Methoden für das Deutschabitur 1: Zitate einbinden

Dies hier sind die Texte, die in dem unten eingebundenen YouTube-Video geschrieben wurden.

 

„Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet.“ (S.9)

„Ich kannte kaum jemanden in der Stadt. Niemanden, um genau zu sein. Ein paarmal hatte ich mich verliebt in ein Gesicht, aber ich hatte gelernt, solchen Gefühlen auszuweichen, bevor sie zu einer Bedrohung wurden.“ (S.14f.)

Der Ich-Erzähler zeigt schon früh seine Bindungsangst, indem er sein eigenes Verhalten als geschlossen beschreibt. Er sagt, er habe „gelernt, solchen Gefühlen auszuweichen (…)“ (S.15). Es zeigt sich also, dass er nicht in der Lage ist, Liebe so aufzunehmen, dass sie ihn tatsächlich berührt. Sie wird für ihn förmlich zu „einer Bedrohung“ (S.15).

Das pars pro toto des Ich-Erzählers zeigt, dass dieser die Personen um sich herum nicht als vollständige Menschen wahrnimmt. Er sagt, dass er sich „in ein Gesicht“ verliebt habe (Vgl. S.14). Dies verdeutlicht, dass er nur Teile der Menschen wahrnimmt. Im weiteren Verlauf wird klar, dass er nur die Teile, Emotionen oder Handlungen von Personen mag, die seinen eigenen entsprechen.

Schon der erste Satz des Romans verdeutlicht, wie die Geschichte des Ich-Erzählers Macht über Agnes ausübt: „Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet“ (S.9). Dass ein Text jemanden tötet, ist eine Besonderheit, die dadurch Spannung aufbaut, dass nicht klar ist, wie oder durch welche Handlung es dazu kommen kann.

Es zeigt sich, dass der Ich-Erzähler von seiner Außenwelt isoliert ist. Dies zeigt sich daran, dass er schon früh verdeutlicht, „kaum jemanden“ (S.14) zu kennen. Er hat also scheinbar Probleme damit, soziale Kontakte aufzubauen.

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