Erste Schritte zur papierfreien Schultasche

Eines gleich vorneweg. Die Kolleginnen und Kollegen, die schon seit Jahren mit dem iPad und diversen Apps arbeiten, werden hier keine neuen Erkenntisse vorfinden. Vielmehr möchte ich mit meinen bisherigen Erfahrungen diejenigen „anfüttern“, die bisher mit den digitalen Werkzeugen noch nicht oder kaum in Berührung gekommen sind. Für Fortgeschrittene empfehle ich die Linksammlung zum #edchat (einem Diskussionsforum auf Twitter), in dem es um genau dieses Thema ging.

Warum überhaupt papierfrei?

Neben der Tatsache, dass man als Lehrer ständig mit den „Neuen Medien“ in berührung kommt, sei es, weil man recherchiert oder sich über neue Trends oder Diskussionen informiert, bieten die mobilen Endgeräte von heute auch zahlreiche Möglichkeiten, als Lehrer seinen Unterricht zu organisieren und zu gestalten. Hier sollen nur zwei Apps vorgestellt werden. Es geht nicht um eine Einführung, sondern um eine kurze Begründung, warum es sich lohnt, die eine oder andere App zu benutzen.

EVERNOTE

Evernote ist ein Tool, mit dem man Notizen sammeln, verschlagworten und verlinken kann. Neben einem Cloudservice, der so alle Notizen auf die mobilen Geräte verteilt, ist so as Problem des Wiederfindens und das Papierchaos gelöst. Es entfällt also das typische Muster: Verlaufsplan entwerfen, ausdrucken, passende Folie ausdrucken, in die Tasche stecken, in der Schule auspacken, nach Hause tragen, einordnen (wie?), gegebenenfalls wieder heraussuchen.

Stattdessen kann man den Impuls, mit dem man arbeiten möchte – zum Beispiel ein Bild – direkt über den Tablet und den Beamer laufen lassen. Zusätzlich besteht hierbeit die Möglichkeit, auf diesem Bild/Karte/Statistik Dinge zu markieren, um sie hervorzuheben. Deweiteren kann man alles, was man z.B. bei einer Recherche findet, direkt dort abladen und hat durch eine geschickte Verschlagwortung immer Zugriff darauf. Hat man sich in dieses Programm eingearbeitet, erleichtert es die Arbeit und macht sie zudem effizienter.

Mehr dazu findet sich z.B. bei Herr Mess hier.

TEACHER TOOL

Eigentlich ist Teacher Tool nicht anderes als ein Programm zur Notengebung und -organisation. Eigentlich. Denn neben netten Gimmicks – so öffnet das Programm im Unterricht die Klasse, die man auch gerade im Stundenplan hat – ist dies aber eine ungeheure Zeiteinsparung. Was hier entfällt: Eine Arbeit wird geschrieben, die Punkte auf Noten umgerechnet (Wie? Wo?), im Halbjahr dann mittels stundenlanger Kopfakrobatik zusammen geschustert und nach einem Jahr doppelt kognitiv verknotet.

Statdessen, um ein Beispiel zu nennen, gibt man die Punkte an und das Programm errechnet nicht nur (nach zuvor bestimmtem Algorithmus) die Note, sondern errechnet neben dem Durchschnitt auch sofort die Gewichtung innerhalb des Jahres oder Halbjahres. Auch mündliche Noten oder Tests werden so sofort eingearbeitet.

Auch als Anfänger, der ich nach ein paar Monaten zwangsläufig noch bin, stellt sich nach einer kurzen Einarbeitungsphase sofort der Nutzen dieser kleinen Programme ein. Ich kann jedem Kollegen, der sich nicht gegen technische Neuerungen sperrt, nur empfehlen dies auszuprobieren. Gerade bei Teacher Tool sollte man jedoch auf die Datenschutzrichtlinien der Schule achten – wobei das Programm durch zusätzliche Sicherungen schon einiges verbessert hat.

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Authentische Situationen durch Medien

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Ein Kommentar zu Erste Schritte zur papierfreien Schultasche

  1. Pingback: Unterricht mit Links – Vorteile von Evernote | Bob Blume

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