REFERENDARIAT: Was brauchen Referendare

 

Gerade zu Beginn des Referendariats kommt bei vielen der Zeitpunkt, an dem die Unrast, die sich manchmal mit Panik und manchmal mit Vorfreude paart, mithilfe eines Kaufrauschs gestillt werden soll. Sich mit Materialien einzudecken nimmt die Furcht und erzeugt das Gefühl, vorbereitet zu sein. Das kann genauso täuschen wie das Gefühl, etwas gelernt zu haben, das jeder im Studium nach dem Kauf eines Buches mindestens einmal gehabt hat. Da sowohl Verlage als auch lehrerbezogene Materialausstatter das wissen, gibt es nichts, was es nicht gibt. Hier soll eine kleine Auswahl besprochen werden, damit man nicht zu viele Dinge kauft, die man sich hätte sparen können. Einige der Tipps wurden auch schon im Podcast begründet. 

Update

Am Ende des Artikels findet ihr nun eine Erweiterung der Liste. Diese stammt aus einem Kommentar von „Bildungsdings“, bei dem ich mich an dieser Stelle herzlich bedanke.

Eine Vorbemerkung

Die Frage danach, was Referendarinnen und Referendare brauchen, sollte eigentlich auf anderes zielen: Gelassenheit, Ruhe, Konzentration bzw. ein grundlegendes Verständnis von Unterricht, Unterrichtsplanung oder Aspekten des Unterrichts sind mit Sicherheit wichtiger als die Frage danach, welches Stiftemäppchen funktional ist. Das sollte man wissen, bevor es nun in der Tat an die ausschließlich materielle Ausstattung von Referendarinnen und Referendaren geht.

Eine Frage der Schulart und des Faches

Alles, was hier beschrieben wird, kann nicht den Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben, da sich nicht nur die Fächer, sondern auch die Schularten derart unterscheiden, dass der eine wohl sagen würde, dass er nicht bräuchte, was die andere essentiell findet. Dennoch sei hier eine Anmerkung erlaubt: Auch wenn Grundschullehrerinnen und -lehrer evtl. öfter zu Metaplankarten und Buntstiften greifen als Gymnasiallehrer, sind diese Utensilien kein Selbstzweck. Ein wichtiger Hinweis kam spät aus der Gruppe: Vieles haben die Schulen natürlich selbst. Was man nicht kaufen muss, sollte man auf jeden Fall für wichtigeres sparen.

Funktionale Begründungen

Es geht auch nicht darum – wie es oft in diversen Gruppen zu hören ist – das buntes Papier oder laminierte Arbeitsblätter „einfach sein müssen“, weil das „so verlangt wird.“ Das kann schon sein. Aber für jede Entscheidung, die den Unterricht betrifft, sei es die Frage nach dem Einstieg oder eben nach der Auswahl der Stifte, sollte funktional begründbar sein. Das bedeutet, dass man begründen können muss, warum man eine Entscheidung getroffen hat. Wenn man auf die Frage, warum ein Arbeitsblatt bunt ausgedruckt wurde, antworten: „Weil es schön ist“, kann das ein wenig dünn sein. Mittlerweile achten Fachleiter auch auf realistische Angemessenheit. Farbausdrucke in der Schule kosten nämlich Geld – und das nicht zu knapp. Wenn man allerdings erklärt, dass ein motivationaler Aspekt dahintersteht, die Wiederverwertbarkeit oder eben eine Darstellung, die benötigt wird, weil es besonders um die genaue Beobachtung geht, dann ist eine Farbkopie durchaus nachvollziehbar.

Was Referendare brauchen

Ich habe die Frage danach, was Referendare brauchen, in einer großen Referendarsgruppe auf Facebook gestellt. Den Teilnehmern möchte ich für ihre Antworten danken. Aus all den Antworten möchte ich hier einen Teil herausarbeiten und bewerten. Das Ganze bleibt subjektiv und der eine oder andere mag eine andere Perspektive haben. Für Kritik bin ich dankbar. Die Referenzen auf Amazon[1] sind jeweils nur beispielhaft und in den meisten Fällen jeweils das Gerät, das ich selbst besitze und benutze (und nachdem ich relativ lange gesucht habe).

Tasche

Das wohl wichtigste Utensil der Lehrers und Referendars ist die Tasche. Es gibt schier tausende. Mittlerweile habe ich meine Ansicht über Form und Funktionalität geändert. Wollte ich damals noch eine Tasche haben, die „lehrerhaft“ ist, was meine erste Büffelledertasche durchaus war, würde ich nun immer auf etwas rückenschonendes zugreifen. Was sich konservativ anhört, hat durchaus eine berechtigte Grundlage: Solange Schulen noch nicht digital ausgestattet sind, hat man mit vielen Fächern auch viele Bücher. Und das bedeutet, dass die coole Umhängetasche im Berliner Hipster-Style einen irgendwann wortwörtlich in die Knie zwingt. Ein guter Tipps ist es, die Bücher und Arbeithefte (ja, auch die), die man bekommt, in doppelter Ausfertigung einzufordern. Wenn man zu Hause und in der Schule ein Exemplar hat, ist das auf die Dauer absolut rückenschonend. Und man will den Job im besten Fall ja einige Jahre machen.

Ein kleiner Tipp am Rande: Wenn ihr bei den Verlagen nachfragt, ob ihr ein bestimmtes Lehrerhandbuch auf Kulanz bekommt, sagen die meisten nicht nein. Anstatt viel Geld zu investieren, könnt ihr also nett nachfragen, ob ihr die Lehrerversion eines Buches kostenlos zugesandt bekommt. Oft wird dem stattgegeben, da die Verlage gerne weiter mit der Schule zusammenarbeiten wollen und dies natürlich so bleibt, wenn man als einzelner Lehrer eine positive Meinung über den Schulbuchverlag hat.

Computer/ iPad


Einen guten Computer, Mac und/ oder ein Tablet oder iPad zu haben, ist im Referendariat unverzichtbar, oder sollte es zumindest sein. Dies ist neben der Tasche natürlich der größte Kostenfaktor, der ohne Unterstützung bei einem Gehalt von etwa 1000 € monatlich natürlich nicht leicht zu stemmen ist. Dennoch bin ich der Auffassung, dass sowohl Mac als auch iPad (ich bleibe bei den Begriffen, da ich diese Geräte bevorzuge) wichtige Materialien des modernen Lehrers sind. Dies ist nicht nur deshalb so, weil man sich so einen digitalen Workflow angewöhnt, der einem hinterher sehr viel bringt (im Sinne eines leeren Schreibtisches, der Auffindbarkeit von Material, der Möglichkeit, alles wiederaufzubereiten etc.), sondern auch, weil es mittlerweile immer unwahrscheinlicher wird, dass die Digitalisierung noch weiter aus den Schulen verbannt werden kann. Da wir auch jetzt schon Schüler für Jobs vorbereiten, die es vielleicht noch gar nicht gibt, ist unbedingt notwendig, sich das digitale Arbeiten anzugewöhnen, um es später den Schülern nicht vorzuenthalten. Trotz der Kosten empfehle ich beides: Mac und iPad. Auf dem einen kann man den Unterricht vorbereiten und via Cloud speichern (z.B. OneNote). Auf dem anderen kann man den Unterricht abrufen. Auf diese Weise spart man sich viel Zettelwirtschaft. Meine persönliche Meinung als Multimediaberater ist es, dass zukünftig wenig an iPads vorbei führt. Schulen, die Android-Geräte nutzen, steigen mittlerweile um, da gerade in Bereichen von Inklusion, Grundschule oder Unterstufe die Einfachheit und schnelle Zugänglichkeit auf keinem anderen Gerät gegeben ist.

Falls man die Anschaffung gemacht hat, ist eine kleine Musikbox sehr sinnvoll. Damit kann man sehr schöne Impulse geben oder in den Sprachen arbeiten. Es geht normalerweise per Bluetooth und funktioniert sehr unkompliziert.

Drucker

Drucker sind technische Geräte, die unverzichtbar sind. Allerdings ist immer die Frage, ob man tatsächlich das Geld, das man für einen teuren Farbdrucker in die Hand nehmen muss, ausgeben will. Das Ganze hat zwei Seiten: Auf der einen Seite reicht für den persönlichen Gebrauch ein Schwarz-Weiß-Drucker aus. Auf der anderen Seite will man hinter jenen, die jedes Arbeitsblatt in bunt drucken und laminieren, nicht zurückstehen. Das ist verständlich. So oder so würde ich mittlerweile Laserstrahldrucker mit Wireless-Möglichkeit empfehlen. Wireless kann immer mal nicht funktionieren, was in Zeiten von Druck verheerend ist. Deshalb würde ich immer ein Anschlusskabel dazu bestellen. Für das Ausdrucken von PDF-Dateien etc. Ist es aber für einen späteren digitalen Workflow sehr sinnvoll, wenn man auch die Möglichkeit hat, über W-LAN zu drucken.

Ordner/ Trennordner/ Mappen

Einen guten Workflow oder ein Ordnungssystem zu haben, schließt ein, dass man weiß, welche Arten von Ordnern man braucht. Da ich schon viel darüber geschrieben habe, sei hier nur erwähnt, dass ein guter Trennordner für temporäre Materialien sehr sinnvoll ist und deshalb von guter Qualität sein sollte.

Uhr

Auf die Idee, dass auch eine Uhr ein wichtiger Bestandteil der Grundausstattung von Referendaren ist, wäre ich wohl nicht gekommen. Aber in der Tat: Wenn man kein iPad hat, auf dem man die Zeit auch sehen und einstellen könnte, ist eine Uhr schon wichtig, um die verschiedenen Teilabschnitte des Unterrichts im Auge zu behalten. Ich würde deshalb darauf achten, dass die Uhr auch tatsächlich minutengenau anzeigt. Timing ist zwar nicht alles, aber viele Fachleiter schauen schon genauer hin, gerade wenn es Richtung Lehrprobe geht. Einige Lehrerinnen und Lehrer haben auch einen einfachen Wecker auf dem Pult stehen, den sie in der Tasche mit sich tragen. Das Modell ist natürlich auch möglich.

Laminiergerät

Die Meinung über Laminiergeräte ist gespalten. Im Referendariat mögen sie nützlich sein, in den letzten drei Jahren meines Lehrerdaseins habe ich zwei oder drei Mal ein Laminiergerät gebraucht und konnte das in der Schule nutzen. Will sagen: Persönlich denke ich, dass das Geld für ein funktionierende Laminiergerät besser investiert werden kann, zumindest dann, wenn die Schule ein gutes Gerät zur Verfügung stellt. Da kann man aber gespaltener Meinung sein. Dasselbe gilt übrigens für Schneidemaschinen. Ich verstehe, dass man sie haben will, aber alle Schulen sollten gute Geräte haben. Das Geld würde ich persönlich genauso sparen wie das für einen Scanner, der als App mittlerweile in jedes Handy bzw. IPad integriert ist.

Terminplan

Der Terminplan ist wohl das wichtigste Utensil neben den genannten Standardausstattungsgegenständen. Auch hier sollte man sich früh genug klar machen, wie man in der nächsten Zeit arbeiten will. Lehrerkalender gibt es sehr viele, die alle nicht schlecht sind, aber einen Nachteil haben: Sie sind nur physisch bedienbar. Das bedeutet beispielsweise, dass man am Ende des Jahres in langer Arbeit Noten zusammenzählen muss. Oder dass man entweder den eigenen Unterricht nicht einträgt, oder nur für einen kurzen Zeitraum. Denn wenn man es über ein Schulhalbjahr macht und es ändert sich etwas, hat man ein Problem. Kurz: Auch hier hat die Gewöhnung an digitales Arbeiten – wenn man sich einmal daran gewöhnt hat – massive Vorteile. Nicht nur kann man einmal für einen längeren Zeitraum Klassen, Räume und Zeiten eingeben. Es ist auch viel einfacher, Änderungen vorzunehmen. Statt alle Noten auszurechnen, kann man eine App nutzen, die erlaubt ist (zu Beispiel Teacher Tool oder Notenbox) und schon hat man am Ende des Schuljahres mehr Zeit, Kaffee zu trinken.

Kleinteile

An dieser Stelle seien noch kleinere Teile angemerkt, die jeder in seiner Tasche haben sollte.

Das Magnetklebeband ist ein Utensil, von dem ich zuvor noch nie etwas gehört hatte. Da aber viele (Grundschul-)Lehrerinnen aus der Gruppe darauf schwören, und zwar mit der guten Begründung, dass man so die Arbeitsschritte mithilfe von Karten aufhängen und visualisieren kann, ist dies ein sehr guter Tipp. Ich habe sie bisher noch nicht genutzt.

USB-Sticks sollte man natürlich auch haben. Aber vor allem sollte man wissen, wie man diese verschlüsselt. Denn personenbezogene Daten dort zu speichern und nicht zu schützen, bringt einen in Teufels Küche. Also: Wenn man USB-Sticks nutzt immer mit (sicheren) Passwörtern schützen!

Dasselbe gilt für externe Festplatten. Sowohl die Sticks als auch die Festplatten ergeben Sinn, wenn Schulen keine lokale Cloudlösung haben. Gibt es diese (zum Beispiel Nextcloud) ist es natürlich weitaus einfacher, Dateien über die Cloud zu teilen und zu nutzen.

Folienstifte sind wichtig, wenn man mit Folien arbeitet. Klar. Diese sollte man also genauso dabei haben wie Kreide (von der Schule) oder Non-Permanent-Marker – je nachdem, wie man seine Anschriebe visualisiert. Auch Folien sollte man zur Hand haben. Auch hier würde ich aber nachfragen, ob es diese nicht in der Schule gibt. Oft haben Fachschaften einen Materialienfundus. Dann muss man nicht alles selbst kaufen.

Würfel oder Karten eignen sich immer dann, wenn man auf diese Weise spielerisch Schülerinnen und Schüler auswählen möchte. Mittlerweile gibt es dafür auch ziemlich coole Apps.

Mittlerweile bin ich durch Instagram Lehrerinnen und Lehrer (und Studis – siehe Account) wieder angesteckt und kaufe mir sehr gerne Stifte, mit denen man schön schreiben kann. Das macht vor allem dadurch Laune, dass man so eine langweilige Aufgabe wie To-Do-Listen oder dergleichen kreativ bearbeiten kann. Ob das was für jeden ist, sei mal dahingestellt.

📷 2018-02-01 Hallo ihr Lieben, die erste Klausur wurde heute geschrieben und damit sind es insgesamt nur noch drei Prüfungsleistungen. Die nächste Klausur steht erst in knapp drei Wochen an, sodass ich mich in Ruhe vorbereiten und bis Montag Pause machen kann. 📑 Heute wurde ich von @faszination_grundschule sowie @teach_to_reach getaggt, um fünf Fakten über mich preiszugeben. #5factsaboutme Da ich dies letztens erst in der Story getan habe, versuche ich heute mal ein paar weitere Fakten zu formulieren: ◽ 1: Ich spiele mittlerweile seit über 17 Jahren Handball. Damals gab es noch keine Mannschaft für so kleine Kinder, sodass ich mit Mädels zusammengespielt habe, die zwei Jahre älter waren. ⚽ ◽ 2: Ich bin ein sehr großer FC Bayern Fan. Allerdings bin ich nur durch „Schweini“ zum #SterndesSüdens gekommen – am 28. August sehe ich ihn dann ein letztes Mal live. 😭 ◽ 3: Ich komme aus einer Lehrerfamilie. Unter anderem sind meine Mama, meine Schwester, meine Tante und meine Cousinen Lehrerinnen – mein angehender Schwager auch. Wahrscheinlich stand für mich deshalb schon sehr zeitig fest, dass ich auch Lehrerin werden möchte. 🎓 ◽ 4: Bevor ich abends ins Bett gehe, ist immer mein kompletter Arbeitsplatz aufgeräumt. Es gibt nichts Schlimmeres als am frühen Morgen aufzuwachen und einen Berg voll Arbeit zu sehen – das demotiviert mich sonst gleich. 💻 ◽ 5: Ein letzter klischeehafter Fakt zum Schluss: meinen ❤-Mann habe ich zwar nicht im Internet, dafür aber in einer Disco kennengelernt. Er hat an demselben Abend auch nach meiner Nummer gefragt und ich meinte nur: „Wenn du mich sehen willst, kannst du Donnerstag und Samstag wieder feiern gehen – wir sind da.“ – Und er war da. 🙏 Ich hoffe, dass eine Freundin, die die Situation miterlebt hat, beim Lesen auch Schmunzeln muss. 😊 Habt es schön, L 💙 #today #german #germany #study #studyhard #student #studentlife #studycommunity #studyblog #studygram #studyaccount #lehramt #lehramtsstudium #futureteacher #teachertobe #proudtobeateacher #planner #planneraddict #plannerlove #studymotivation #university #stabilopastel #stabilo #stabilolove #l4l #f4f #followme #followmenow

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Und sonst?

Sehr sehr sinnvoll und kollegial fand ich die in der Gruppe geäußerte Aussage, dass sich die Referendare zusammen eine „Material-Kiste“ teilen. Wenn so etwas funktioniert und jeder profitiert, ist das mehr als großartig.

Ansonsten gibt es vom Seitenrundschneider bis zur Klangschale oder Kreidehalter natürlich noch tausend Dinge, die man kaufen kann, um sich besser zu fühlen. Aus meiner persönlichen Sicht sind die hier aufgelisteten Dinge aber die wichtigste Grundlage, um im Referendariat und auch später im Lehrberuf zu bestehen.

 

Erweiterung (Bildungsdings)

Ich versuche mal zu ergänzen bzw. mit den eigenen Eindrücken auch etwas zu entgegnen.

Nehmen wir die technische Ausstattung:

Drucker: ja
Grundsätzlich ist ja erst mal die Frage nach der Art des Druckers, also Tinte oder Laser. Auf Grund des Schriftbildes, der Wasserfestigkeit und der letztendlich geringeren Kosten pro Seite und der Nicht-Eintrocknung bei 6 Wochen Ferien, würde ich zu Laserdruckern raten. Und auch da möglichst auf Anbieter, die einen eher professionellen Support anbieten, der auch nach 1 Jahr noch so zu bezeichnen ist. Da kann man einfach mal schauen, wie das Angebot der Treiber von 2 Jahre alten Druckern so ist. Da gerade die Umstellung Win7 bzw. Win8 und Win10 läuft, ist der Moment günstig. Eventuell steht ja auch eine Umstelung von der Windows-Welt auf die Apple-Welt an oder auch Linux (bessere Geräte, neue Schule mit anderem Material, persönliche Vorliebe wie bei Bob,…). Dafür dann einen neuen kaufen zu müssen weil es keine Treiber gibt, ist auch auf Dauer etwas teurer. Wer seine Kunden jetzt im Regen stehen lässt, macht dies grundsätzlich auch zukünftig.
(Brother, Lexmark, Epson und Canon sind beispielsweise nicht unbedingt berühmt dafür. )

Und in dem Zusammenhang gleich zu Scannern: Ja!
Geht es nur um die Aufnahme eines einfachen Blattes, gehen auch Apps. Aber es gibt einen Trend, der sich leider bei einigen schon verfestigt hat: Zurückgegebene Arbeiten werden nachträglich „korrigiert“ und als vergessene Punkte reklamiert. Das hatte ich an der Uni vor einigen Jahren, in meiner Schule hatten wir (intern publik geworden) letztes Halbjahr mindestens 2 Fälle. Dank Scanner mit Einzug ließen sich die Fälle recht leicht klären, eher zu Ungunsten der Schüler*innen. 😉

 

Und auch wenn ich sonst kein Freund von All-In-One bin, aber die Multifunktionsdrucker mit Scanner sind jetzt nicht wesentlich teurer, dafür aber zusammen platzsparend. Mit meinem HP Color Laserjet Pro M476 bin ich sehr zufrieden (USB, LAN, WLAN, NFC, theoretisch sogar Fax^^, Duplex, Scan, Cloud Printing, Treiber fürs Smartphone,…) und die Unterstützung ist erwartbar lange bei der Pro-Serie und auch für Linux-Freaks wie mich gegeben. Bei den Tonern gibt es auch regelmäßig Cash-Back, so dass der Preis relativiert wird. Mit 65€ für genormte 4400 Seiten des schwarzen Originaltoners liegt der Seitenpreis bei 1,5 Cent pro Seite – ohne solch Aktion. Das sind Dinge die sich im Laufe der Zeit ganz schön summieren können.

Bei USB-Sticks nur der Hinweis, dass es da welche gibt, die 2 verschiedene Anschlüsse haben, beispielsweise USB-A + USB-C oder USB-A + MicroUSB. Damit ist der Zugriff auch auf Geräten mit anderen Anschlüssen möglich, z.B. per Handy an der entsprechenden Buchse.

Beim Laminiergerät stimme ich dir zu. Auch ich habe das kaum gebraucht. Irgendwann gab es mal eines bei einem Discounter für 25€ oder so, inkl. Folien. Nun steht auch so eines im Schrank. Viel wichtiger fand ich aber etwas, was die Schule im Normalfall nicht bietet: Eckenabschneider. (Ich selber hab bei Amazon nach dem Preis und den Bewertungen geschaut und für ca 9€ den „Round PRO whether Sansutabungu“ geholt – Bericht: Funktioniert! 😉 ) und das ist schon sehr angenehm, wenn die Klamotten und Finger ganz bleiben, wenn man denn laminiert und geschnitten hat.

Büroartikel:
Bei den Stiften empfiehlt sich die Sache mit dem Korrekturstift.
Wenn man nicht ganz schülerunfreundlich auf Stempel umstellt, dann ist hier die Belastung für die Hand schon recht groß, weil es ungewohnt ist. Frühzeitig ausprobieren und den richtigen zu finden ist sehr sinnvoll.

Während meines Refs hatten wir viele Klassen mit Whiteboards (also die weißen Dinger ohne Technik). Eine schöne Auswahl an Stiften – 6 Farben (z.B. Staedler Lumocolor 351 B WP6 für 6€) ermöglichen auch bunte Tafelbilder statt des Rückschritts ins Monochrome Zeitalter. Und dazu eine Nachfüllstation (z.B. Staedtler 488 51 für 5€) für die häufigst genutzte Farbe und ich kam einige Zeit über die Runden.
Um nicht dem Risiko ausgesetzt zu sein, dass die Schule eventuell das Zeug was ich brauche, gerade nicht hat (und das ging von Papier bis Kreide immer mal wieder so!), habe ich mir dazu noch so einen kleinen Wischer/Schwamm gekauft. Dank cleverer Kollegen, die mit wasserfesten Stiften drauf rumschrieben, rechneten sich auch die 2 Packungen Whitboard-Reiniger als Pumpflasche für zusammen weniger als 8€.

Aktenhüllen. (z.B. Herlitz 11420254 kosten 20 Stück ca. 4€) Die nutze ich für das Transportieren meiner eingesammelten Tests/Klausuren. Jede Klasse eine Farbe, eingetütet in 2 Dokumententaschen (rot für „noch zu kontrollieren“, grün für „fertig zum Austeilen“, 10 Stück/5€).

Weitere Kleinigkeiten:
Magnete. Ich mag die kleinen Neodym-Teile. 10-20 Stück für ca. 4-5€ oder die großen Bunten gibt es ab 3€/10 Stück.

Auch wenn das alles nur kleine Beträge sind, läppert es sich schon zusammen. Allerdings haben sie zumindest mir geholfen, einige Dinge zu koordinieren und unter Kontrolle zu halten. Die Anschaffung von Dingen, die normalerweise der Arbeitgeber stellen sollte um ordentlichen seinen Job machen zu können, halte ich selber für problematisch. Im Ref kann ich das ausdiskutieren, aber ich fürchte, das hätte mir nicht viel gebracht. Aus dem Grund haben auch Packungen an beschreibbaren und bunt laser-bedruckbaren Folien einen Weg hierher gefunden.

 

 

[1] Wenn man über einen Link dieses Blogs auf Amazon verwiesen wird und etwas kauft, unterstützt man dadurch den Blog, der über das Amazon-Partnerprogramm eine Gewinnbeteiligung erhält. Preise und Produkte bleiben für den Käufer gleich.

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7 Kommentare zu REFERENDARIAT: Was brauchen Referendare

  1. Ich versuche mal zu ergänzen bzw. mit den eigenen Eindrücken auch etwas zu entgegnen.

    Nehmen wir die technische Ausstattung:

    Drucker: ja
    Grundsätzlich ist ja erst mal die Frage nach der Art des Druckers, also Tinte oder Laser. Auf Grund des Schriftbildes, der Wasserfestigkeit und der letztendlich geringeren Kosten pro Seite und der Nicht-Eintrocknung bei 6 Wochen Ferien, würde ich zu Laserdruckern raten. Und auch da möglichst auf Anbieter, die einen eher professionellen Support anbieten, der auch nach 1 Jahr noch so zu bezeichnen ist. Da kann man einfach mal schauen, wie das Angebot der Treiber von 2 Jahre alten Druckern so ist. Da gerade die Umstellung Win7 bzw. Win8 und Win10 läuft, ist der Moment günstig. Eventuell steht ja auch eine Umstelung von der Windows-Welt auf die Apple-Welt an oder auch Linux (bessere Geräte, neue Schule mit anderem Material, persönliche Vorliebe wie bei Bob,…). Dafür dann einen neuen kaufen zu müssen weil es keine Treiber gibt, ist auch auf Dauer etwas teurer. Wer seine Kunden jetzt im Regen stehen lässt, macht dies grundsätzlich auch zukünftig.
    (Brother, Lexmark, Epson und Canon sind beispielsweise nicht unbedingt berühmt dafür. )

    Und in dem Zusammenhang gleich zu Scannern: Ja!
    Geht es nur um die Aufnahme eines einfachen Blattes, gehen auch Apps. Aber es gibt einen Trend, der sich leider bei einigen schon verfestigt hat: Zurückgegebene Arbeiten werden nachträglich „korrigiert“ und als vergessene Punkte reklamiert. Das hatte ich an der Uni vor einigen Jahren, in meiner Schule hatten wir (intern publik geworden) letztes Halbjahr mindestens 2 Fälle. Dank Scanner mit Einzug ließen sich die Fälle recht leicht klären, eher zu Ungunsten der Schüler*innen. 😉

    Und auch wenn ich sonst kein Freund von All-In-One bin, aber die Multifunktionsdrucker mit Scanner sind jetzt nicht wesentlich teurer, dafür aber zusammen platzsparend. Mit meinem HP Color Laserjet Pro M476 bin ich sehr zufrieden (USB, LAN, WLAN, NFC, theoretisch sogar Fax^^, Duplex, Scan, Cloud Printing, Treiber fürs Smartphone,…) und die Unterstützung ist erwartbar lange bei der Pro-Serie und auch für Linux-Freaks wie mich gegeben. Bei den Tonern gibt es auch regelmäßig Cash-Back, so dass der Preis relativiert wird. Mit 65€ für genormte 4400 Seiten des schwarzen Originaltoners liegt der Seitenpreis bei 1,5 Cent pro Seite – ohne solch Aktion. Das sind Dinge die sich im Laufe der Zeit ganz schön summieren können.

    Bei USB-Sticks nur der Hinweis, dass es da welche gibt, die 2 verschiedene Anschlüsse haben, beispielsweise USB-A + USB-C oder USB-A + MicroUSB. Damit ist der Zugriff auch auf Geräten mit anderen Anschlüssen möglich, z.B. per Handy an der entsprechenden Buchse.

    Beim Laminiergerät stimme ich dir zu. Auch ich habe das kaum gebraucht. Irgendwann gab es mal eines bei einem Discounter für 25€ oder so, inkl. Folien. Nun steht auch so eines im Schrank. Viel wichtiger fand ich aber etwas, was die Schule im Normalfall nicht bietet: Eckenabschneider. (Ich selber hab bei Amazon nach dem Preis und den Bewertungen geschaut und für ca 9€ den „Round PRO whether Sansutabungu“ geholt – Bericht: Funktioniert! 😉 ) und das ist schon sehr angenehm, wenn die Klamotten und Finger ganz bleiben, wenn man denn laminiert und geschnitten hat.

    Büroartikel:
    Bei den Stiften empfiehlt sich die Sache mit dem Korrekturstift.
    Wenn man nicht ganz schülerunfreundlich auf Stempel umstellt, dann ist hier die Belastung für die Hand schon recht groß, weil es ungewohnt ist. Frühzeitig ausprobieren und den richtigen zu finden ist sehr sinnvoll.

    Während meines Refs hatten wir viele Klassen mit Whiteboards (also die weißen Dinger ohne Technik). Eine schöne Auswahl an Stiften – 6 Farben (z.B. Staedler Lumocolor 351 B WP6 für 6€) ermöglichen auch bunte Tafelbilder statt des Rückschritts ins Monochrome Zeitalter. Und dazu eine Nachfüllstation (z.B. Staedtler 488 51 für 5€) für die häufigst genutzte Farbe und ich kam einige Zeit über die Runden.
    Um nicht dem Risiko ausgesetzt zu sein, dass die Schule eventuell das Zeug was ich brauche, gerade nicht hat (und das ging von Papier bis Kreide immer mal wieder so!), habe ich mir dazu noch so einen kleinen Wischer/Schwamm gekauft. Dank cleverer Kollegen, die mit wasserfesten Stiften drauf rumschrieben, rechneten sich auch die 2 Packungen Whitboard-Reiniger als Pumpflasche für zusammen weniger als 8€.

    Aktenhüllen. (z.B. Herlitz 11420254 kosten 20 Stück ca. 4€) Die nutze ich für das Transportieren meiner eingesammelten Tests/Klausuren. Jede Klasse eine Farbe, eingetütet in 2 Dokumententaschen (rot für „noch zu kontrollieren“, grün für „fertig zum Austeilen“, 10 Stück/5€).

    Weitere Kleinigkeiten:
    Magnete. Ich mag die kleinen Neodym-Teile. 10-20 Stück für ca. 4-5€ oder die großen Bunten gibt es ab 3€/10 Stück.

    Auch wenn das alles nur kleine Beträge sind, läppert es sich schon zusammen. Allerdings haben sie zumindest mir geholfen, einige Dinge zu koordinieren und unter Kontrolle zu halten. Die Anschaffung von Dingen, die normalerweise der Arbeitgeber stellen sollte um ordentlichen seinen Job machen zu können, halte ich selber für problematisch. Im Ref kann ich das ausdiskutieren, aber ich fürchte, das hätte mir nicht viel gebracht. Aus dem Grund haben auch Packungen an beschreibbaren und bunt laser-bedruckbaren Folien einen Weg hierher gefunden.

  2. frauherb sagt:

    Vielleicht passt hier zusätzlich für in BW tätige Referendare ein Hinweis auf die VwV Datenschutz https://lehrerfortbildung-bw.de/st_recht/grund/verwalt/vwv_datenschutz-final-2015.pdf und https://lehrerfortbildung-bw.de/st_recht/grund/verwalt/anlage1_zur_vwv_datenschutz-final-2015.pdf
    Noten etc. muss man auf jeden Fall und auf jedem Gerät verschlüsselt speichern. BW empfiehlt dafür TrueCrypt und einen separaten USB-Stick (dass man selbigen leichter verliert als etwas Größeres steht auf einem anderen Blatt). Nicht alle personenbezogenen Daten darf man auf einem privaten Gerät speichern.

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