Bob Blume
"(…) eine Axt für das gefrorene Meer in uns."

Sinnesfotografie: Ein Kurzinterview

 

Kamerabild

Typisch Facebook: Da stolpert man über eine Seite, schaut sich um, findet die Bilder klasse und bemerkt erst dann, dass die wirkliche Entfernung zwischen Fotograf und Publikum gar nicht weit ist. Dennie Pfau ist gerade mal 19 Jahre alt und hat nach mittlerer Reife in Loßburg sein Abitur im technischen Gymnasium Freudenstadt gemacht – und macht jetzt schon Bilder, die fast 1000 Menschen auf Facebook gefallen. Für alle, die einen Blick hinter die Bilder werfen wollen, ist dieses Interview mit dem „Crossmedia Production & Publishing“ Studenten, der mittlerweile in Stuttgart wohnt.

 

Wie bist du zum Fotografieren gekommen?

Alles hat 2012 begonnen, als meine Familie sich eine Spiegelreflexkamera gekauft hat. Wie es dann so ist: Im Urlaub macht man ein paar Schnappschüsse, nichts Großes. Ich machte dann immer mehr allein, ging in den Wald und überfiel Freunde d.h. machte Fotos von ihnen.

Welche Rolle spielt Erfahrung bei guter Fotografie?

Erfahrung spielt eine riesige Rolle. Wenn ich meine Bilder vom Anfang heute anschaue, muss ich immer grinsen weil sich soviel geändert/verbessert hat.

Man lernt von jedem Foto das man geschossen hat. Je mehr man fotografiert desto größer wird auch die Erfahrung. Aber ich bin noch lange nicht am Ende.

 

Wie erklärst du dir deinen schnellen Facebook-Erfolg?

Sehr schwer zu sagen. Ich denke das Fotografie heute eine sehr große Rolle in den digitalen Medien spielt! Das Thema spricht einfach viele Menschen an.

 

Was fotografierst du am liebsten?

Am liebsten fotografiere ich Menschen. Das ist für mich am faszinierendsten. Jeder Mensch hat einen eigenen Charakter, was immer wieder spannend zu sehen ist. Des Weiteren fotografiere ich sehr gerne Landschaften! Die chinesische Mauer war bisher das Motiv, das mich am meisten beeindruckte.

Victoria Fashion

Was ist Fotografie für dich? Realität? Traum? Ideal?

Auf der eine Seite Realität, auf der snderen Seite aber auch nur ein Festhalten von einem bestimmten Zeitpunkt. Ein Bild kann soviel auslösen in uns, auch etwas Fälschliches, was es vielleicht gar nicht aussagen soll.

Was würdest du gerne noch besser können?

Ich würde mich gerne besser mit Photoshop auskennen. Dort bin ich eher noch ein „Anfänger“, wenn man bedenkt, was mit Photoshop alles möglich ist.
Was macht für dich ein gutes Foto aus?

Eine Geschichte hinter dem Bild. Auch ein technisch gesehen schlechtes Bild, kann durch die Geschichte hinter dem Bild perfekt sein!

Hast du Vorbilder? Wer ist für dich der beste Fotograf der Welt?

Vorbilder habe ich nicht wirklich. Allerdings gibt es einige Fotografen, deren Stil mir sehr gefällt! Fotografen wie z.B. „Mr. Jersey“ oder „Laura Helena Photography“.

Was würdest du gerne mal über dich in der Zeitung lesen?

Dass ich großen Erfolg mit meinen Bildern hätte. Das heißt zum Beispiel mal Stars zu fotografieren oder für bekannte Modefirmen zu fotografieren.

Wie kann man sich von dir fotografieren lassen?

Man kann mir auf meiner Facebookseite schreiben. Allerdings kann ich nicht all zu viele anfragen annehmen, da ich nebenher noch relativ viel arbeite.

Was würdest du gerne noch loswerden?

Jeder der einen Traum hat soll ihn verfolgen, egal wie weit er auch weg ist!

Vintage

Vielen Dank für das Gespräch.

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Wie sich der digitale Dogmatismus die Tür versperrt

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Irgendwie gehöre ich auch dazu. Noch nicht lange, aber, doch, ja, ich bin einer von ihnen: Ein Lehrer, der „progressiv“ und „innovativ“ das Web 2.0 nutzt und auch versucht, seine Vorteile in den Klassenraum und – was schwieriger ist – in das Lehrerzimmer zu bringen. Die Schwierigkeiten liegen dabei weniger in der Einsicht, dass die (nicht mehr so) Neuen Medien schon lange Teil der Lebensrealität sind, sondern in einer mit Härte, um nicht zu sagen, Engstirnigkeit geführten Debatte.

Was wir bräuchten, sind Engelszungen. Aber davon sind wir weit entfernt.

Das macht mich wütend, denn ich würde gerne meine Kolleginnen und Kollegen davon überzeugen, dass ein wohl überlegter und funktionaler Mediengebrauch sich sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für die Lehrpersonen rentieren kann – sei es, weil durch die papierfreie Schultasche die Organisation der Stunden vereinfacht wird oder weil die Schüler die Vorteile von mobilen Endgeräten und praktischen Apps nutzen (lernen).

Es gibt schon viele Lehrpersonen, die auch dieser Überzeugung sind; allein ein Blick auf die Sammlung bloggender Lehrer und die zahlreichen Bildungschats über Twitter und Hangouts auf Google zeigen, dass auf diesem Gebiet immer mehr passiert. Das große Aber folgt auf dem Fuße:

Die sich selbst für progressiv haltenden Lehrpersonen kreisen teilweise in einem Kontinuum der Selbstbeweihräucherung, dass sie sorgfältig von jederlei Kritik abschirmen.

Um konkreter zu werden: Die Gesprächskultur ist unter Lehrerinnen und Lehrern natürlich nicht verletzend oder beleidigend. Was jedoch auffällt ist die Schärfe der Diskussion, sobald jemand, der ja, indem er z.B. auf Google in einer Bildungs-Community ist, per se schon offen für Neuerungen ist, auf eine Seite oder eine App hinweist, die den selbst ernannten digitalen Bildungs-Eliten nicht passt.

Da ist dann eine App, in der eine Lehrperson fragt und die Schüler antworten schon ein extremer „Rückfall in längst überwundene Muster.“ Da ist eine Gruppe, auf der Schüler Lehrer etwas fragen können, ein „Rückschritt in die alte Zeit von Hierarchien“. Da ist der Hinweis auf eine Seite mit Lernvideos für Schüler ein schlimmes Sakrileg, da es doch die Schüler selbst sein sollen, die die Videos erschaffen (für wen, weiß ich dann aber nicht, weil, nun ja, sich das digitale Dogma dort selbst in den Schwanz beißt.)

Da wird mit dem Kopf geschüttelt, weil das Handy nicht immer und zu jeder Zeit angelassen werden kann. Weil nicht jeder Schüler ein iPad zur Verfügung hat, weil nicht alle Lehrer regelmäßig zu diesem und nur diesem Thema eine Fortbildung machen, weil – Gott bewahre – ein Arbeitsblatt ausgeteilt wurde oder die Schüler – Buddha hört mit dem Lächeln auf – etwas von der Tafel abgeschrieben haben, anstatt es abzufotografieren.

Und das macht mich wütend.

Denn dabei gerät das eigentliche Ziel aus dem Blick: Schülerinnen und Schülern zu das Potential der Welt zu zeigen, die sie umgibt.

Stattdessen werden all jene verschreckt, die sich langsam an die Materie heranzutasten suchen. Die Kreuzritter machen keinen Halt vor Zögerern. Aber diese haben allen Grund: Der Förderverein mag so klein sein, dass er keine 10.000 Euro aus dem Ärmel schüttelt, die Strukturen noch nicht so weit fortgeschritten, einen digitalen Einschnitt zu machen, der den PC-Raum redundant werden lässt. Vielleicht ist das Netz auch gar nicht am Ort, das Gebäude nicht funktionsfähig, die Vorgesetzten eher zurückhaltend, die Eltern gegen jede Form der medialen Nutzung.

Das ist keine Ausrede, sondern der Versuch, darauf hinzuweisen, dass es nur durch Verständnis gelingen kann, weitere Schritte in Richtung einer allgemeinen Schulbildung zu gehen, die die Möglichkeiten der Mediennutzung sowohl im Bereich des Unterrichts, der Vorbereitung und der Kommunikation zwischen Lehrern, Schülern und auch Eltern für sich in Anspruch nimmt.

Das würde mich zufrieden machen.

Und wer diesen Artikel als einen lächerlichen Aufruf sieht, doch mehr über den Tellerrand zu sehen – auch und gerade in die Richtung, aus der man vielleicht selber vor Jahren gekommen ist, der hat absolut Recht.

Denn die vielbeschworene kommunikative Gemeinschaft des Netzes fängt beim Verständnis derjenigen an, die die ersten vorsichtigen Schritte gehen. Das würde einige Türen öffnen.

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Mein Off Day – ein Fazit

Der 1. September ist vorbei und damit auch der Off Day – der Tag, an dem etwa 4000 Menschen darauf verzichten wollten, auf Facebook zu gehen. Ob sie es getan haben oder nicht, lässt sich natürlich nur schwer herausfinden. Einige jedoch posteten schon am Tage danach „Beweisfotos“ und schrieben, wie viel Spaß sich ohne das Netzwerk hatten. Das hat mich ungemein gefreut. Andere wiederum bezweifelten stark, dass sich überhaupt jemand daran gehalten habe. Man wird es nicht überprüfen können – Gott sei Dank.

Mein Off Day

Mein Off Day war sehr schön, nicht spektakulär, aber geruhsam und entspannend. Ich bin zusammen mit meiner Frau in einen riesigen Blumengarten in Meran, Südtirol, gefahren und habe dort die Blumenwiesen, den Ausblick und die verschiedenen kleinen Gimmicks des Parks genutzt. Wir schlenderten durch den am sonnigen Tage sehr erfrischenden Schatten, bestiegen eine Aussichtplattform, streichelten dicke, menschenfreundliche Koi-Karpfen und genossen einen Kaffee am See. Es war ein durchweg schöner Tag, an dem ich zudem – das hatte ich zusammen mit meiner Frau abgesprochen – nebenbei mit dem Rauchen aufgehört habe.

Lehren eines Tages

Ich denke, dass auch diejenigen, die nicht mitgemacht haben, mich auf der Seite beschimpften oder einfach nur virtuell den Kopf schüttelten zum Erfolg der Sache beigetragen haben. Denn es sollte ja vor allem darum gehen, mal über sein eigenes Verhalten auf Facebook nachzudenken.

Zum Nachdenken gebracht haben mich aber auch ganz andere Dinge, die ich zuvor über Facebook nicht wusste:

  • Nachdem Facebook den „Tag des stillen Facebook’s“ mit 12.000 Mitgliedern vom einen auf den anderen Tag gelöscht hatte, wurde aus dem Off Facebook Day der Off Day. Events mit dem Name im Programm kann Facebook nämlich einfach so löschen.
  • Auch wenn Facebook die Events nicht löscht: es kann dafür sorgen, dass man sie einfach nicht findet. 4000 Teilnehmern am Off Day stehen über 25.000 Einladungen gegenüber. Ob die es einfach nicht mitbekamen oder ob Facebook dafür sorgte, dass sie es nicht konnten, lässt sich nicht ergründen.
  • Die Nutzung scheint für viele eine persönliche, geradezu intime Sache zu sein. Anders kann ich mir die zahlreichen Beschimpfungen nicht erklären. Es geht so weit, dass Leute beim Off Day nur deshalb in der Gruppe kommentieren, um zu schauen, ob sich andere nicht daran halten. Ich sag’ mal: Sucht gilt nicht nur für Drogen.

Noch ein Off Day – oder eine Woche?

Das paradoxe am Off Day für mich persönlich war, dass ich, nachdem ich die ganze Sache angeleiert hatte, tatsächlich auch einen Off Day brauchte. Nie war ich so oft auf Facebook, nie hat mich das Netzwerk so viel beschäftigt, wie in der Zeit, als ich das Event vorbereitete. Deshalb bin ich auch froh, dass es vorbei ist.

Eine weitere Frage bleibt: wird es nochmals eine solche Aktion geben? Oder sollte sie ausgedehnt werden? Vielleicht eine ganze Woche? Ich freue mich über eure Vorschläge. Bis dahin können wir uns in der Gruppe OFF DAY sammeln und darüber diskutieren, wie es das nächste Mal aussehen könnte, ob man etwas verbessern oder anders machen könnte. Die nächste Chance ist am 1.Dezember 2012.

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Weisheiten/ Wisdoms

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OFF DAY – KUNSTPROJEKT DER 8. KLASSE

Die 8. Klasse des Scheffel-Gymnasiums hat bei einem Kunstprojekt Plakate für das Off Facebook Day Projekt erstellt. Diese Plakate werde bei der Gruppe als Cover-Fotos verwendet. Hier sind einige gelungene Beispiele. Es folgen noch weitere.

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Off Day – Ein Tag ohne Log-In

Go to English version!

Nun doch noch eine deutsche Version, die nur die wichtigsten Dinge dieses Events zusammenfasst:

„Geh offline und tue etwas außergewöhnliches für einen Tag“

  • Es ist kein Boykott
  • Es geht darum, Samstag, den 1. September bewusst zu nutzen (die erste Aktion war am 1. September 2013)
  • Was auch immer man tut, es kann in der Gruppe geteilt werden

Zur Gruppe!

Deutsches Off Facebook Day Lied „Ich logg mich aus“ (Marc Hofmann)

Das (neue) Video zum Lied „Ich logg mich aus“ 

Zeitungsartikel:

Badische Zeitung: „Ein Tag ohne…“

Fudder: „Off Facebook-Tag“

Chilli: „Ein Tag ohne Log-In“ (Am Ende der Seite)

FAQ:

Was war der Grund für die Aktion?
Es geht immer mehr darum, dass man etwas Cooles sucht und dann „gefällt mir“ klickt, anstatt es mal wieder selber zu machen. Deshalb die Aktion. Überlegt euch etwas Geniales, Aufregendes, Schönes – und macht es.

Ist das nicht paradox, das, was man tut, dann wieder zu posten?
Nein, denn es geht darum, dass man dann etwas hat, was man nicht nur mit allen teilen kann, sondern was etwas Besonderes ist, das es sich auch zu teilen lohnt!

Was muss ich dafür tun?
Gar nichts. Als Zeichen der Solidarität kannst du der Gruppe beitreten. Wenn du allerdings Lust hast: wir brauchen noch Übersetzungen in andere Sprachen, neue Lieder, egal welches Genre oder Ideen für coole Poster.

Und was, wenn ich sowieso nicht so oft online bin?
Na, dann wird es dir nicht schwerfallen mitzumachen. Betrachte es als „kollektives Fasten“.

Darf ich die mobile Facebook-Version nutzen?
Nein!

Der in der Freiburger Zeitung „Chilli“ entstandene Zeitungsartikel erklärt das Ganze noch genauer:

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Ein Reh, ein Baum, ein Mensch, ein Menschenfeind

Wir befinden uns auf einer hellen Lichtung im Wald. Das Gras ist saftig grün und ohne Spuren menschlicher Präsenz. Ein leichter Wind streicht durch die Baumkronen. Kleine Äste knacken – und da! Ein Reh scheint diesen lieblichen Ort entdeckt zu haben. Und noch eines. Eine ganze Familie von Rehen erscheint in der Lichtung. Sie sind neugierig, aber auch ungeheuer achtsam. Sie achten auf jedes Geräusch, jede Bewegung der sie umgebenden Natur. Sie gehen zusammen wie eine Welle, orientieren sich mal zum einen, mal zum anderen Mitglied der Gruppe. Und da! Welch ein Geräusch! Ein Knall. Die Körper sacken erschreckt nach unten, sie sprengen zurück in den Wald, kauern sich zusammen, nur, um dann wieder zurück zu dem sonnigen, saftigen Ort zu kommen.

Die Rehe sind wir. Die Lichtung ist ein Zimmer mit Holzboden. Die Geräusche sind unsere Lehrerkollegen. Wir sind auf der theaterpädagogischen Fortbildung und üben, wie man sich in andere Körper hineinversetzen kann. In Rehe, warum nicht?

Wir waren Rehe.

An jedem der vier intensiven Tage, die auch deshalb so intensiv sind, weil jedes vollkommene Spielen eine oder mehrere Emotionen bedeutet, die auch real erlebt nicht eindringlicher sein könnten, erleben wir vor allem eines: uns. Zwar haben wir alle in unserem antrainierten Strebertum von Junglehrern natürlich den uns ausgehändigten Text gelesen, aber dieser bleibt zunächst unbesprochen. Was zählt ist der Körper, die Bewegung, der Blick.

Wir stehen. (Dies ist sehr zu empfehlen: nehmen sie sich Zeit, etwa fünf Minuten, stellen sie sich in ihr Zimmer und, nun ja, stehen sie). Die Kursleiterin gibt uns Tropfen von Phantasie. Wir schlagen Wurzeln aus den Füßen. (Was ist denn hier los, denkt man noch). Erst kleine, dann immer größer werdende, die sich tief in die Erde graben. Langsam hört man auf, rational zu denken. Man steht tatsächlich fester. Eigentlich habe ich noch nie so feste gestanden.

Wir atmen. Wir atmen laut aus, so laut, dass, täte man dies nicht in dem geschützten Raum die Menschen um einen relativ schnell einen Arzt für mentale Defizite konsultieren würde. Aber das schöne ist: man ist bei sich. Es interessiert nicht. Egal, wie es sich anhört, wie ich mich anhöre, wie die anderen sie anhören. Wir atmen.

Neben Rehen waren wir Bäume.

Wir stehen in Zweiergruppen uns gegenüber. Einen Impuls geben sollen wir. Diesem dann folgen. Wir schauen uns an. Die Intensität des gegenseitigen Anschauens ist neu, komisch, fast unerträglich. Ein Arm wird gehoben, ein Finger, der langsam Richtung Schulter stößt. Die Schulter des anderen. Der lässt es zu, die Schulter bewegt sich leicht nach hinten, der Blick bleibt fest, der Körper in Bewegung bis der nächste Impuls kommt. Wir sprechen miteinander. Ohne zu sprechen.

Neben Rehen und Bäumen werden wir zu Menschen.

Dann der Höhepunkt. Die Bühnenschau. Der Text: Der Menschenfeind.

Kein Pomp, kein Glanz, kein Vorhang und kein Licht. Kein überzogenes Schreien, natürlich keine Nacktheit. Kein Flanieren oder genau eingeübtes Gehen.

Blicke. Sätze. Ganz genau. Punkt genau. Gesichtsausdruck vom Reh: die Angst, verloren zu sein. Der Baum: stehend, und sagend, was nun Sache ist. Verwurzelt.

Solch intensive Aufführungen nach nur vier Tagen und man denkt sich: wie haben wir das geschafft, wir Laien?

Und dann gehen wir wieder nach Hause. Vielleicht nicht mehr als Reh, nicht als Baum und hoffentlich auch nicht als Menschenfeinde. Als Menschen?

Vielleicht am Ende ein kleines, ein klitzekleines bisschen mehr.

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Fotos und Impressionen/Photos

Eigentlich geht es mir ja um den Text. Aber das eine oder andere Bild kann mit Sicherheit nicht schaden.
Wenn ihr mal wirklich gute Fotos sehen möchtet, dann kann ich euch nur diesen Link empfehlen:
Auch hier sind einige tolle Fotos der Stadt in der ich noch (*heul) lebe!
Und hier einige wundervolle Naturbilder meiner geliebten Frau:
Wenn ihr mir nicht zustimmt, kritisiert mich, aber die Fotos auf den beiden Seiten finde ich (Laie) einfach nur klasse!
Fotos
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