LITERATUR: 228er Twitter-Poem

 

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Das Gedicht aus den Bios der Follower

 

Bei diesem grausamen und schönen Leben

Braucht man nur den Wunderwall

Mit keinem Ziel (als Junggeselle)

Nie zu alt für Männerschweine

 

Theater machen aus der Ecke des Lebens

Geschichten erzählen: tiefgründig und geheimnisvoll

Inoffiziell das Leben nur als Arbeit machen

Den Ton angeben als Fotografie

 

„Bei dir nie gut genug sein“, schreit es etwas schräg

Als Lehrer mit Lizenz zum Flöten

Spiele ich mit Technik vor

Musik-Prostituierte: lustig, traurig und verrückt

 

Einundzwanzig und so weiter: Plakatmädchen

Rufen sich aus als Firmen-Engel

Familie und Beruf sind im Lektorat

Wir sind vergeben: Zwischen Espressi und Therapie

 

Finde die Ironie: „Die Meinung ist meine“

Qualitäts-Gezwitscher von der Nachteule

Aus den 75ern als sternhagelglücklicher

Vogel, der miaut.

 

Wir singen und lernen und lieben es

Und es ist schon in uns

Als wenn das Leben gelebt werden sollte

In einem kleinen Wohnwagen

 

Unser Musik-Pokal: In Prosa

Fundstellen sind abgeschrieben

Leidenschaft für Texte über Regenbögen

(Es kann nur ein Test sein)

 

Auf meine Art: mit Motorengeräuschen

Frisst der Alltag die Existenz

GLÜCKLICH: Nur wer Pizza isst

Übersetzung: Arbeit heißt auch Potential

 

Wir lieben zu lachen – zusammen

Sachen und Leben eben

Wir lieben das Wissen – emotional

Auf unserer Bildungssafari

 

Wir moderieren klassische Spuren

Neuen Medien heißen: Welt

Die Dramaturgie ist rüstig

In unserer Lebebensbalance

 

Astronomie erklärt die Leidenschaft

Für jeden Tag wie Neujahr

Wir atmen jeden Atemzug

Als wenn es extra wäre

 

Was soll denn sonst reichen

Wenn nicht Liebe? Ja, kochen

reden, glauben, präsentieren

Wie in einer Drama-Gruppe

 

Übertreiber starten ein Chaos

Was gut ist: Worte, die uns verändern

Lehren und zu lernen

Wie alberne Väter

 

„Jemand nannte mich absonderlich“

(Was uns glücklich macht)

Im Kampf gegen Konventionen

Einblicke in unser Netz:

 

Keine Zweifel, nur Enthusiasmus

Der süße Norden unserer Freiheit

Ist kosmopolitisch und talentiert

Die Neugierde beißt den Hund

 

Keine Sprache ist tot und alle Engel

Lernen in dem eigenen Kopf

Weil denken schwer ist, urteilen die meisten

Komplizierte Gedanken eben (am Wanken)

 

Beobachtung des Echos als Selbstversuch

Als Austausch über Geschichten

Irgendwie auch zwischen Jugend und Kaffee

Als Veränderungsmacher

 

Voll von sonstigen Interessen (wie die Schminke)

Die das Leben fokussieren; Niederlagen

Reichen aus um zu ermutigen

Klar: Selber Mensch und selber Religion

 

Deshalb studieren wir als Väter

Unserer Welt. Als Kritiker von einer Form

In ernsten Komödien des Menschen

Und lächeln für die, die wir lieben

 

Wir sind worthungrig und gehen gerne

International in, aus und um uns herum

NAHAUFNAHME: Lust am Denken

Und Fische klettern auf den Baum

 

Unsere Reiseberichte sind universell

Und bemüht um Begeisterung

Am liebsten miteinander auf der dritten Welle

Das Schauspiel im Geist

 

Bis wir gute Nacht sagen; kurze Bewegung

Dann ohne allem, was noch war

Vampire sind wir nur im Spaß

(Und Ironie für Anfänger)

 

Nun? Stifte her, es wird gelebt

Denn alles, was Spaß macht

Ist wach und verträumt

Obwohl manchmal nicht immer ist

 

AUFNAHME: Ein Zwitschern von Komödie

Knapp neben mittendrin findet sich Leben

Und das Rezept heißt siebzehn mal dasselbe

Für die Sünder und die Heiligen:

 

Macht den Vorsitz! Schreibt uns an!

Bleibt optimistisch! Tauscht euch aus!

Wir machen die Welt, wie sie uns gefällt

Denn es gibt Erklärungen

 

Selbst wenn wir bestimmt werden von

Essen, Sehen, Glauben, Können, Kochen

Die Innovation bleibt Provokation

Als Weltreise in unserem Kopf

 

(Weil wir aus Gründen der Geburt

Auf die Welt kamen)

 

 

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