Analoge Demenz: Das Buch als Gefahr

Ablenkung und analoge Demenz: Bücher schaden den Schülerinnen und Schülern

Lange ist es her, dass ein Lehrer Bücher als eine absolute Neuheit verkaufte. Mittlerweile hat sich das Buch zu einem Massenphänomen gesteigert. Mit unglaublichen Folgeschäden, die selbst die Wissenschaft noch nicht absehen kann. Allein die Buchmessen, auf der die verwahrlosten und isolierten Leserinnen und Leser in den Hallen nach neuem Material für ihre Sucht suchen, zeigen, dass wir längst bei einem Problem sind, dass sich ausbreitet wie ein neuer Virus.

„Schülerinnen und Schüler versuchen heutzutage sogar in Pausen, in die Bücher zu schauen“, so Manfred Stumpfer, ein Vertreter der These, dass der Buchgenuss zu einer analogen Demenz führt.

„Eltern haben ihre Kinder nicht mehr im Griff“, so Stumpfer. „Sie wissen nicht, was heutzutage alles gelesen wird.“

Auch in der Politik ist das Problem längst bekannt und als große Gefahr ausgemacht. AfD-Spitzenpolitiker Puppe sagte jüngst in einem Interview mit der Taz: „Wir müssen mit aller Macht verhindern, dass die Bücherausbreitung weiter geht. Bücher sind absolut schädlich für Engstirnigkeit und Fehlurteile. Wir sind alle bedroht.“
Auch in der Wirtschaft werden die ersten Stimmen laut, die fürchten, dass der Konsum in Zukunft von Büchern bedroht werden könnte. „Es liegen ganze Welten in den Büchern, Welten“, so der ehemalige Chef der deutschen Bank, Feldmann. „Wenn die Schülerinnen und Schüler so weiterlesen, entwickeln sie sich zum Alptraum jeden repressiven Systems: Zu allein denkenden, entscheidungsfähigen Wesen. Das kann doch keiner wollen.“

Verlage und Autoren haben mittlerweile ihre Macht erkannt und lassen es zu, dass so gut wie jeder Zugriff zum Medium Buch hat.

„Was mich traurig stimmt“, so ein anonymer Lehrer aus dem Schwarzwald, „ist, dass die Schülerinnen und Schüler bald nicht mal mehr wissen, wie man ein Konsolenspiel spielt. Es gibt mittlerweile 6.Klässler, die keine Ahnung mehr haben, was Call of Duty ist. Das macht mich schon traurig.“

Das Problem ist in allen Gesellschaftsschichten angekommen, aber nun heißt es: Handeln. Denn wer es erlaubt, dass seine Kinder lesen, oder sich über Bücher unterhalten (geschweige denn danach suchen, was es so gibt), der sorgt für einen massiven gesellschaftlichen Schaden, indem er es zulässt, dass die Kinder zu eigenständigen Menschen werden.

Das kann wirklich keiner wollen.

 

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