BILDUNG: AC-Profil: Chancen und Möglichkeiten

Die Blicke der Teilnehmer sind angestrengt. Sie wollen sagen: Warum das alles, was machen wir eigentlich hier? Andere sind in einer resignativen Stimmung. Sie haben so viele bildungspolitische Desaster erlebt, dass sie einfach keine Lust mehr haben, etwas von sogenannten „Innovationen“ zu hören. Alle haben aber etwas gemeinsam: Sie sind hierher geschickt worden, um in der Kompetenzanalyse „AC-Profil“ fortgebildet zu werden. Wie es so ist bei verordneten Fortbildungen, sind viele Teilnehmer skeptisch bis ablehnend. Die Tafel füllt sich mit „Befürchtungen“, „Ängsten“ und „Kommentaren“. Warum das Ganze?
Im Zuge der zunehmenden Forderung nach Individualisierung und Binnendifferenzierung war die Idee der Kultusminister, eine Art „Assesment-Center“ für Schüler zu entwickeln. Hier geht es allerdings weniger darum, als Bester zu bestehen, sondern darum, durch eben jene Test die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler festzustellen, um eine gezielte Förderung zu ermöglichen.
Und so bearbeiten die Schülerinnen und Schülerder achten Klasse am Computer sogenannte IT-Tests (schlimmer Weise mit Aufgabenstellungen, die auf ausgedrucktem Papier stehen), machen Konzentrationstests und bleiben nachmittags da, um zu zeigen, welche Kompetenzen sie besitzen.
Kompetenzen, die unter anderem durch ein akribisches Beobachtungsverfahren, in dem die fortgebildeten Lehrkräfte nicht mehr als vier Schülerinnen und Schüler beobachten, sind unter anderem:
• Kommunikationskompetenz
• Teamfähigkeit
• Verantwortungskompetenz
• Durchhaltevermögen
• Selbstständigkeit
Mit anderen Worten: Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten problemorientierte Aufgabenstellungen, werden beobachtet und bekommen am Ende ein Kompetenzraster, dass „errechnet“ welche beruflichen Aufgabenbereiche sich später auf Grundlage ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten anbieten würden.
Des Weiteren bleiben die Lehrer, die die Beobachtungen durchgeführt haben über die nächsten zwei Jahre Ansprechpartner und erstellen Zielvereinbarungen, die sich auf Bereiche stützen, die bei den Schülerinnen und Schülern nicht so stark ausgeprägt sind.
Dies ist zunächst die (sehr vereinfachte Theorie).
Eine subjektive Bewertung des AC-Profils folgt in einem

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