HUMOR: Test: Welcher Lehrertyp sind Sie?

Wenn man etwas über die Lehrer wissen will, dann fragt man am besten die Schüler. Die haben immer eine Antwort parat. Alle anderen unentschlossenen können hier den Test machen, welcher Lehrertyp sie sind. Der Test ist weder psychologisch fundiert noch offiziell abgesegnet. Gerade deshalb aber auch völlig wahr.

1. Aus welchem Grund sind Sie Lehrer geworden?

a) Boah, schwierige Frage. Bei der Entscheidung war ich viel zu betrunken.
b) Mein Mathelehrer war immer total lieb und motiviert.
c) Ich sage nur: Man hat’s im Blut oder nicht.
d) Es war einfach schwierig nach dem Krieg.
e) Ich arbeite so gerne mit Kindern. Schon als Kind.

2. Was haben Sie aus dem Studium mitgenommen?

a) Meine Freundin.
b) Man lernt für das Leben. Ein Leben lang.
c) Dass man auch Professoren noch etwas beibringen kann.
d) Damals mussten wir im Kloster Bibeln abschreiben. Ich habe noch eine.
e) Didaktische Finesse, pädagogischen Anspruch, Liebe zum Detail.

3. Wie erlebten Sie das Referendariat?

a) Ging schon irgendwie.
b) Voll konzentriert, Tag und Nacht.
c) Das war doch Schiebung. Wenn ich Fachleiter wäre…
d) Schlimmer als Schützengraben war es nicht, aber…
e) Eine wundervolle Zeit voller Erfahrung und konstruktiver Kritik.

4. Was kommt Ihnen bei dem Wort Schule in den Sinn?

a) Meine eigene Abifete.
b) Arbeit, Arbeit, Arbeit.
c) Ich kann nicht alles selber machen.
d) Die heutige Jugend weiß nichts mehr.
e) Es ist so vielfältig, mannigfaltig und schön.

5. Wie bereiten Sie ihren Unterricht vor?

a) Unterricht vorbereiten?
b) Ich lese ein Buch über das Thema, exzerpiere, male und schneide bis tief in die Nacht aus, bin dann aber trotzdem unzufrieden.
c) Ich lese die Zeit und schreibe Leserbriefe.
d) Ich erinnere mich beim Schlafen an mein Leben.
e) Ich beschäftige mich mit dem, was die Jugend interessiert und baue es wo ich nur kann in den Unterricht ein.

6. Welches Verhältnis haben Sie zu ihren Schülern?

a) Sie mögen mich wie einen gleichaltrigen.
b) Sie hassen mich, obwohl ich fast gleich alt bin.
c) Verhältnisse gehören nicht in die Schule.
d) Schwierige Frage. Ich höre doch so schlecht.
e) Ein sehr ausgewogenes, das auf gegenseitigem Respekt beruht.

7. Wie geben Sie Noten?

a) Nach Sympathie.
b) Ich erstelle zu jeder Einheit Musterblätter, die ich in akribischer Arbeit auswerte, damit jeder zufrieden sein kann.
c) Mit Sicherheit.
d) Aus Erfahrung.
e) Individuell, pädagogisch motivierend und schülergerecht.

8. Wie verbringen Sie ihre Freizeit?

a) Wein, Weib und Gesang.
b) Ihre was?
c) Leserbriefe schreiben und Vivaldi hören.
d) Schlafen und auf die Toilette gehen.
e) Spazieren, lesen und Freunde treffen.

9. Was ist ihr Lebensmotto?

a) Live hart, die young.
b) Arbeit muss sich lohnen.
c) Alle denken an sich, nur ich denk an mich.
d) Alte Eisen schlagen härter.
e) Das Leben, es ist schön.

10. Was würden Sie an der Schule verändern?

a) Och, nichts.
b) Meine Schulleiternote.
c) Meine Gehaltsstufe.
d) Die Schüler.
e) Die Zusammenarbeit der Lehrkräfte.

 

Auswertung

Meiste a)-Antworten: Lockerer Schludrian

Seien Sie ehrlich mit sich. Sie sind nie wirklich über ihre Pubertät hinweggekommen. Sie machen anzügliche Witze im Unterricht und denken, dass ihre Schüler sie deshalb vergöttern. Sie ziehen sich nach (ihrer Meinung nach) neuesten Mode an, weil sie denken, dass auch Lehrer das Recht haben, cool zu sein. Den Beruf üben Sie schon irgendwie gerne aus, aber auch nur, weil Ihnen die Alternativen fehlen, etwas anderes zu suchen. Und für eine andere Arbeit ist es aufgrund des nie beendeten Alkoholkonsums leider auch zu spät.

Burnoutrisiko: 0%

Tipp: Bleiben Sie, wie Sie sind. Ignoranz ist ein Segen der Ahnungslosen.

Meiste b)-Antworten: Völlig übermotivierte Schreckschraube

Geben Sie es ruhig zu. Der Wunsch, Lehrer zu werden, war gar nicht Ihrer. Da war der Vater Gedanke des Wunsches. Dass die Lehrer Sie früher mochten, kam daher, dass es kein anderer tat und Sie die Anerkennung durch Arbeit erhaschen mussten, die Sie nicht gehabt hätten, wenn Sie Freunde ihres Alters gehabt hätten. Es ist kein Wunder, dass Sie alles tun, um von den Schülern gemocht zu werden, denn immerhin könnten Sie so ihre verlorene Jugend wiederaufleben lassen. Dass das nicht klappt, liegt auf den Hand, da sie gleichzeitig so ehrgeizig sind, dass man Ihnen den peinlichen Willen alles zu können ansieht.

Burnoutrisiko: 100%

Tipp: Vergeuden Sie nicht ihre Zeit mit sinnlosen Tipps. Sie brauchen professionelle Hilfe und einen Beruf, bei dem Sie nichts mit Menschen zu tun haben.

Meiste c)-Antworten: Besserwisser vom Dienst

Geben Sie es zu. Sie wussten schon vorher, wie der Test funktioniert. Sie haben ihn aber trotzdem gemacht, weil Sie überprüfen wollten, ob Sie Recht hatten. So sind sie. Sie wollen immer Recht haben und wissen auch, dass das so ist. Deshalb kann es Ihnen auch kein Schüler Recht machen, da es immer irgendetwas gibt, dass man, Verzeihung, Sie besser machen könnten. Selbst diesen Test hätten Sie besser gemacht. Das Einzige, was Ihnen fehlt, ist jemand, der erkennt, wie toll Sie sind. Das wird aber leider nicht passieren, da dieser jemand genau so intelligent sein müsste wie sie. Und das ist ja nun wirklich nicht möglich.

Burnoutrisiko: 50%

Tipp: So blöd, Ihnen einen Tipp geben zu wollen, ist auch nicht der Autor eines Tests.

Meiste d)-Antworten: Pensionär

Dass die Kinder im Kaiserreich salutieren mussten, finden Sie auch irgendwie unpassend. Das macht Sie trotz ihres Alters modern. Eigentlich brauchen Sie nach Jahrzehnten, ach, Jahrhunderten im Schuldienst keinen Test mehr, der Ihnen bescheinigt, was Sie sowieso schon wissen. Sie haben es geschafft. Selbst wenn Sie die Schüler weder hören noch sehen können, kann Ihnen alles egal sein, da Sie ihr Leben in die Hand der Bildung gelegt haben und sie sich ihr völlig geopfert haben. Leider ist dieses Opfer nicht ohne Folge. Sie werden große Probleme damit haben, sich wieder in das Leben ohne den Lärm, den Stress und denen zu haben, die Ihnen immerhin zugehört haben. Früher war alles besser. Dieser Gedanke wird für Sie erst nach der Schulzeit wirklichen Sinn ergeben.

Burnoutrisiko: Gab es damals noch nicht.

Tipp: Granu Fink hilft gegen Harndrang.

Meiste e)-Antworten: Perfekter Lehrer

Sie haben diesen Test gemacht und sind hier gelandet? Wirklich? Sie glauben doch nicht im Ernst, dass ich Ihnen das abnehme. Mal ganz davon abgesehen macht Sie das für alle anderen Kollegen zum Judas, zum Teufel, zum Antichrist. Aber wissen Sie was? Ich glaube Ihnen nicht. In Wirklichkeit sind Sie nur zu feige, sich einzugestehen, dass es ein riesiger Fehler war, an den Ort ihrer Pein zurückzukehren.

Burnoutrisiko: natürlich keins.

Tipp: Machen Sie den Test nochmal. Aber ehrlich bleiben dieses Mal!

 

Fallen Ihnen weitere Fragen ein, die den Test qualitativ bereichern würden. Nur zu. Ihre Kommentare werden aufgenommen.

 

 

 

 

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11 Kommentare zu HUMOR: Test: Welcher Lehrertyp sind Sie?

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  8. Selbstverständlich ist dieser Test psychologisch fundiert! Da wird auch der offizielle Segen nicht lange auf sich warten lassen 😉

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