die ihre Lehrer wertschätzen und wissen, dass diese für sie da sind, sie unterstützen und versuchen, ihnen die bestmögliche Bildung zu ermöglichen. Die über den Unterricht hinaus Fragen stellen, sich weiter bilden wollen, sich anstrengen und lesen, sowohl online als auch offline.

Ich kenne viele Schüler*innen, die mehr machen, als sie eigentlich müssten, einfach, weil sie Spaß und Ehrgeiz haben. Kenne neugierige und engagierte Schüler*innen, auch über die Schule hinaus. Ich kenne viele Schüler*innen, die genau die Kompetenzen haben, von denen es heißt, sie seien in der Gesellschaft abhandengekommen. Die meisten Schüler*innen die ich kenne sind freundlich, loyal, sozial und hilfsbereit.

Ich wiederhole mich: Das bedeutet nicht, dass alles gut ist. Aber es ist auch nicht alles schlecht. Ganz im Gegenteil.

Und da heute Sonntag ist, werde ich nun noch lesen, um weiter zu lernen. Denn gute Lehrer sind immer auch wie ihre Schüler*innen: Lerner (ja, einen Allgemeinplatz braucht auch dieser Text). Auch das wissen übrigens die meisten Lehrer, die ich kenne. Aber was weiß schon ich. Ich bin ja kein Wissenschaftler.

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BILDUNG: Konnotationen von Schule

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BILDUNG: Von Fifa 16 und der Rechtschreibung

Es wäre interessant zu wissen, wie viele derjenigen, die kompetente und erfolgreiche Spieler des Spiels FIFA 16 (oder auch der neueren Version) sehr gut in der deutschen Rechtschreibung sind. Erkenntnisse ließen sich daraus wenngleich nicht ziehen. Was jedoch funktioniert, ist, anhand des Spiels für PC, X-Box und Playstation aufzuzeigen, warum die Internetplattform Orthografietrainer.net sowohl im schulischen Kontext als auch bei der individuellen Verbesserung der eigenen Rechtschreibung eine sehr gute Möglichkeit darstellt.

Jedem jugendlichen FIFA-Spieler ist klar: Zu wissen, welche Tasten welche Aktionen auslösen, heißt nicht, dass man automatisch auch das Spiel gewinnt. Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Wenn die Tastaturbelegung das normale Setting hat, dann ist das Dreieck auf dem Playstatfifa-14-ps4-defending-controls-e1400583524847ion-Kontroller ein Pass in den Lauf. Ein Kreis ist Schuss und das Viereck eine Flanke. Mit diesen Informationen könnte man also ein Spiel gewinnen. Könnte man. Denn natürlich funktioniert das so einfach nicht, denn: Wer sich auf die Tasten konzentriert, der wird nicht so vorausblickend spielen können, wie er müsste. Demnach wäre es für einen guten Spieler wohl auch fast unmöglich oder zumindest schwierig, in derselben Geschwindigkeit, wie er die Entscheidungen trifft, zu benennen, welche Tasten er drückt.

 

Er hat es automatisiert gelernt.

In der Schule wird oftmals das Gegenteil versucht. Der Lehrer erklärt und denkt dann oftmals, dass diese Erklärung genüge, um etwas zu beherrschen. Doch bevor die eigentliche Übungsphase eingetreten ist, geht es schon zum nächsten Thema.

Das ist vor allem bei der Rechtschreibung ein großes Problem. Denn gerade hier kommt es ja darauf an, dass man automatisch Entscheidungen trifft, die nicht zwangsläufig auf Regelwissen zurückzuführen sind. Ob also jemand weiß, ob der Nebensatz, den er mit Kommata abtrennt, ein Relativsatz ist oder nicht, spielt in der Schule – und vor allem im späteren Leben – keine Rolle. Aber trotzdem sollen die Kommas sitzen.

Die Internetseite Orthografietrainer.net macht sich diese Form des “impliziten Lernens” zu nutze, indem direkte Rückmeldungen zu den eigenen Fehlern gegeben werden, die in dieser Form durch den Lehrer nicht zu leisten wären.

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Eine Form der Einstellung ist es, dass man die Schülerinnen Kompetenztest zu verschiedenen Themen durchführen lässt (z.B. Groß- und Kleinschreibung auf unterschiedlichen Niveaus). Auf der Grundlage dieser Tests werden dann Übungsaufgaben gewählt. Schon hier wird eine Binnendifferenzierung geleistet, die unter “normalen” Umständen kaum möglich wäre.

Die Übungen selber beruhen auf dem Konzept der Wiederholung (die seit neuestem auch durch eine sich verändernde und von den Schülern geschätzte Figur, die ihre Mimik ändert, goutiert oder sanktioniert wird). Ist die Übung richtig, geht es weiter. Ist sie nicht richtig, wird gezeigt, wie es richtig wäre und sie kommt zunächst nochmals und dann im weiteren Verlauf noch ein weiteres Mal dran. Dabei geht es nicht darum, die Regeln hinter der Erscheinung zu definieren, sondern implizit darauf zu kommen, was richtig und was falsch ist.

Eben so, als würde man so lange FIFA spielen, dass man nicht mehr darüber nachdenken muss, welche Taste man drückt, wenn man einen maxresdefaultPass in den Lauf spielt. Wissen Sie noch, welche Taste es war? Ist nicht so schlimm. Sie haben es ja auch erst einmal gehört. Dann kann man ein Können auch nicht erwarten.

 

 

 

Nach einigen Übungen folgen Zwischentests, in denen nicht nur die Schüler sehen können, was sie richtig gemacht haben und inwiefern sie besser geworden sind, sondern auch der Lehrer den Leistungsstand eines jeden Einzelnen und auch der Klasse als Gruppe anschauen und mit anderen Klassen vergleichen kann.

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