Kurztheaterstück Die Veränderung

Personen:

Der Sprecher
Der Schreiber
Der Freund und Kritiker
Der Regisseur
Der erste Schauspieler
Der zweite Schauspieler
Der dritte Schauspieler

1. Aufzug

Der Sprecher: Meine Damen und Herren, seien sie willkommen zu diesem Stück, das, wie sie sicher schon wissen, den Namen „Die Veränderung“ trägt. Es ist ein Stück von einem bekannten Schreiber, also bekannt, nachdem sie das Stück gesehen haben. Ich wünsche Ihnen eine interessante und lehrreiche Zeit. Bald schon sehen wir uns wieder…

Der Schreiber (am Telefon, hin und her gehend): Ja, schon! Das sehe ich auch so. Aber sollte man nicht gerade dann Elemente einfügen, die eher anachronistisch sind? Ja, das weiß ich. Nein, ich finde es schön, dass du mit die Wahrheit sagst, aber es ist immerhin nur ein Ansager, nicht ein griechischer Chor. Was soll das denn heißen? So schlimm ist es auch wieder nicht. Ich werde mir hier von dir doch nicht sagen lassen, in was für einer Zeit wir leben. Es wird einen Ansager geben. Punkt. Ich verbiege mich doch nicht, nur weil die das wollen.

Der Schreiber wandelt ziellos in seinem spärlich eingerichteten Zimmer umher, schreibt einen Satz, steht wieder auf, nur um sich wieder hinzusetzen. Es klingelt an der Tür. Der Schreiber stöhnt kurz auf, trottet in Richtung Tür und öffnet sie. Er macht eine einladende, aber ironische Handbewegung. Der Freund tritt ein. 

Der Schreiber: Da hast du dich ja doch noch herbemüht.

Der Freund: Manches kann man nicht über das Telefon klären, dafür muss ich dich sehen. Jetzt sehe ich dich ja. Vielleicht sollten wir es doch übers Telefon machen.

Der Schreiber: Lustig, lustig. Willst du mir helfen, oder mir Vorhaltungen machen? Ich kann nicht mehr schlafen seit der Ausschreibung.

Der Freund: Und nicht mehr erinnern, wie es scheint. Das mit deinen Schlaf- und auch anderen Störungen hast du mir bereits berichtet. Ich kann nur sagen: nimm es nicht so ernst. Habe Spaß dabei. Es geht doch nicht um…

Der Schreiber: Doch! Es geht um mein Leben. Ich muss es beweisen. Allen!

Der Freund: Und das tust du, indem du bei einem Wettbewerb für Jungliteraten mitmachst. Das ist ja sehr überzeugend.

Der Schreiber: Irgendwie muss man doch anfangen. Dann wird der Name berühmt und irgendwann ist man dann da, wo man hin will. Aber ich will es so machen, wie ich es will.

Der Freund: Das wollen alle. Und dann machen sie es doch anders. Nicht jeder hat so hochtrabende Ziele wie du, weißt du?

Der Schreiber: Doch. Man hat immer bestimmte Ziele, nur die Art der Ziele verändert sich. Wer keine Ziele hat, ist klinisch tot.

Der Freund: Wer Ziele hat wie du, hängt am Tropf.

Der Schreiber: Nochmals: ich brauche deine Hilfe. Machst du jetzt was oder willst du weiterhin zeigen, dass meine Arbeit dir nichts wert ist?

Der Freund: So genau müsstest du mich aber kennen. Wie lange ist das schon? Fast eine halbe Ewigkeit. Es könnte auch mehr sein, wenn ich mir dein Gesicht so anschaue.

Der Schreiber (schaut verärgert)

Der Freund: Schon gut, schon gut. Worum soll es in dem Stück denn gehen.

Der Schreiber: Um Veränderung.

Der Freund (ironisch): Sehr präzise. Was für eine Veränderung?

Der Schreiber: Das steht da nicht. Da steht nur, dass es um Veränderung gehen soll. Wer oder was sich verändert nicht; das ist eben die Kunst.

Der Freund: „Das ist eben die Kunst.“ Willst du mir sagen, dass du ein Stück schreiben willst, indem es nur darum gehen soll, dass sich irgendwas oder irgendwer verändert?

Der Schreiber: Genau! Das dürfte doch relativ leicht sein. Irgendwie verändern sich doch alle.

Der Freund: Das ist ja das Problem. Das ist doch viel zu offen. Es scheint mir, als seien ein paar schlaue Köpfe von Universität und Theater zusammen gesessen, mehr als drei Flaschen Wein geleert und dann überlegt, welches Thema sie wählen könnten, damit auch wirklich jeder Trottel, der mehr als ein Wort schreiben kann, seine geistigen Ausgeburten dort hinschickt. Und du unterstützt das auch noch.

Der Schreiber: Versetz dich doch mal in ihre Lage. Willst du ein Thema wie „Das elfte mal der elfte September“?

Der Freund: Wirklich klasse. Tolles Beispiel. Darum geht es doch nicht. Man braucht doch einen Punkt, zu dem das ganze führen soll. Man muss alles darauf zuschneiden, die Exposition…

Der Schreiber: Wenn das jetzt ein Grundkurs der Theateranalyse werden soll, bin ich raus. Ich wollte gar nicht viel von dir, nur, dass du dir erst einmal meine Ideen anhörst.

Der Freund: Gut, wenn du mich so haben willst, schieß los.

Der Schreiber: Wir sind Freunde, aber manchmal könnte ich dich in die Tonne kloppen, Nägel hineinbohren und einen Abhang hinunterschubsen.

Der Freund: Ich weiß!

Der Schreiber: Gut!

Der Freund: Also?

Der Schreiber: Was also?

Der Freund: Die Idee?

Der Schreiber: Nun gut. Das Stück soll zunächst mal (hebt die Arme dramatisch hoch, schreibt es in die Luft) „Die Veränderung“ heißen.

Der Freund (ungläubig, die Bewegung nachmachend): „Die Veränderung“? Willst du nicht gleich noch den Ausschreibungstext hinzufügen.

Der Schreiber: Daran habe ich auch schon gedacht.

Der Freund: Im ernst, was soll denn der Titel? Worum geht es denn, und ich warne dich: wenn du Veränderung sagst, gehe ich.

Der Schreiber: Dann geh’ doch!

Der Freund: Nun mach schon. Dir wird es doch nicht nur darum gehen, den Initiatoren ihre stupide Offenheit vorzuwerfen. Dann nehmen die das Stück ja erst recht nicht.

Der Schreiber: Nun ja. Eigentlich schon. Ich meine, es soll doch um Veränderung gehen. Und wenn der Titel der Stücke, die man einsenden soll, schon so vage ist, dann nimmt man ihn gleich mit und macht ihn konkret.

Der Freund: Weiter!

Der Schreiber: Nichts weiter. Der Titel lässt ja alles offen. Ich hatte mir überlegt, dass man die Veränderung dann auch tatsächlich zum Mittelpunkt des Stücks macht. Es wird immer wieder darauf angespielt, drum herum getanzt. Du weißt doch, wie so etwas läuft. Es darf aber nicht so sein, dass die Zuschauer alles zu leicht durchschauen. Ich will nicht, dass sich am Ende alle in den Armen liegen. Es muss dramatisch sein und anspruchsvoll, so dass man auch wirklich über die Veränderung nachdenkt. Da geht es nicht, dass am Ende einfach alles gut wird. Es soll abstrakt sein, nicht aufgezwungen.

Der Freund: Und die Personen? Die bleiben doch schablonenhaft, haben kein Leben.

Der Schreiber: Wer hat denn gesagt, dass ich die Personen nicht mit Leben fülle?

Der Freund: Aber wie du das machen willst, weißt du nicht. Das Einzige, das ich von deinem lächerlichen Stück weiß, ist, dass es einen veralteten Sprecher haben soll und ein Titel, der so wenig überlegt ist, dass sich das Stück noch nicht einmal bewerben ließe. Ansonsten wird es mau: keinerlei Leben, keinerlei intellektuelle Note, keine Entwicklung, kein Nichts.

Der Freund: Ich wusste, du würdest mir helfen können.

2. Aufzug

Der Regisseur (zur Lichtregie): Mach das mal komplett an jetzt (entferntes Rufen, Regisseur dann ärgerlich): Mensch, das weiß ich doch auch nicht. Mach’ halt erst einmal so viel Licht, dass wir was auf der Bühne sehen können. Bist du deinen ersten Tag hier oder was? Da ist doch lächerlich. (Nach hinten) Kommt ihr jetzt oder was.

Die drei Theaterschauspieler trotten auf die Bühne. Der eine telefoniert noch, der andere isst eine Banane, an der er sich fast verschluckt. Der dritte macht komische Posen, als wolle er für Hamlet üben. 

Der Regisseur: Schön, dass ihr es auch geschafft habt. Also: ich möchte das mit euch vorbesprechen, damit wir auf einer Linie sind. Ihr habt ja gehört, dass wir uns wieder einmal prostituieren müssen.

Der erste Schauspieler: Hast du das Stück schon gesehen?

Der Regisseur: Deshalb sage ich es ja. Glaubt mir, danach brauchen wir alle erst einmal Urlaub.

Der zweite Schauspieler: Ich bräuchte überhaupt mal Urlaub.

Der dritte Schauspieler: Ganz in deinem Element. Jetzt mal Tacheles. Für diese Rolle des Sprechers muss man ja wohl gar nicht erst kommen. Und überhaupt. Das ist total anachronistisch.

Der zweite Schauspieler: Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es in der ersten Szene nur darum, dass da ein Schreiber ist, der nicht schreiben kann und der dann seinen Freund fragt, was er machen soll. Habe ich das richtig verstanden?

Der Regisseur (seufzend): Leider ja. Aber es kommt noch schlimmer. Ich habe ihn getroffen. Etwas schmächtig, hässlich. Aber abgeschlossenes Studium der Germanistik, Anglistik und Geschichte hier in Freiburg.

Der dritte Schauspieler: Ich habe es geahnt. Ich habe es geahnt. Das sind dann die, die meinen sie seien die großen Schriftsteller, nur weil sie einmal im Theater waren. Was bekommen wir denn dafür?

Der Regisseur: Das ist eine interne Regelung.

Der erste Schauspieler: Was denn? Schon wieder? Jetzt mal echt! Langsam reicht es mir. Wir arbeiten hart, härter als diese miesen kleinen Möchtegernschreiber und nun kommst du wieder mit einer „internen Regelung“? Was besagt die?

Der Regisseur: Das kann ich euch jetzt noch nicht sagen. Wir müssen jetzt das Stück durchsprechen, bevor er kommt.

Der erste Schauspieler: Wie, der kommt auch noch? Und führt dann Regie.

Der zweite Schauspieler: Naja, wenn er das Stück geschrieben hat, dann hat er schon die Berechtigung.

Der erste Schauspieler (äfft ihn nach): …hat dann schon die Berechtigung.

Der Regisseur: Wenn das nicht besser geht, dann suche ich mir verdammte Laienschauspieler. Also was nun?

Der erste Schauspieler: Leg los!

Der Regisseur: Also, du bist der Sprecher.

Der erste Schauspieler: Dann habe ich ja gar nichts zu tun. Das geht so nicht.

Der Regisseur: Das geht. Also: So, wie ich das verstanden habe, sollst du es würdig machen, mit einem profunden Duktus, dunkel und ernst, damit die Zuschauer sich fragen, was das alles zu bedeuten hat.

Der zweite Schauspieler (flüsternd zum ersten): Und dann tritt Macky Messer auf und wir machen ein Brecht-Revival.

Der Regisseur: Ruhe. Also.

Der erste Schauspieler (gelangweilt):  Meine Damen und Herren, seien sie willkommen zu diesem Stück, das, wie sie sicher schon wissen, den Namen „Die Veränderung“ trägt. Es ist ein Stück von einem bekannten Schreiber, also bekannt, nachdem sie das Stück gesehen haben. Ich wünsche Ihnen eine interessante und lehrreiche Zeit. Bald schon sehen wir uns wieder…

Der Regisseur: Das geht so nicht.

Der zweite Schauspieler: Ganz ehrlich? Das geht alles nicht. Was will er uns denn sagen? Das er durch einen solchen Lappen bekannt wird? Dann will er die Zuschauer noch belehren. Worüber denn? Und der Name. Warum dieser Name?

Der Regisseur: Darum sollte es gehen.

Der dritte Schauspieler: Darum sollte es gehen, und darum hat er es einfach so genannt?

Der Regisseur: Das ist der Trick.

Der dritte Schauspieler: Das verstehe ich nicht. Das würde ja bedeuten, dass es kein wirkliches, konkretes Thema gibt. Keine Handlung. Nur aneinandergereihte Dialoge, die keinen Sinn ergeben.

Der Regisseur: Sinn ergeben sie schon. Sie sind nur nicht gerade einfach zu merken und ich denke auch, dass es in dieser Form das Publikum gar abschrecken würde.

Der zweite Schauspieler: Das kann doch sein! Jetzt sind wir die Marionetten von so einem halb studierten Idealisten.

Der Regisseur: Ich möchte wetten, dass es unserem kleinen Nachwuchsstar nur darum geht, seinen Namen bekannt zu machen. Kunst ist immer nur dann auch wirkliche Kunst, wenn sie jemanden hat, der sie betrachtet und für würdig erkennt oder ernennt. Mit ein paar kleinen Veränderungen ließe sich aus dem Stück etwas Großes machen. Etwas mit Würde, einfacher vielleicht, aber dafür von jedem zu genießen. Ich werde unserem studentischen Auftraggeber eine Entscheidung vorschlagen. Es liegt in seiner Hand.

3. Aufzug

Regisseur: „Es liegt in seiner Hand“? Wollen sie einen Wettbewerb im Kitsch gewinnen. Das ganze Konzept passt hinten und vorne nicht.

Der Schreiber: Sie haben es angenommen und werden es jetzt auch spielen. Oder wollen sie mir sagen, was ich zu tun und zu lassen habe?

Der Regisseur (indem er ihn beiseite nimmt): Mein Freund, hör’ mir zu. Das Theater geht den Bach runter. Es interessiert nur noch reiche Snobs und die wollen was Neues sehen.

Der Schreiber: Das ist neu. Oder soll ich die Schauspieler alles nackt aufführen lassen. Dann nenne ich es „Die postmoderne Veränderung“.

Der Regisseur: Zynismus bring nichts. Stücke schreiben ist Arbeit. Hier! (nimmt ein paar Blätter, sortiert sie). Die Redebeiträge der Schauspieler sind doch völlig willkürlich. Wie soll der Zuschauer den erkennen, wer welcher ist?

Der Schreiber: Das müssen sie ja nicht. Es geht eben darum, was die Schauspieler denken.

Der Regisseur: Das ist doch ein völliges Klischee. Der eine will nicht spielen, weil es anachronistisch ist, der andere will Urlaub. Wieder einem anderen geht es nur um Geld.

Der Schreiber: Darum geht es doch. Die Schauspieler wollen Dinge spielen, die auch für sie anspruchsvoll sind. Und so ein Stück ist eben nicht anspruchsvoll, wenn es nur um ein lustiges Thema mit entzückenden Phrasen geht.

Der Regisseur: Über was reden wir denn jetzt. Dass meine Schauspieler sich aufregen, ist doch normal. Hast du gesehen, was sie spielen sollen?

Der Schreiber: Ob ich das gesehen habe? Es ist von mir.

Der Regisseur: Wenn es nur um zwei Personen geht, dann muss da Würze rein. Keiner will einen Schreiber und seinem Kritiker, beides völlige Stereotypen, dabei zuhören, wie unfähig sie sind. Die Zuschauer wollen Geld, Macht, Intelligenz. Unterschiedliche Ebenen.

Der Schreiber: Mein Gott nochmal. Das ist ein verdammter Wettbewerb.

Der Regisseur: Eben. Ich habe deinen Prolog gelesen. Es geht dir doch darum, berühmt zu werden, oder?

Der Schreiber: Ja, aber auf meine Weise.

Der Regisseur: Dann ist es einfach. Entweder, du veränderst die Szene und wir werden sie spielen oder du lässt das Stück, wie es ist und wir sagen uns freundlich auf Wiedersehen.

Der Schreiber: Das ist Erpressung.

Der Regisseur: Das ist es in der Tat. Immerhin hast du zwei Möglichkeiten. Da hast du doch deine Veränderung.

Der Schreiber: Ich stehe zu dem, was ich gesagt habe. Ich verbiege mich nicht.

Der Regisseur: Gut. Dann habe ich hier nichts mehr verloren.

4. Aufzug

Der Sprecher: Meine Damen und Herren, seien sie willkommen zu diesem Stück, das, wie sie sicher schon wissen, den Namen „Die Veränderung“ trägt. Es ist ein Stück von einem bekannten Schreiber, also bekannt, nachdem sie das Stück gesehen haben. Ich wünsche Ihnen eine interessante und lehrreiche Zeit. Bald schon sehen wir uns wieder…

Der Schreiber (am Telefon, hin und her gehend): Ja, ich weiß, es ist unglaublich. Ja, und sie haben gesagt, es kommt dann noch auf die große Bühne. Nein, kein bisschen. Ein wenig hier, ein wenig da, das schon. Aber insgesamt ist es immer noch meins. Ja, klar. Bis später.

Der Schreiber wandelt ziellos in seinem spärlich eingerichteten Zimmer umher, ballt die Fäuste, freut sich, nimmt ein Papier in die Hand, liest es, ist völlig glücklich. Es klingelt. Der Freund tritt ein. Sie umarmen sich.

Der Freund: Erzähl.

Der Schreiber: Was soll ich sagen. Sie haben es genommen. Sie waren begeistert.

Der Freund: Wirklich? Glückwunsch. Musstest du seit dem letzten Mal etwas verändern.

Der Schreiber: Eigentlich nicht. Sogar der Sprecher konnte bleiben.

Der Freund: Und sonst hast du nichts verändert.

Der Schreiber: Nur die erste Szene ein bisschen.

Der Freund: Was denn?

Der Schreiber: Ach, so dieses und jenes. Es ist jetzt einfach… runder. Es ist glücklicher, es ist erfolgreich.

Der Freund: Und du musstest wirklich nichts verändern? Ich fühle doch, dass da was nicht stimmt.

Der Schreiber: Nein. Wirklich nichts. Nur dich und mich.

Der Freund (ihn umarmend): Na, das ist ja ein schönes Ende.

Epilog

Meine Damen und Herren. Sie sahen das Stück des nun mehr bekannten Schreibers, das den Namen „Die Veränderung“ trug. Aber wo war die Veränderung? Wollte der Schreiber, dass wir die verschiedenen imaginären Ebenen als stetige Veränderung nehmen? War es die Veränderung der Freundschaft zwischen den beiden, die dann in ein kitschiges Happy End mündete? Wie schon der Schreiber sagte: Der Titel „Die Veränderung“ ist ja so offen, dass es alles sein könnte. Dann kann ich Ihnen als postmodernes Kunstobjekt auch endlich etwas Grundlegendes über dieses Stück sagen. Mich gibt es gar nicht. Ich bin nicht real, nicht hier, nicht greifbar, ausgedacht, von einem Schreiber, der mich nur erfand und hier hinschickte, um ihn selbst als einen brillanten Stern am Schreiberhimmel zu präsentieren, nur um sich selbst die Anerkennung zu verschaffen, die ihn jahrelang trieb. Nun ist er Opfer seiner selbst erschaffenen Figuren. Ob er wohl glücklich oder traurig ist?

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