Metapher und Motiv

Wie in Gedichten gibt es auch in Romanen sprachliche Figuren und Zusammenhänge, die den Inhalt tiefgründiger wirken lassen oder eine weitere Bewusstseinsebene hinzufügen.

Bei einem Motiv handelt es sich, wie bei der Musik, um ein wiederkehrendes sprachliches oder inhaltliches Element. Das kann ein besonderes Wetter sein, das den Figuren zusetzt oder ein besonderer Ort, der immer wieder eine Rolle spielt (inhaltlich). Es kann aber auch ein immer wieder kehrender Gedanke sein. Wie in der Musik der Refrain ist ein Motiv ein Baustein, der den Inhalt miteinander verknüpfen kann.

Bei einer Metapher handelt es sich um ein sprachliches Bild, dessen Bedeutung über eine bloße Übersetzung hinausgeht. Eine der bekanntesten Metaphern ist z.B. das Herz für die Liebe. An manche Metaphern haben wir uns aber schon so gewöhnt, dass uns die übertragene Bedeutung gar nicht mehr richtig ins Auge fällt. Dann spricht man auch von toten Metaphern.

Beide sprachlichen Elemente können natürlich auch kombiniert werden. Wenn zum Beispiel der Regen ein wiederkehrendes Motiv ist, kann er gleichzeitig eine metaphorische Bedeutung haben, z.B. wenn es in dem Roman um Trauer und Leid geht.

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Ein Kommentar zu Metapher und Motiv

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